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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter Eötvös«

Den Verhältnissen auf den Zahn gefühlt – Neues Musiktheater von und mit Peter Eötvös an der Frankfurter Oper

01.07.14 (Georg Beck) -
Eine Reiseoper für das Ensemble Modern. Schon lang bestand der Wunsch. Jetzt, im dritten Anlauf, hat es geklappt. Zum Erfolgsstück von Erfolgsautor Roland Schimmelpfennig hat Wunschkomponist Peter Eötvös eine Musik­theater-Adaption des „Goldenen Drachen“ geliefert. Klein, kompakt, schnell, schrill, mit einem apotheotischen Ende. Sechzehn Musiker, fünf Sänger für achtzehn Rollen. Eine Aufgabe. Vor allem für künftige Regiekünstler, die zu sortieren vermögen und Distanz wahren.

Schöne Wiege seiner Freuden – Stockhausens „Momente“ in der Kölner Philharmonie und unterwegs

26.03.14 (Frieder Reininghaus) -
Dass wir im Zustand der Verliebtheit zu Infantilismen neigen können, ist eine Erfahrung, die alle kennen, die schon einmal in einen fünften oder siebenten Himmel entrückt wurden. Warum sollten Tonkünstler von solchen Anwandlungen frei sein? Vielleicht sind nicht wenige von ihnen in tieferen Zonen vergleichsweise ‚normal’ veranlagt und, obwohl das Publikum sie gerne erhöht sehen möchte, im Sinne Bertolt Brechts keineswegs „etwas ganz Besonderes“.

Wie Klangkunstfelsen in der Brandung

02.03.14 (Wolf Loeckle) -
Das gab es schon lange nicht mehr, große Schlangen vor der Abendkasse und nicht enden wollende Ovationen bei der bedeutenden und immer wieder aus Abstürzen in neue Höhenlagen sich aufschwingenden musica viva des Bayerischen Rundfunks. Karl Amadeus Hartmann hat sie im offenen und offensiven Nachkriegs-München zwischen Trümmern und Bombenresten initiiert, inmitten geistiger Aufbruchsstimmung. Später waren unter anderem Wolfgang Fortner, Ulrich Dibelius, Jürgen Meyer-Josten, Josef Anton Riedl und Udo Zimmermann programmatisch (mit)prägende Köpfe.

Vier Dirigenten, eine Sinfonie: Ives' Vierte mit Peter Eötvös

Vor Charles Ives’ 4. Sinfonie sind schon etliche Dirigenten zurückgewichen – zu komplex sei das Notenmaterial, zu unübersichtlich die rhythmischen Herausforderungen für eine Aufführung. Der Ungar Peter Eötvös widmete diesem Werk nun einen kompletten Meisterkurs, an dessen Ende als besonderes Highlight für einige der Teilnehmer das Co-Dirigat dieses Werkes im Rahmen des Lucerne Festival in der berühmten Lucerne Concert Hall war.

Geschenkte Alt-Komponisten, verschenkte Jugend und verspielte Sendeplätze – musica viva Wochenende in München

11.02.14 (Alexander Strauch) -
Mitte der Neunziger Jahre konnte man unter Freaks sagen, wer Wolfgang Rihms „In-Schrift“ (1995) nicht kenne, kenne eines seiner besten Stücke nicht. Nicht so wild wie Tutuguri, dennoch treibend, zerfahren, leicht daneben, eben ein richtiger, sehr guter Rihm. Nun hat er dem „In-Schrift 2“ (2013) hinzugefügt. Das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit etlichen erfrischend jungen Gesichtern seiner Orchesterakademie an den hinteren Streicherpulten, die den älteren Semestern der Stammmusiker damit wohl einen Neue-Musik-freien Samstagabend bescherten, also dieses gleichsam hybride Ensemble eröffnete bestens aufgelegt den Klon von Nummer eins.

Personalia 2013/12

07.12.13 ((nmz-red)) -
Péter Eötvös zum Siebzigsten +++ Der Dirigent Bruno Weil wurde in München mit dem Würth Preis ausgezeichnet +++ Nimczik löst Kindt ab +++ AMJ feierte den 80. Geburtstag von Lore Auerbach

Sehr schön und theologen – Wien modern mit der Uraufführung der Oper „Paradise reloaded“ von Peter Eötvös

27.10.13 (Frieder Reininghaus) -
Je wohlgeordneter sich die Reisen des Lebens gestalten, eingefriedet in ein immer engmaschigeres und gängelndes Sicherheitsnetz, desto beliebter scheinen bei einem Teil des Musiktheaterpublikums Ausflüge ins und durchs christliche Mittelalter oder in ein mehr oder minder biblisches Jenseits zu werden. Mit gemischtem Wohlwollen und als gäbe es nichts Näherliegendes folgt die Neugier (in Form einer expliziten „Altgier“) den Streifzügen der aus den Tiefen der historischen oder mythologischen Räume auftauchenden HeldInnen, die offenkundig latente Sehnsüchte befriedigen – möglicherweise nicht zuletzt die nach einem Prickeln, das Kurt Tucholsky als „Erotik des Reisens“ beschrieb.

Leises Sehen und blindes Hören – die Entdeckung der Zwischenschichten

„Ohr und Auge“ zu verknüpfen, das hatte sich das Netzwerkprojekt Musik 21 Niedersachsen für sein diesjähriges Festival vorgenommen. Vom 16. – 18. August brachte das Musik 21 Festival junge und etablierte Komponisten und Ensembles in Hannover zusammen und feierte nebenbei 20. Geburtstag des Hausensembles Das Neue Ensemble. Unter künstlerischer Leitung von Schlagzeuger, Komponist und Dirigent Stephan Meier fand das Festival nun bereits zum sechsten Mal statt.

„Die Folklore ist gestorben“: das Ensemble Modern mit Uraufführungen zum Thema „Mythen, Nation, Identitäten in Mittelosteuropa“

14.12.12 (Hans-Jürgen Linke) -
Musik, heißt es, habe im östlichen Europa seit dem 19. Jahrhundert oft eine bedeutende Rolle für die Konstitution nationaler Identität gespielt. Das ist bekannt, aber vorbei. Die Goethe-Institute in Mittelosteuropa haben sich nun gefragt, ob es für das Verhältnis von Musik und nationaler Identitätsbildung auch eine aktuelle Diagnose gibt, und haben mit dem Bayerischen Rundfunk, dem Ensemble Modern und der BHF-Bank-Stiftung die Veranstaltungsreihe „Woher? Wohin? Mythen, Nation, Identitäten in Mittelosteuropa“ kreiert.

Wenn getrennte Welten aufeinandertreffen

02.07.12 (Max Nyffeler) -
Zum Abschluss der diesjährigen Musica-Viva-Saison in München gab es nochmals ein kraftvolles Doppelpack von der Sorte, wie es Winrich Hopp, Leiter der Konzertreihe seit 2011, eingeführt hat: An zwei Abenden hintereinander ein Orchester- und ein Ensemblekonzert, die durch inhaltliche Bezüge miteinander verbunden sind. Das Konzept funktioniert. Das Publikum nutzt die Möglichkeit einer vertieften Auseinandersetzung mit der Thematik und geht gerne zweimal hin.
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