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Alle Artikel kategorisiert unter »Vincent Wolfsteiner«

Analyse einer Liebesutopie – Wagners „Tristan und Isolde“ an der Oper Frankfurt

20.01.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Ensembleplanung – auch damit liegt die Oper Frankfurt vor vielen anderen Kompanien. Ein aus Wagners eigener Sicht „furchtbares“, anfangs sogar von den damaligen Wiener Philharmonikern für unspielbar gehaltenes Werk weitgehend mit eigenen Kräften besetzen zu können – darüber staunte unser Kritiker Wolf-Dieter Peter und glaubt, dass nach der Premiere bei einigen Sänger-Agenturen die Telefone heiß laufen …

Neunzigminütiger Digest – „Die Meistersinger von Nürnberg“ als Oper für Kinder in Bayreuth

29.07.19 (Peter P. Pachl) -
Während sonst für die Sonderreihe „Oper für Kinder“ bei den Bayreuther Festspielen ungewöhnliche Raumlösungen gefunden wurden, ist in diesem Jahr auf der Hälfte der Probebühne IV des Festspielhauses erstmals eine steile Tribüne errichtet. Auf der anderen Hälfte der Fläche der Probebühne ist das Orchester positioniert; davor eine Schusterwerkstatt, wie man sie auch auf dem Handwerkermarkt in Nürnberg zu sehen bekommt und in klassischer „Meistersinger“-Bühnenanordnung rechts davon das Haus Pogners – allerdings mit einem Balkon anstelle des für Beckmessers Ständchen obligatorischen Fensters zu Evas Zimmer. Ein Bericht von Peter P. Pachl.

Janáček verunklärt – „Aus einem Totenhaus“ an der Oper Frankfurt

02.04.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Uraufführungen schmücken ein Opernhaus, aber auch Interpretationsmaßstäbe setzende Inszenierungen. Die Oper Frankfurt kommt da immer wieder mit der „Neuenfels-Gielen-Aida“ und dem „Berghaus-Gielen-Ring“ ins Gespräch. Für ein bildlich „quer im Repertoire“ stehendes Werk wie Leoš Janáčeks „Aus einem Totenhaus“ gilt das auch: 1994 ließ Frankfurts damaliger GMD Sylvain Cambreling eine schon legendäre Brüsseler Produktion neu einstudieren: die bis ins Detail geformte psychische Deformationsstudie des medizinisch vorgebildeten Peter Mussbach für rund 30 Sängerdarsteller – eine unvergessliche „Wegemarke“.

Verkleidetes Leiden an der Welt

03.02.16 (Wolf-Dieter Peter) -
Verdis „Stiffelio“ an der Oper Frankfurt, eine lohenswerte Wiederentdeckung, meint unser Kritiker Wolf-Dieter Peter. Musikalisch großartig, in der Szene allerdings hektisch rotierend.

Selig twittert dein Weib: Wagners „Götterdämmerung“ am Staatstheater Nürnberg

12.10.15 (Juan Martin Koch) -
G wie Gibichungen – g wie google. Der Erkennungsbuchstabe der Suchmaschinenkrake prangt als Symbol eines Missverständnisses über dem ersten Aufzug dieser Nürnberger „Götterdämmerung“. Es besteht in dem Glauben, eine Inszenierung gewänne allein schon dadurch aktuelle Relevanz, dass Choristen Selfies machen, in den Pausen CNN läuft und ein paar Flüchtlinge mit Schlauchboot über die Bühne gehen. Regietheater für Dummies.

Leuchtende Liebe auf der Fernsehcouch: „Siegfried“ als kurzweilige Farce am Staatstheater Nürnberg

20.04.15 (Juan Martin Koch) -
Die Deutung des dritten Teils von Wagners Ring-Tetralogie als heiteres Intermezzo, quasi als Scherzo einer riesenhaften Vokalsymphonie, ist schneller herbeigeredet denn szenisch eingelöst. Regisseur Georg Schmiedleitner hat mit seinem Nürnberger „Siegfried“ für eine solche Deutung nun viel in die Waagschale geworfen: mit einigem Erfolg, jedoch nicht ohne Kollateralschäden.

Liebesnot in Kriegszeiten – Nürnbergs Oper beeindruckt mit einer Endzeit-„Walküre“ voll aktueller Bezüge

08.04.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Schon wie im Traum, ganz, ganz leise erinnert sich Diktator Wotan im Kamelhaarmantel an „der Augen leuchtendes Paar“ seiner Lieblingstochter Brünnhilde. Mit letzter matter Geste hat er sie hinter einer Feuerwand in Schlaf versenkt. Emotional ausgelaugt sackt er vorne auf einem Stuhl zusammen, seine Herrschaftslanze wie einen unnütz gewordenen Wanderstab im Arm – so könnte er ein Menschenalter später dem jungen Siegfried ein letztes Mal aufbegehrend den Weg versperren …

Konturscharfe Klangräume für ein fabelhaftes Wagner-Ensemble: „Tristan und Isolde“ in Nürnberg

24.10.12 (Juan Martin Koch) -
Der eigentliche Regisseur der Nürnberger „Tristan“-Produktion steht im Orchestergraben: Generalmusikdirektor Marcus Bosch schafft mit der überragend disponierten Staatsphilharmonie Klangräume, in denen Wagners Motivkonstellationen ihren Beziehungszauber entfalten können.
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