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Alle Artikel kategorisiert unter »Stefan Herheim«

Walküren-Hügel auf dem Walküren-Flügel – Wagners „Walküre“ an der Deutschen Oper Berlin

28.09.20 (Peter P. Pachl) -
Hauptproblem dieses Premierenabends sind kurioserweise weniger die freien Plätze zwischen den Besucher*innen mit Mund-Nasenschutz während der gesamten Aufführung, als die Tatsache, dass der neue „Ring“-Zyklus in der Inszenierung von Stefan Herheim in seiner Ikonographie der Tetralogie kontinuierlich aufbaut. Nachdem jedoch „Das Rheingold“ dem Lockdown zum Opfer gefallen war und stattdessen eine Ersatz-Inszenierung auf dem Parkdeck herauskam, fehlt den Betrachter*innen der „Walküre“ das erforderliche Vorwissen dieser spezifischen Lesart.

Meisterkurse zum Opernschultreffen 16. bis 23. Juni

04.06.19 () -
Das Außergewöhnliche kann nicht gelehrt werden, aber es ist der Maßstab jeglicher Kunstausübung. Welche Maßstäbe setzen wir in der Ausbildung zur Opernsängerin oder zum Opernsänger an, und welche Kräfte wirken auf Sänger*innen und Dozierende im Dreieck zwischen Kunst, technischem Anspruch und Karriere?

Castorf inszeniert Verdi-Oper in Berlin - Neuer «Ring» startet

21.03.19 (dpa) -
Berlin - Der Regisseur Frank Castorf kehrt an die Opernbühne zurück. An der Deutschen Oper Berlin wird Castorf Giuseppe Verdis «Die Macht des Schicksals» inszenieren, wie das Haus am Donnerstag mitteilte. Als «Extremist» des Musiktheaters habe er schon lange den früheren Volksbühnen-Intendanten engagieren wollen, sagte Intendant Dietmar Schwarz. Mit seiner «Ring»-Inszenierung bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth hatte Castorf heftige Reaktionen ausgelöst.

Varieté des Todes – Offenbachs „Blaubart“ an der Komischen Oper Berlin

25.03.18 (Peter P. Pachl) -
Kaum ein anderes Werk des Musiktheaters ist so stark mit dem Erfolg der Komischen Oper Berlin verknüpft, wie gerade Jacques Offenbachs „Blaubart“. 1963 von Walter Felsenstein inszeniert, erlebte dessen Produktion 360 Reprisen. Etwas weniger erfolgreich, wenn auch viel beachtet, wurde zwei Jahre später Felsenstein Remake im Opernhaus Frankfurt am Main. Der Erfolg scheint also spezifisch etwas mit dem Bewusstsein von Kultur in der DDR zu tun zu haben.

Das letzte Stündlein eines Delinquenten – Alban Bergs „Wozzeck“ in Düsseldorf

23.10.17 (Frieder Reininghaus) -
Im Repertoire der deutschsprachigen Musiktheater nimmt Alban Bergs „Wozzeck“ gegenwärtig einen Vorzugsplatz ein. Drei Produktionen konkurrieren, die erkennbar beanspruchen, sich – im Sinne Robert Schumanns – „auf der Höhe der Zeit“ zu bewegen: Die Bild- und Regiearbeit des William Kentridge, die im August bei den Salzburger Festspielen gezeigt wurde, die Inszenierung von Robert Carsen, die seit einer Woche im Theater an der Wien gezeigt wird, und nun Stefan Herheims Produktion an der Rheinoper in Düsseldorf.

Im Spukschloss an der Newa – Stefan Herheim macht aus Tschaikowskis „Piqué Dame“ großes Bildertheater

15.06.16 (Joachim Lange) -
Stefan Herheim hat in Amsterdam nach seinem „Eugen Onegin“ von 2011 jetzt Tschaikowskis zweite Puschkin-Oper „Pique Dame“ hinzugefügt. Mit dabei hatte er die Trickkiste für sein Wundertütentheater, das genauso auf die Opulenz szenischer Überwältigung setzt, wie die konsequente Umsetzung einer Idee, mit der er zusätzlich zur überlieferten, noch eine eigene Geschichte erzählt.

Liebesalpträume und Ichverlust – Stefan Herheims Neudeutung von „Hoffmanns Erzählungen“ überwältigt bei den Bregenzer Festspielen

24.07.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Der Vorhang musste ausgerechnet in der letzten Strophe des Couplets von „Klein-Zack“ zugehen: ein Drittteil der bühnengroßen Treppe blockierte und hätte die Verwandlung von Luthers Weinkeller hin zur Showtreppe für die von Hoffmann erneut herbeibeschworene Stella nicht ermöglicht. Nach zehn Minuten Pause wiederholte der schwedische Tenor Daniel Johansson diesen schwelgerischen, vokal fordernden Ausbruch, hob die emotionale Spannungskurve damit gekonnt auf das vorherige Niveau – und war über seine blendende Bühnenerscheinung hinaus dennoch bis zu seinem bitteren Ende ein stimmlich beeindruckender Sänger-Dichter.

Deutsche Oper Berlin plant neuen «Ring des Nibelungen»

23.03.15 (dpa) -
Berlin - Die Deutsche Oper Berlin ersetzt Götz Friedrichs legendäre «Ring»-Inszenierung durch eine Neuproduktion von Regiestar Stefan Herheim. Im April 2017 soll Friedrichs in den 80er Jahren geschaffener Zyklus von Richard Wagners «Ring des Nibelungen» zum letzten Mal aufgeführt werden. 2020 soll dann die Tetralogie unter Herheims Federführung starten.

Gewerkle ums Gesamtkunstwerk – Das Gewese um Meese und den Bayreuther „Parsifal 2016“

24.11.14 (Wolf-Dieter Peter) -
„Egal was – Hauptsache, es wird geredet“ – so könnte eine heimliche Marketing-Strategie der Bayreuther Festspielleitungen lauten. Selbst in den Jahrzehnten der Alleinherrschaft Wolfgang Wagners gab es regelmäßig im Frühjahr ein „Skandalon“, das zum „Bayreuther Sommertheater“ führte. Damit war das einzige deutsche Festival von Weltgeltung in fast allen Kulturnachrichten und die Spannung Richtung „Festspieleröffnung am heiligen 25.Juli“ entsprechend gesteigert. Doch nun sogar: „Herbstnebeltheater“.

Bezüge und Querverweise: Shakespeare-Mendelssohns „Sommernachtstraum“ und Wagners „Meistersinger“ bei den Salzburger Festspielen

14.08.13 (Peter P. Pachl) -
Etwa zu dem Zeitpunkt, als „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Salzburg letztmals vor diesem Sommer auf dem Programm standen – 1938, in der Inszenierung des ingeniösen jüdischen Regisseurs Erich von Wymétal – erging durch die NS-Regierung an die in Nazi-Deutschland verbliebenen Tonsetzer die Aufforderung, Ersatzkompositionen für die mit Aufführungsverbot belegten Werke jüdischer Komponisten zu schaffen, dezidiert insbesondere für Felix Mendelssohn-Bartholdys Bühnenmusiken zu Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“.
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