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Alle Artikel kategorisiert unter »Tanztheater«

I can’t dance

19.03.21 (Gordon Kampe) -
Welt, sei tapfer! Die Nachricht ist bitter: Ich tanze kein Ballett. Ich würde es gern, denn mein Körper ist ne Wucht und meine Mooves sind der Hammer. Aber ich ahne: Profis können das besser. Da ich das einsehe, fühle ich mich meiner demokratischen Grundrechte nicht beraubt und werde die vier kleinen Schwäne nur im Wohnzimmer aufführen. (Komponieren kann ich auch nicht und mach’s trotzdem, schon klar.)

Der Musik tanzend Raum geben

16.02.21 (Juan Martin Koch) -
Noch haben die diversen Lockdowns nicht auf den DVD/Blu-ray-Markt durchgeschlagen. So sind einige vorerst letzte Dokumente aus prall besetzten Opernhäusern mit voller Kapelle im Graben zu besichtigen.

Wander- und Erosionsbewegungen

26.12.20 (Roland H. Dippel) -
Es berührt eigenartig. In drei Theatern gelangten Tanz-Produktionen von Franz Schuberts „Winterreise“ kurz vor der zweiten Corona-Schließzeit ab 3. November zur Uraufführung: In Augs­burg das Tanztheater von Ricardo Fernando auf Hans Zenders „komponierte Interpretation“, in Nordhausen Schuberts Original für Klavier mit Bariton unter der Titelerweiterung „Winterreise oder Stationen einer Flucht“ von Ivan Alboresi mit Musik von Davidson Jaconello und in Trier zu Roberto Scafatis Choreografie (neben Musik des 2018 verstorbenen Isländers Jóhann Jóhannsson).

Dreißig Jahre später

28.11.20 (Roland H. Dippel) -
„Alles nicht wahr“ – Oh doch! Gleich nach dem Beginn des zweiten Lockdowns hätte die 30. Leipziger Euro-Scene am 4. November starten sollen. Schon einige Tage früher hatte der österreichische Musiktheater-Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan für sich und seine Ensembles abgesagt. Die Gastspiele von Musicbanda Franui und Habjan mit „Alles nicht wahr“ nach Liedern von Georg Kreisler und „The hills are alive (Die Berge leben)“, ein Stück über die Trapp-Familie vom Schauspielhaus Graz, werden eventuell nachgeholt – vielleicht sogar in einem Extrablock der Euro-Scene 2021.

„The american dream“ – in Schwerin auf Deutsch geträumt

30.09.20 (Arndt Voß) -
Man kommt nicht umhin, Corona zu erwähnen, auch wenn viele Häuser inzwischen routiniert damit umgehen. Glück hat Schwerin. Sein altehrwürdiges Haus hatte schon zur Eröffnung 1886 eine wirksame Entlüftung bekommen. Folge allerdings: der Raum kühlt stark ab und das begrenzt damals wie heute eine Aufführung auf anderthalb Stunden, die dann jedoch bei gesunder Frischluft erfolgt (und die scheut nicht nur Covid-19). Vorausweisend zudem, dass alle Bereiche im Zuschauerraum eigene Zugänge bekamen, steil und zugig zwar, doch geeignet zur Rettung vor Feuer damals, heute vor dem Virus. Da erweist sich auch die Maßnahme, die Garderoben zu schließen, als Vorteil, entledigt man sich doch der Garderobe erst am Platz und hat sie dann griffbereit neben oder vor sich. Sind alle Auflagen erfüllt, kommen die ca. 170 Opernenthusiasten schnell hinein und wieder heraus.

Entlarvtes Glamour-Glimmer-Elend – Die Zeitlosigkeit von Pina Bauschs Brecht-Weill-Abend in Wuppertal

08.03.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Weniges ist „toter“ als museales Musiktheater. Das war an den Wiederbelebungsabenden von Felsenstein-, Wieland-Wagner- oder Karajan-Inszenierungen zu erleben. Doch die Pina-Bausch-Company beweist derzeit das Gegenteil: unter der nach langen Querelen nun etablierten Direktion von Bettina Wagner-Bergelt erwiesen sich Pinas „Macbeth“- und „Blaubart“-Adaptionen als erschreckend „heutig“. In die Standing Ovation am Schluss der Neueinstudierung des Brecht-Weill-Abends von 1976 stimmte auch unser Kritiker Wolf-Dieter Peter ein.

Wer sind wir? – Begeisternde Premiere einer neuen Tanztruppe „of curious nature“ in Bremen

01.03.20 (Ute Schalz-Laurenze) -
Ein Riesenprojekt, das die Choreographen Helge Letonja (Bremen) und Felix Landerer (Hannover) mit zahlreicher Hilfe erfolgreich zu Ende führen konnten: die Gründung einer neuen Tanztruppe mit TänzerInnen aus dem ganzen norddeutschen Raum, die sich „of curious nature/TanzRAUM Nord“ nennt und gestern Abend im kleinen Haus eine überwältigende Premiere feiern durfte.

Innen wird sichtbar – Pina Bauschs „Blaubart“-Adaption in Wuppertal

26.01.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Nicht nur der legendäre Probenraum „Lichtburg“ der bis letztes Jahr von Querelen geschüttelten Pina Bausch Company ist gerettet. Unter der neuen künstlerischen Intendantin Bettina Wagner-Bergelt werden auch die Tanzgeschichte machenden Werke mit größtmöglicher Ernsthaftigkeit einstudiert – jetzt „Blaubart. Beim Anhören einer Tonbandaufnahme von Béla Bartóks Oper „Herzog Blaubarts Burg“ - und unser Kritiker Wolf-Dieter Peter prüfte, ob sich die herausfordernde Verstörung von 1977 wieder einstellen würde.

De Keersmaekers Choreographien gehn ins Museum

30.10.19 (dpa) -
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen wird für knapp zwei Wochen zur Bühne für modernen Tanz. Im stündlichen Wechsel werden bei freiem Eintritt vier Kreationen der belgischen Choreographin Anne Teresa De Keersmaeker aufgeführt. Ab 12 Uhr tanzen zur vollen Stunde zwei Tänzerinnen Teile ihrer berühmten Performance „Fase“ zur Musik des Komponisten Steve Reich.

Musikalisches Niemandsland: „Spieltriebe 8“ am Theater Osnabrück – Drei musikalische Uraufführungen auf Route Rot

10.09.19 (Roland H. Dippel) -
Das Osnabrücker Symphonieorchester feiert in der Spielzeit 2019/20 sein hundertjähriges Bestehen und war auch deshalb in der Route „Gottes Konkurrenz“ des achten Festivals „Spieltriebe“ in einem eigenen Block mit drei Uraufführungen zu erleben: Insgesamt zwölf neue Theaterarbeiten gab es vom 6. bis zum 8. September unter dem Motto MENSCH®. Eine theatrale Rundreise vor Ort von Roland H. Dippel.
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