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Alle Artikel kategorisiert unter »Richard Strauss«

Von Wort und Ton – und Tat: „Capriccio“ von Richard Strauss an Frankfurts Oper beeindruckt

15.01.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Ein Flucht-Werk. Denn 1775, inmitten virulenter Krisen des Absolutismus und einem guten Jahrzehnt vor der großen Revolution, nahe Paris über das Verhältnis von Wort und Ton in der Kunst zu diskutieren, geistreich, ironisch sich selbst bespiegelnd – das war genauso wirklichkeitsfremd, wie sich jahrelang vor der Uraufführung 1942 mit den gleichen Problemen zu beschäftigen, jetzt schon von nächtlichen Bombenangriffen tödlich bedroht. Richard Strauss ließ das Werk mit einem Fragezeichen enden. Brigitte Fassbaender wurde konkret.

Behäbig und bizarr – Richard Strauss‘ „Arabella“ am Theater Kiel

13.12.17 (Arndt Voß) -
Oper muss nicht logisch sein, vor allem nicht, wenn sie sich als „lyrische Komödie“ gibt. Von einer Inszenierung erwartet man es trotzdem. Doch was jetzt der „Arabella“ in Kiel geschah, der bekanntlich Hugo von Hofmannsthal „den leichten Text, in der Hauptsache im Telegraphenstil“ gab (Brief vom 1.10.1927) und Richard Strauss das musikalische Korsett, hatte wenig davon, wirkte behäbig und bizarr auf den Rezensenten, auch wenn das Premierenpublikum jubelte.

„Es wird Schreckliches geschehen“ – Richard Strauss' „Salome“ in Hannover

25.11.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
„Salome“ von Richard Strauss: großartig in tausend Farben 1905 komponierte Musik für eher abstoßendes Thema nach Oscar Wilde. Die 16jährige judäische Prinzessin Salome verliebt sich in den Propheten Jochanaan und fordert aus Rache, weil der sie nicht will, seinen Kopf auf einer Silberschüssel. Das gewährt ihr der von Rom eingesetzte Tetrach Herodes, der ihr hörig ist und in ihrer Schuld steht, weil sie für ihn getanzt hat.

Ein Herzog für die Heiterkeit – „Arabella“ von Strauss in Dortmund

26.09.17 (Frieder Reininghaus) -
„Arabella“ ist ein „Konversationsstück“, angesiedelt in glücklicheren österreichischen Tagen, in denen der Monarch Franz Joseph den Untertanen ein heiles Fürstenfamilienleben vorspielte, seine Gattin Elisabeth („Sisi“) ihren chronischen Husten und die durch ihn erforderlichen Kuraufenthalte dazu nutzte, sich von Hof und Ehe zu emanzipieren. Die Uraufführung fand im Sommer 1933 in Dresden statt – als hätte es damals nichts Besseres zu tun oder zu lassen gegeben. In der sächsischen Hauptstadt waren Anfang März der GMD Fritz Busch und der Intendant Alfred Reucker aus den Ämtern gejagt worden. Es ging ziemlich genau so zu wie derzeit in der Türkei.

Macbeth als gehobene Orchestrationslehre

17.09.17 (Christoph Schlüren) -
So manches Großprojekt wurde schon euphorisch in Angriff genommen, um irgendwo quasi auf halber Strecke krachend zu scheitern. Also hält man sich in Deutschland lieber korrekt und bescheiden, wenn die gesicherte Projektlaufzeit keine Gesamtausgabe zulässt, und so haben wir es hier mit der ‚Kritischen Ausgabe’ der zentralen Werkblöcke von Richard Strauss zu tun: Sämtliche Bühnenwerke und genuinen Orchesterwerke, das gesamte Sololied- und Kammermusikschaffen wird im Lauf der nächsten Jahrzehnte unter Aufsicht der musikwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München vom Wiener Verlag Dr. Richard Strauss in Verbindung mit den Hauptverlegern Boosey & Hawkes, Edition Peters und Schott Music, die nur noch bis Ende 2019 die Exklusivrechte an den Originalwerken halten, erstmals quellenkritisch neu herausgegeben.

Der Prinzessin und die Mausefalle – „Salome“ an der Oper Leipzig

20.06.17 (Joachim Lange) -
Die neue „Salome“, die Ulf Schirmer, Aron Stiehl und Rosalie in der Oper Leipzig herausgebracht haben, überzeugte das Premierenpublikum und war der Höhepunkt eines Richard-Strauss-Wochenendes. Joachim Lange berichtet.

Die sieben Schleier des Oscar Wilde: Brigitte Fassbaender inszeniert Richard Strauss’ „Salome“ am Theater Regensburg

14.05.17 (Juan Martin Koch) -
Nach einer hervorragenden „Katja Kabanova“ und einem mäßigen „Rigoletto“ stellte Brigitte Fassbaender mit „Salome“ ihre dritte Regiearbeit in Regensburg zur Diskussion. Wie die Strauss-Expertin – in ihrer Zeit als Sängerin eine überragende Interpretin der Herodias – mit dem Stoff umgegangen ist, hat Juan Martin Koch begutachtet.

Vertikalreise – „Die Frau ohne Schatten“ an der Hamburgischen Staatsoper

18.04.17 (Peter P. Pachl) -
Eine Woche nach der Neuinszenierung von Strauss’ Komposition des Kunstmärchens von Hugo von Hofmannsthal durch die Berliner Staatsoper, hievte auch die Staatsoper Hamburg jene Spielvorlage, welche die Autoren gerne als pures Märchen jenseits von Deutungen gesehen hätten, auf den Prüfstand eines psychologisch ausgerichteten Regietheaters. Ein nicht immer schlüssiger, aber sehens- und hörenswerter Abend.

Wehen-Hysterie und Kinder-Gazellen – „Die Frau ohne Schatten“ an der Staatsoper

11.04.17 (Peter P. Pachl) -
Spätestens bei der Applausordnung wurde den Premierenzuschauern der Eröffnungspremiere der Festtage der Staatsoper klar, dass zumindest in der Deutung des Operntitels seitens des Inszenierungsteams ein heftiges Missverständnis vorlag, denn deren hierarchischer Aufbau gipfelte in der Kaiserin. Mit der „Frau ohne Schatten“ aber meinten Hofmannsthal und Strauss unmissverständlich die namenlos stets nur als Frau apostrophierte Gattin des Färbers.

Erinnerungen an die Zukunft – Opernpremieren in Lyon

22.03.17 (Joachim Lange) -
Mit dem Festival „Memoires“ poliert Serge Dorny an der Opéra de Lyon Prunkstücke der Operngeschichte wie Heiner Müllers Bayreuther „Tristan und Isolde“ und die Dresdner „Elektra“ von Ruth Berghaus wieder auf.
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