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Alle Artikel kategorisiert unter »Richard Strauss«

Musikalischer Sog – „Salome“ von Richard Strauss am Theater Nordhausen

Im September diesen Jahres, also in der Spielzeit 2017/2018 feiert das Theater Nordhausen den 100. Geburtstag seines prächtigen Theatergebäudes im Herzen der nordthüringischen Kleinstadt. Wichtiger noch als dieses Gebäude selbst ist, was in ihm an Leben entsteht, Tag für Tag. Und da fällt die Bilanz hinsichtlich der Qualität der Inszenierungen der letzten Jahre durchaus positiv aus. Repertoire-Raritäten waren dort zu sehen – und selbst vor großen Herausforderungen sind die in Nordhausen künstlerisch und organisatorisch Verantwortlichen nie zurückgeschreckt. Jüngstes Beispiel: Richard Strauss‘ „Salome“!

unüberhörbar 2016/11

03.11.16 (Hanspeter Krellmann) -
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1, ­c-Moll. Gewandhausorchester Leipzig, Franz Konwitschny. Berlin Classics +++ Richard Strauss: Eine Alpensinfonie. Göteborger Symphoniker, Kent Nagano. Farao Classics +++ Hugo Kaun: Klavierquintett f-Moll op. 39, Oktett F-Dur op. 26, Streichquintett fis-Moll op. 28. Berolina Ensemble. MDG

Abschied von Patrice Chéreau – „Elektra“ als Opernereignis an der Berliner Staatsoper

24.10.16 (Peter P. Pachl) -
Die jüngste Premiere der Staatsoper wurde – mit viertelstündien Ovationen am Ende zum bislang größten Opernerfolg der Ära Flimm. Geprobt hatte sie der vor einem Jahr verstorbene Patrice Chéreau an der Berliner Staatsoper, bevor „Elektra“ 2013 in Aix-en-Provence herauskam und anschließend an drei Opernmetropolen auf dem Spielplan stand, bevor sie nunmehr endlich in Berlin zu sehen ist.

„Salome“ mit Leiche im Schrank – Zähe Zeitenwende in Dresden

26.09.16 (Roland H. Dippel) -
Es ist die achte „Salome“ von Richard Strauss am Uraufführungsort, der Semperoper Dresden, seit 1905. Beobachtet an der Gelassenheit im Zuschauerraum lässt sich heute dort niemand groß erschüttern durch die Persönlichkeitsnöte einer Prinzessin von Judäa und den Weiten ihrer geschädigten Psyche. Michael Schulz, Generalintendant des Musiktheaters im Revier Gelsenkirchen, zergliedert die Orientierungslosigkeit der Kindfrau. Jennifer Holloway triumphiert bei ihrem umjubelten Rollendebüt als Backfisch ohne Chancen.

Gefühlschaos auf leerer Bühne: Oper Leipzig beendet Spielzeit mit Strauss

20.06.16 (Michael Ernst) -
Wer Richard Wagner kann, kann auch Richard Strauss. Zumindest rein musikalisch. Nachdem die Oper Leipzig ihren ersten „Ring“ seit vierzig Jahren fertig geschmiedet hat, ist sie nun „Arabella“ angegangen. Das Gewandhausorchester unter Ulf Schirmer kann beides. Und gute Sänger haben sie auch.

Glühender Orchesterbrand in Schwerin – „Salome“ von Richard Strauss

27.04.16 (Heinz-Jürgen Staszak) -
Eine Frau lässt einen Mann töten, seinen Kopf auf einer Silberschüssel reichen, damit sie ihn endlich küssen kann. Die Frau ist die judäische Prinzessin Salome. Sie ist, als Teil der Heilsgeschichte von Johannes, dem Täufer, zu einem Mythos der europäischen Kultur geworden. Oscar Wilde machte sie 1891 zu einem Symbol des verderblichen Zusammenhangs von dämonisierter Sexualität und Tötungslust, woraus Richard Strauss 1905 seine erfolgreiche und damals skandalumwitterte Oper „Salome“ machte.

„Capriccio“ von Richard Strauss im Theater an der Wien

20.04.16 (Frieder Reininghaus) -
Ein Ausflug in die Welt von gestern mit einigen Abstechern. Frieder Reininghaus war bei der Premiere dieses von Tatjana Gürbaca in Szene gesetzten eigenartigen Stoffs. Gürbacas Inszenierung verknüpfe „das werkimmanente Konflikt-Potential mit dem einen oder anderen Fingerzeig auf die militaristischen und gewalttätigen Kontexte im Entstehungszeitraum des Werks (bis hin zur Andeutung von Bücherverbrennung).“

Viel Musik statt schöner Worte

31.03.16 (Andreas Kolb) -
komponisten@münchen, so firmierte der Tonkünstlerverband München anlässlich seines 70. Jahrestages Mitte März. Die Botschaft ist klar: Auch wenn das biennal stattfindende Musikforum des Tonkünstlerverbands den eigentümlichen Charme einer Kunstverein-Jahresausstellung ausstrahlt, alte Zöpfe müssen bei dieser 70-jährigen Münchner Kulturinstitution nicht abgeschnitten werden, denn es gibt keine: Man komponiert und agiert in der Gegenwart.

Rückblende 2016/02

02.02.16 (Eckart Rohlfs) -
Vor 100 Jahren: Der einmütige Beifall, den Richard Straußens neustes Werk „Eine Alpensinfonie“ bei der Erstaufführung in der Berliner Philharmonie am 28. Oktober (1915) errungen hat, muss uns aus den verschiedenen Gründen mit Stolz und Genugtuung erfüllen. +++ Vor 50 Jahren: Oboist Hansjörg Schellenberger berichtet als „Jugend musiziert“-Preisträger über seinen Gastaufenthalt im National Music Camp of Interlochen/Michigan.

Düsternis im Herrenanzugskonfektionshaus – Claus Guth inszeniert Richard Strauss’ „Salome“ an der Deutschen Oper Berlin

25.01.16 (Peter P. Pachl) -
Missbrauch von Kindern ist das zentrale Thema des Regisseurs Claus Guth. Das kitzelt er mit Vorliebe aus jenen Opern, die er inszeniert, heraus, bisweilen durchaus zwingend, manchmal weniger treffend. Überzeugend gelang ihm in dieser Hinsicht die Staatsopernproduktion von „Fairy Queen“ in der Bearbeitung von Klaus Oehring als „Aschemond“, überraschend auch in der Ausdeutung der Beziehung von Daland zu seiner Tochter Senta (in Guths Bayreuther „Holländer“-Inszenierung) – und zwischenzeitlich auch in Opern von Richard Strauss, etwa in Frankfurt bei „Daphne“, wo der Vater seine Tochter in einen Schrank zerrt. Derselbe Ansatz missglückte dem Regisseur jedoch bei „Salome“ an der Deutschen Oper Berlin.
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