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Alle Artikel kategorisiert unter »Samuel Beckett«

Fingerübung als Saisonstart mit Schönberg und Beckett an der Komischen Oper Berlin

02.10.20 (Peter P. Pachl) -
Arnold Schönbergs Vertonung der Gedichte aus Albert Girauds „Pierrot Lunaire“ waren ein Auftragswerk der berühmten Schauspielerin, Rezitatorin und zeitweiligen Mitarbeiterin Cosima Wagners in Bayreuth, Albertine Zehme. Da Schönbergs Melodram nicht abendfüllend ist, wurde es in der Aufführungsgeschichte zumeist mit anderen Kompositionen gekoppelt. Die singende Schauspielerin Dagmar Manzel stellt nun an der Komischen Oper Berlin zwei kurze Monodramen von Samuel Beckett voran.

„Alles ist aus“ – György Kurtágs Oper „Fin de partie“ an der Mailänder Scala uraufgeführt

16.11.18 (Michael Ernst) -
Im Mutterland der Oper ticken die Uhren ein klein wenig anders. Wo einst Puccini und Verdi für ihre neuen Würfe gefeiert worden sind, hat es die Neue Musik heute deutlich schwerer. Das gilt insbesondere für das Teatro alla Scala, diesem so traditionsreichen Haus mitten in Mailand. Bevor Anfang Dezember die neue Spielzeit – wiederum mit Verdi – eingeläutet wird, gab es zur Krönung der laufenden Saison die Uraufführung von „Fin de partie“ nach dem gleichnamigen Drama von Samuel Beckett.

Beckett and Feldmann, Worte und Musik in München oder: Ein bemerkenswerter Saisonabschluss beim Orchester Jakobsplatz

20.07.16 (Wolf Loeckle) -
Schauspieler mit Mikro auf der Backe – das war und ist Mode (oder doch Notwendigkeit?) im Sprechtheater. Dass MasterVoices wie die von Bibiana Beglau und Götz Otto solchen Schnickschnack nicht nötig haben, war oft genug zu erleben. Jetzt also doch? Klar – und zwar aus wirklich gutem und dramaturgisch gebotenem Grund. Hatte sich doch der Hubert Burda Saal im jüdischen Gemeindezentrum nah am Herzen der Stadt München auf Zeit in eine Art Radio-und-auch-Hörspielstudio verwandelt zwecks öffentlicher Darbietung eines – Hörspiels. Und Radio – egal ob on air oder im weltweiten Netz – geht nicht ohne diverse technische Spezifika...

Dampf abgelassen – Romeo Castellucci zelebriert Becketts und Feldmans „Neither“ bei der Ruhrtriennale

08.09.14 (Frieder Reininghaus) -
„Neither“ gehört zu den Schlüsselstücken der Moderne, die sich wegen ihres „Rätselcharakters“ fortdauernder Beliebtheit erfreuen. Der Text des in Frankreich lebenden irischen Schriftstellers Samuel Beckett (1906–1989) umfasst 87 Worte – keine Mitteilung oder gar Botschaft, keine Aufforderung zu szenischer oder sonstiger Aktion. Es handelt sich um einen prägnant-diffusen, raunenden Text, der die Aura des Hintergründigen erheischt.

Castellucci-Fantasien – Feldman/Becketts Avantgarde-Oper Neither bei der Ruhrtriennale

08.09.14 (Georg Beck) -
Es ist der Hit dieser Ruhrtriennale: Tiere auf der Bühne. Den Anfang gemacht hatte Festivalchef Heiner Goebbels. Im großen Misterioso um Andriessens De Materie durfte eine Schafherde auflaufen. Irgendwie wollte sich Romeo Castellucci da wohl nicht lumpen lassen. Für Morton Feldmans Experimental­oper Neither, ein auskomponierter Trance-Zustand auf ein hermetisches Textfragment von Samuel Beckett aus dem Jahr 1977, hatte er mit Hund und Katz und Pferd den Streichelzoo komplettiert.

Becketts Rückkehr ins Schillertheater – Die Staatsoper kombiniert Feldmans „Neither“ mit Becketts „Footfalls“

23.06.14 (Peter P. Pachl) -
Das Berliner Schillertheater war in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts die Stätte der deutschen Erstaufführungen der Stücke von Samuel Beckett.Hier traf bei den Proben zur Erstaufführung von „Footfalls – Tritte“ im Jahre 1976 der amerikanische Komponist Morton Feldmann den irischen Dramatiker, in der Absicht, gemeinsam eine Oper zu schreiben. Sechs Zeilen skizzierte der Dichter dem Musiker auf eine Papierserviette, der Rest der 16 Zeilen des Librettos zu „Neither“ folgte auf einer Postkarte.

Falsche Paradiese

03.10.11 (Martin Hufner) -
Im letzten Jahrhundert hat vor allem ein Komponist Musik- und Lebenswelt durchgewirbelt wie kein anderer: John Cage. Die ihm zugeschriebenen Attribute reichen von Genie bis Scharlatan, von Ikone bis Blender. Sein (auch musikalisches) Werk ist umfassend groß, es fasst vom Instrumentalwerk bis zur Oper alles, daneben finden sich reichhaltige literarische Produktionen und Produkte der Bildenden Kunst. Er war ebenso Fernsehquiz-Teilnehmer wie Provokateur, ein auf den dünnen Drähten musikalischer wie ästhetischer Grenzzäune steppender Wunderlicher.
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