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Alle Artikel kategorisiert unter »Arrigo Boito«

Das Salz in der Suppe – Karen Stone inszeniert am Theater Magdeburg Verdis „Falstaff“

13.09.21 (Joachim Lange) -
Giuseppe Verdis „Falstaff“ gehört zu den Meisterwerken der Operngeschichte, die immer besser werden, je öfter man sie hört. Es ist die Vielzahl der Köstlichkeiten, die verführt. Und man freut sich nach dem Aufblitzen und wieder Verschwinden der einen schon auf die nächste. Klar sind da keine Arien über die Rampe zu schmettern. Auch schwelgerisches Anschmachten taucht nur als ironisch akustisches Augenzwinkern auf. Aber die Souveränität, die Entdeckerfreude und auch die Lust, sein Publikum (als fast Achtzigjähriger) noch einmal zu überraschen, wo er es doch schon seit Jahrzehnten quasi in der Tasche hatte, das imponiert bei jeder Wiederbegegnung mit dem Werk.

Unvollkommenes allenthalben – Die Bregenzer Festspiele eröffnen mit Arrigo Boitos Opern-Rarität „Nerone“

22.07.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Suche und Präsentation von seltenen „Opern-Gewächsen“, nach bislang nicht im Shop käuflichen „Orchideen“ ist schätzenswerter Bestandteil der Bregenzer Dramaturgie. Manchmal nur blüht die Ausgrabung nicht auf, sondern besitzt lauter Merkmale von Hypertrophie.

Bregenzer Festspiele starten mit «Nero» in 75. Saison

20.07.21 (dpa) -
Bregenz - Mit der Premiere der Oper «Nero» von Arrigo Boito starten am Mittwoch die diesjährigen Bregenzer Festspiele. An der heute selten gespielten Tragödie über den berüchtigten römischen Kaiser arbeitete Boito mehr als 50 Jahre lang.

Bregenzer Festspiele setzen 2020 auf die Opern «Nero» und «Rigoletto»

14.11.19 (dpa) -
Bregenz - Die vergangene Saison lief gut für die Bregenzer Festspiele - mit ausverkauften Vorstellungen und vollen Zuschauerrängen. Das wollen die Macher im kommenden Jahr erneut erreichen - neben Verdis Oper «Rigoletto» auch mit einem Werk über den berüchtigten Kaiser Nero.

Lieber konsumieren als denken! – Boitos Faust-Oper „Mefistofele“ in Chemnitz

29.09.19 (Roland H. Dippel) -
Balázs Kovalik wiederholt an der Oper Chemnitz seine Budapester Inszenierung von Arrigo Boitos anspruchsvoller und herausfordernder Faust-Oper „Mefistofele“. Damit ergänzt das Opernhaus seine Produktion von Faccios „Amleto“ um ein weiteres wichtiges Werk aus dem Umfeld Verdis. Zu aggressiven Ausschreitungen kommt es in dieser Inszenierung nicht. Zentrale Themen von Kovaliks Inszenierung sind die Abstumpfung der Massen durch Konsum und deren Gleichgültigkeit bei ethischen und ästhetischen Fragestellungen. Riesiger Erfolg für ein technisch aufwändiges und dabei skeptisches Zivilisationspanorama, findet Roland H. Dippel.

Der König ist immer der Mörder – „Hamlet“ von Franco Faccio in Chemnitz

06.11.18 (Michael Ernst) -
Shakespeare-Dramen sind immer schon großartige Opernvorlagen gewesen. Aber ausgerechnet sein „Hamlet“ scheint im Musiktheater sehr rar zu sein. Weil das Original zu perfekt ist? Richard Wagner war ja der Meinung, „Hamlet“ gehe den Musiker nichts an. Dabei soll es allein in den vergangenen zwei Jahrhunderten rund 40 höchst unterschiedliche Versuche gegeben haben, sich mit dem Stoff zu beschäftigen. Neben Franz Liszts Sinfonischer Dichtung und der Oper von Ambroise Thomas sind aber kaum Deutungen im Repertoire geblieben, ob es Timo Jouko Herrmann mit seiner in Dortmund herausgekommenen Version „Hamlet – Sein oder Nichtsein“ schaffen wird, daran etwas zu ändern, bleibt abzuwarten.

Sieg der Titelrolle – Verdis „Falstaff“ bei den Festtagen der Staatsoper Berlin

26.03.18 (Peter P. Pachl) -
Die Figur des Falstaff in der Opern von Nicolai, Vaughan Williams und Verdi wird gewöhnlich verlacht und nicht ernst genommen. In Verdis später Oper auf das Libretto des Komponistenkollegen Arrigo Boito dreht er am Ende den Spieß um und hält mit „Tutti gabbati“ dem Publikum als den ebenfalls Gefoppten den Spiegel vor. In der neuen Inszenierung der Staatsoper Unter den Linden verlagert Filmregisseur Mario Martoni („Leopardi“) die Handlung nach Shakespeares „The Merry Wives of Windsor“ in die Gegenwart: Falstaff ist bei ihm ein Spätachtundsechziger, weder dick, noch grauhaarig – und von vornherein sympathisch.

Wie Balsam ins Ohr geträufelt – Franco Faccios „Hamlet“ bei den Bregenzer Festspielen

21.07.16 (Peter P. Pachl) -
Eine Wiederaufführung, die beinahe einer Uraufführung gleichkommt, erwartet die Besucher der Bregenzer Festspiele in diesem Jahr im Festspielhaus: Seit 1871 wurde diese Oper des Verdi- und Wagner-Dirigenten Franco Faccio in Europa nicht mehr gespielt; damals fiel sie an der Scala durch, da der Sänger der Titelpartie erkrankt und die Zeit für einen „Hamlet ohne Hamlet“ offenbar noch nicht reif war. Nach diesem Fiasko soll der frustrierte Komponist keine Note mehr geschrieben haben. Aber seine zweite Oper, der 1865 in Genua uraufgeführte „Amleto“, geisterte als Kuriosum weiter durch die Musikliteratur.

Alter Stoff ganz neu - Faust-Oper «Mefistofele» in Baden-Baden

16.05.16 (dpa, Martin Roeber) -
Baden-Baden - Arrigo Boitos «Mefistofele» steht für einen der größten Flops der italienischen Operngeschichte. Die Uraufführung der ersten Fassung 1868 in Mailand dauerte gute sechs Stunden und endete im Tumult. Doch der Komponist (1842-1918) gab nicht auf - und präsentierte Jahre später eine auf zweieinhalb Stunden verschlankte Version. Im Baden-Badener Festspielhaus feierte die Oper nun eine umjubelte Premiere - mit Bariton Erwin Schrott als Mephisto und dem Tenor Charles Castronovo als Faust.

Wohl „ganz gesellschaftskritisch“ gemeint

25.10.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Faust triumphiert im Bühnenbildtheater – Münchens Staatsoper bietet Arrigo Boitos „Mefistofele“ erstmals szenisch. Wolf-Dieter Peter war dabei.
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