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Alle Artikel kategorisiert unter »Brigitta Muntendorf«

Der Musikautorenpreis und eine Milliarde

01.05.17 (Martin Hufner) -
Seit 2009 ist der Musikautorenpreis der GEMA installiert: Autoren ehren Autoren war von Anfang an das Motto. Man feiert die Komponisten und Texter, die sich auf besondere Art und Weise verdient gemacht haben – nicht in ihrer Tätigkeit als Funktionäre, sondern als Urheber. Sie sind zuständig für den musikalischen Treibstoff der Gesellschaft. Mittels dieses Treibstoffes gelang es der GEMA im letzten Jahr, Erträge in Rekordhöhe für ihre Mitglieder einzufahren: mehr als eine Milliarde Euro (1.024,4 Mio.) nämlich.

Deutscher Musikautorenpreis 2017: Die Gewinner (Muntendorf, Neuwirth, Schreier)

31.03.17 (pm-gema) -
Bei der neunten Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises ehrte die GEMA in Berlin Komponisten und Textdichter für ihr herausragendes musikalisches Schaffen. Zu den Preisträgern zählen Anno Schreier, Brigitta Muntendorf, Wallis Bird, Irma Holder, Sebastian Krämer, Kerstin Ott und Olga Neuwirth. Für ihr Lebenswerk wurde Sofia Gubaidulina gewürdigt.

Brigitta Muntendorf und Von Wegen Lisbeth erhalten den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Nachwuchs“

21.03.17 (PM) -
Die GEMA zeichnet die Komponistin Brigitta Muntendorf und die fünf Musikautoren der Band Von Wegen Lisbeth mit dem Deutschen Musikautorenpreis für ihr herausragendes musikalisches Schaffen aus. Die Preisverleihung findet am 30. März 2017 im Berliner Ritz-Carlton statt.

Über-Performativ und reichlich weiblich – Das Festival Eclat in Stuttgart am ersten Februarwochenende

06.02.17 (Andreas Kolb) -
Stuttgarts größtes Festival für Neue Musik nennt sich Eclat, hätte aber dieses Jahr auch den Titel „Plädoyer für selbstbewusste Komponistinnen“ tragen können: Als ein solches hatten die künstlerischen Leiterinnen Christine Fischer und Lydia Jeschke das Programm der beiden ersten Tage formuliert. Jung, weiblich, und visuell – das war ein gemeinsamer Tenor, dennoch hätten die acht ersten Konzerte aus weiblicher Feder unterschiedlicher nicht sein können. Einzig der Hang zum Über-Performativen, zum Konzept, kurz zu einer Gehaltsästhetik ganz im Sinne eines Harry Lehmann, war ihnen gemeinsam.

Manchmal hat man als Frau auch einen Vorteil

12.10.16 (Barbara Haack) -
Sind die Netzwerke in der Neuen Musik männlich? Und warum sind Quotenfrauen für Festivalmacher von Interesse? Um diese und ähnliche Fragen dreht sich das Gespräch zwischen nmz-Herausgeberin Barbara Haack und der Komponistin Brigitta Muntendorf. Mehr zum Thema Frau und Musikbetrieb auf den Seiten 3, 4, 17, 18 und 19.

Auf der Suche nach dem verlorenen Gesang

09.07.16 (Juan Martin Koch) -
„Seit Ewigkeiten hatte ich den Plan, ein Buch zu schreiben, das mit diesem Satz anfangen sollte. Das einzige Problem war nur: Wie sollte es danach weitergehen?“ Es dauert einige Zeit, bis dieser erste Satz als Einblendung über der Bühne steht. Immer wieder ruckelt der Computercursor löschend zurück, setzt der unsichtbare Autor neu an.

Public Viewing einmal anders – Die Münchner Biennale für neues Musiktheater

10.06.16 (Anna Schürmer) -
Läuft man die Zufahrtsstraße zum Münchner Muffatwerk entlang, passiert man eine Ahnengalerie von Plakaten, die kommende Ereignisse ankündigen. Eines davon zeigt einen sehr dicken Mann, der voller Energie ausholt, um einen Ball – den sein imposanter Bierbauch doppelt – vollspann ins Tor zu donnern. Klar, die Fußball Europameisterschaft steht vor der Tür und ist in Zeiten des Public Viewing auch außerhalb der Stadien ein einträgliches Geschäft, genährt von den Erwartungen an ein neuerliches Sommermärchen.

Bündnisse schließen und sichtbar machen

05.06.16 (Georg Becke) -
Witten – das ist das Festival, das seine konkrete Utopie im Namen führt. Und sich doch nicht selten so gibt, als hätte es vergessen, worauf sich sein Glücksver­sprechen gründet. So wie der erwachsene Mensch zuweilen verlegen lächeln muss, wenn er an seinen Taufspruch erinnert wird. Der für Witten eine Musiziertradition darstellt, über die eine experimentell ausgerichtete Avantgarde eigentlich längst glaubte hin­aus­­ge­kommen zu sein. Kammermusik nämlich (und nichts anderes ist der Tauf­spruch für Witten) war ja immer schon mehr als eine bloße Auskunft über Besetzungsgrößen („zwei bis neun Spieler“), über Aufführungsorte („kleine bis mittel­große Räume“) und auch mehr als die praktische Folgerung aus gewissen satztech­nischen Notwendig­eiten der durchbrochenen Arbeit. All dies spielt hinein und trifft doch nicht das Zauberwort.

NOW-Festival in Essen erforscht die Zwischenwelten

29.10.15 (Stefan Pieper) -
Vergessen Sie alles, was Ihnen als gewohnte musikalische Parameter vertraut sind. Verlassen Sie die rigide Ordnung von Tonhöhen und tauchen ein in die reichhaltigen Zwischenwelten von Mikrointervallen. Und spüren die Poesie, welche von Glissandi und reibungsvollen Schwingungsverläufen ausgehen kann...

Gibt es ein Leben außerhalb der Neuen Musik?

01.03.15 (Andreas Kolb) -
Anstatt zu sagen, er macht gute Musik, muss man bei dem Komponisten Johannes Kreidler eher sagen, er denkt gute Musik. Der Compositeur provocant wurde seiner Rolle als Konzeptkünstler auch beim jüngsten Festival für Neue Musik Eclat Anfang Februar in Stuttgart gerecht. Er hatte sich Ravels „Bolero“ vorgeknöpft und einfach die beiden eingängigen Melodien weggelassen. Übrig blieb ein Bolero-Skelett mit dem bekannt-markanten Rhythmus sowie dem unnachahmlichen Crescendo, im Unhörbaren begonnen und ins Brachiale gesteigert vom SWR Sinfonieorchester Stuttgart unter Rupert Huber. Die gewaltige Wirkung beruhte auch darauf, dass Kreidler den Rhythmus für die sonst arbeitslos gebliebenen Bläser neu arrangiert hatte. Kreidler hatte Ravels Konzept sozusagen auf die Spitze getrieben – ob sein „Bolero“ durch dieses Raffinement zu Neuer Musik geworden war, darüber war sich das (Fach-)Publikum nicht einig. Kreidler gelang nicht nur ein interessanter Blick auf Vorbilder aus der Musikgeschichte, sondern auch ein Affront gegenüber der Neuen Musik: Kann ein Arrangement eines Klassik-Hits Neue Musik sein?
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