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Alle Artikel kategorisiert unter »Sergej Newski«

Es ist kompliziert – „Boris Godunow“ und „Secondhand-Zeit“ von Sergej Newski in Stuttgart

05.02.20 (Georg Rudiger) -
An der Stuttgarter Staatsoper wurde Modest Mussorgskis „Boris Godunow“ mit Sergej Newskis neuem Stück „Secondhand-Zeit“ gekoppelt. Unser Kritiker sieht Probleme: „Diese Gleichzeitigkeit von Disparatem kann überfordern, zumal häufig keine zwingenden Verbindungen geschaffen werden.“ Aber er sieht auch eindrückliche Bilder der Regie Paul-Georg Dittrichs und eine souveräne musikalische Leitung durch Titus Engel.

Premiere im Doppelpack: Stuttgarts Oper «Boris» verbindet zwei Werke

30.01.20 (dpa, Martin Oversohl) -
Stuttgart - Zwei Werke zum Preis von einem? Könnte man meinen, zumindest bei der Stuttgarter Opern-Premiere «Boris». Denn verwoben mit Mussorgskys Volksdrama «Boris Godunow» wird das moderne Werk «Secondhand-Zeit» von Sergej Newski uraufgeführt. Ein spannendes Projekt.

Frühlingsaufruhr und Großstadtpolyphonien: Das Kölner Acht-Brücken-Festival 2019

09.05.19 (Stefan Pieper) -
Was für ein Vertrauensbeweis: Musikerinnen und Musiker verlassen die Bühne, mischen sich unters Publikum reichen ihre kostbaren Instrumente an ZuhörerInnen weiter, leiten sie an, Töne zu streichen, in den kolossalen Gesamtklang von Dmitri Kourlandskis „Riot of Spring“ einzustimmen. Diesen hat, einem in Trance versetzten Bordun-Ton gleich, das SWR-Sinfonieorchester bereits in der vollbesetzten Kölner Philharmonie in schier unfassbarer Homogenität ausgebreitet. Zeremonienmeister ist Teodor Currentzis - selbst mit einer Violine ausgestattet und mit dem Bogen die Akteure in diesem kolossalen Gesamtgeschehen lenkend!

Protest an der Oper - Künstler fordern Freiheit für Serebrennikow

23.10.17 (dpa) -
Stuttgart - Mitarbeiter der Oper Stuttgart und russische Künstler haben am Sonntag Freiheit für den in Moskau in Hausarrest sitzenden Regisseur Kirill Serebrennikow gefordert. An der Fassade des Opernhauses brachten Künstler ein Banner mit der Aufschrift «Free Kirill» an. Intendant Jossi Wieler trug ein T-Shirt mit dieser Aufschrift samt Porträt des Künstlers.

Kieksen, Brummen, Keuchen, Schnalzen

07.03.17 (Isabel Herzfeld) -
Es ist Zeit, die Stimme zu erheben. Natürlich hat es sie immer gegeben, als Bestandteil alter wie neuer Musik, man denke nur an die unendlichen Spielarten des Musiktheaters. Doch die Stimme in den Fokus eines Festivals zu stellen heißt, nach Ursprüngen zu fragen, nach Sinnlichkeit und Körperlichkeit, Persönlichkeit und Konkretion. Gerade in der Nachkriegsavantgarde war das nicht unbedingt angesagt, die mit der Abstraktheit des Tons der Traditionsbelastung ihres Materials entgegenwirken wollte. Sie entwickelte zudem eine ins­trumentale Virtuosität, die über die Grenzen des jeweiligen Instruments hinausstrebte, sogar seine Zerstörung einbezog – der Stimme, so schien es, waren solche Extrempositionen nicht zugänglich. Mehr als jede andere Klangquelle schien sie der Tradition verhaftet, noch dazu an verstaubte Texte gekettet. Sie zu befreien war schon eine ganz besondere Tat, die zunächst der elektronischen Verfremdung gelang. Dieter Schnebel wurde dann in den Siebziger Jahren zum Pionier der experimentellen Stimmbehandlung.

Im „Autland“ Neuer Musik

26.06.15 (Dirk Wieschollek) -
Die Beziehungen zwischen Russland und der EU sind allgegenwärtig in jüngster Zeit und die Grenzen zwischen dem, was früher mal „Realität“ genannt wurde und dem, was man immer noch „Propaganda“ nennt, dürften dabei so unklar sein wie noch nie. Das liegt vielleicht auch daran, dass beide früher doch irgendwie besser trennbare Bereiche vor allem als Medienphänomene wirksam werden und das, was wir ungläubig sehen und hören (ob wirklich oder unwirklich) oft selbst wie eine absurde Theaterinszenierung erscheint, die gelegentlich einen Retro-Ausflug in scheinbar überwundene Perioden der Geschichte darstellt. Soldaten besetzen in falschen Uniformen andere Länder, opulente Militärparaden versprühen den stählernen Charme des Kalten Krieges, vordergründig demokratische Systeme werden von anderen vordergründig demokratischen Systemen genötigt und erzählen „dem Volk“, sie wüssten davon nichts … was für ein Theater!

Letzte Ausfahrt Endenich: „Robert S.“ – eine Gruppenarbeit von Karola Obermüller, Annette Schlünz, Georg Katzer, Michael von zur Mühlen u.a. in Bonn

02.11.11 (Frieder Reininghaus) -
Der Zugang „zu einer poetischen Zeit“ darf Umwege nicht scheuen. Die neue Bonner Wallfahrt zu „Robert S.“ führt durch einen in sanften Herbstabenddunst getauchten Hof. Vorbei am milden Licht einer Bierbude (ja, Schumann, der „Biersanguiniker“, liebte den Gerstensaft …). Dann weiter: Innerhalb der alten Beueler Malerhalle geht es durch ein Kaminzimmer und eine Klapptür.

Angetreten zum Dienst an der neuesten Neuen Musik

31.10.11 (Gerhard Rohde) -
Sind die Donaueschinger Musiktage ein Festival? Oder gar Festspiele? Oder doch nur einfach und wahrheitsgemäß „Musiktage“, eine Mischung aus Laboratorium, Musikmesse und Arbeitstagung? Die Begriffe geisterten drei Tage lang durch Gesprächsrunden, Pressekonferenz, private Diskussionen, als ob es notwendig wäre, Donaueschingen zum Festspiel zu erheben, damit niemand auf den schnöden Gedanken verfiele, die schlichten „Musiktage“ (womöglich aus finanziellen Gründen) einfach einzustellen. An ein „Festspiel“ wagt man nicht so leicht Hand anzulegen – oder?

11 Fragen an Sergej Newski

01.02.04 (Sergej Newski) -
Der 1972 in Moskau geborene Musiker studierte Komposition in Berlin und Dresden und lebt zurzeit als freischaffender Künstler in Berlin. Bei den letzten Donaueschinger Musiktagen ließ seine Komposition „Fluss“ durch eine kühn quer zur Klangsprache der Avantgarde stehende Tonsprache aufhorchen.
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