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Alle Artikel kategorisiert unter »Chaya Czernowin«

Geräuschvolles Seelengemälde – Uraufführung von Chaya Czernowins „Heart Chamber“ an der Deutschen Oper Berlin

17.11.19 (Peter P. Pachl) -
Erfreulich, dass die Deutsche Oper Berlin alljährlich einen Kompositionsauftrag für eine neue Oper vergibt. Die Wahl fiel diesmal auf die besonders erfolgreiche, 1957 in Haifa geborene Komponistin Chaya Czernowin. Deren erste Oper war – ein seltener Fall bei Neuschöpfungen – wiederholt inszeniert worden, unter anderem auch von Claus Guth, der damit für die Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin prädestiniert schien. Die extrem aufwändige Produktion wurde sehr positiv aufgenommen. Peter P. Pachl rezensiert.

Elementare Klangphysik

16.02.18 (Dirk Wieschollek) -
Seit 2011 dokumentiert die Ernst von Siemens Musikstiftung die Arbeit ihrer Förderpreisträger in einer eigenen CD-Reihe mit namhaften Interpreten. Die aktuellen Preisträger heißen Milica Djordjevic, David Hudry und Gordon Kampe. Für stilistische Vielfalt ist also gesorgt, für die traditionell hohe Qualität der Auswahl ebenfalls:

Idyllen, Inferno und mancherlei Rätselhaftes

03.11.17 (Gerhard R. Koch) -
„Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“ – in diesem schönen frühen Film (1968) Alexander Kluges, dessen Kino-Kunst leider kaum mehr sonderlich präsent ist, will die Zirkus-Erbin Leni Peikert mit ihrem „Reform“-Unternehmen, inklusive Elefanten auf dem Hochseil, übers „Gebirge“ ziehen, um das Genre authentisch zu erhalten: „Menschen, Tiere, Sensationen“ zu höherem, lauterem Zweck präsentieren. Doch die ganz große Utopie misslingt, es bleiben die kleinen Schritte auf dem langen Marsch durch die Institutionen.

Donaueschinger Musiktage 2017 – Sonntag

Der letzte Festivaltag: Misato Mochizuki beschäftigt sich in ihrem Werk „Têtes“ – aufgeführt vom Ensemble Musikfabrik und dem Sprecher Paul-Alexandre Dubois – mit den Themen Übernatürlichkeit und Identitätsverlusts. Bill Dietz greift mit seiner „L‘école de la claque“ ins Konzert ein. Und im Abschlusskonzert der diesjährigen Donaueschinger Musiktage wird Séverine Ballon in Chaya Czernowins Solokonzert „Guardian“ für Violoncello und Orchester vom SWR Symphonieorchester begleitet.

Verbindlichkeit und Radikalität – Mozarts und Czernowins „Zaide/Adama“ in Freiburg

18.06.17 (Georg Rudiger) -
Eine Uraufführung am Ende einer Amtszeit? Dazu gehören Mut und Selbstvertrauen. Mit der Premiere von „Zaide/Adama“, der letzten in der Amtszeit der Intendantin Barbara Mundel und Operndirektorin Dominica Volkert, verabschieden sich die Freiburger Musiktheatermacherinnen von ihrem Freiburger Publikum nicht mit einem Zuckerl, sondern einer harten Nuss, die es zu knacken gilt – und die dann doch allzu schwer im Magen liegt.

Im Westen was Neues – Chaya Czernowins „Infinite Now“ in Gent und Mannheim

28.05.17 (Frieder Reininghaus) -
Im Jahr 2014 wurde in vielen Ländern Europas an den Beginn des ersten Weltkriegs 1914 erinnert – an Sarajewo und die trügerischen Hoffnungen auf rasche Siege, den Terror des ‚Stellungskriegs‘ und den monströsen ‚Blutzoll‘ auf beiden Seiten der festgefahrenen Fronten. Bald aber wurde diese Komponente der Gedenkkultur wieder kleinlaut, wiewohl das unerbittliche militärische Ringen um die Neugestaltung der globalen Machtverhältnisse mehr als vier Jahre anhielt und in eine weltgeschichtliche Phase der revolutionären Umgestaltung überging. 2017 hat zunächst die Westfront der Erinnerungsbemühungen wieder auf sich aufmerksam gemacht (und ein intensiverer Blick auf das Russland vor hundert Jahren dürfte folgen). Aber Luther und das Reformations-Jubiläum bestimmen hierzulande die Kulturszene mit den grellsten Werbe-Slogans („Zwei Städte für ein Halleluja“ etc.). Gegenläufig zum medialen Stolz insbesondere der Nordostdeutschen auf „ihren“ Luther verweist die Region Flandern z.B. auf die monströsen Schlachten, die hier vor hundert Jahren stattgefunden haben.

Der Blick in den Abgrund der Klänge

19.05.17 (Max Nyffeler) -
Mit Musik von und mit und aus: Isidora Žebeljan, Oscar Strasnoy, Wolfgang Rihm, Joanne Metcalf, Richard Barrett, Ivan Moody, Salvatore Sciarrino, Hilliard Ensemble, Mauricio Kagel, Francesco Filidei, Michael Beil, Edition Musikfabrik, Singer Pur und Chaya Czernowin.

Re-Formation

02.04.17 (Rainer Nonnenmann) -
Jahrhunderte lang gab die Kirche neue Musik in Auftrag und stellte dafür Räume, Chöre, Solisten und Instrumentalisten zur Verfügung. Das Schaffen von Dufay, Ockeghem, Lassus, de Rore, Gabrieli, Monteverdi, Schütz, Bach und vielen anderen ist anders nicht denkbar.

Heimat als Summe von Orten und Kontakten

03.05.16 (Leonie Reineke) -
Konzert oder Gottesdienst? Als der Sänger auf der Bühne plötzlich begann, liturgische Verse des Mincha-Gebets vorzutragen und auch das Instrumentalensemble und einige Personen im Publikum mit einstimmten, stellte sich das ebenso befremdliche wie faszinierende Gefühl ein, einer synagogalen Andacht beizuwohnen. Die von dem Bariton und Kantor Assaf Levitin dargebotenen jüdischen Gesänge waren allerdings nur einer von mehreren Bausteinen des Projekts „Mekomot“, das in diesem Jahr das Kölner „Forum neuer Musik“ des Deutschlandfunk unter dem Motto „Jüdische Identitäten“ eröffnete.

Jüdische Identitäten

01.03.16 (Andreas Kolb) -
Seit dem Frühjahr 2000 veranstaltet der Deutschlandfunk in Köln das internationale Werkstattfestival „Forum neuer Musik“. Es verbindet zeitgenössisches Komponieren mit neuem kulturwissenschaftlichen Denken und widmet sich gezielt gesellschaftlich relevanten Themen. Kompositionsaufträge werden vergeben, Musikhochschulen sind regelmäßig im Boot. Und es gibt namhafte Förderer. nmz-Chefredakteur Andreas Kolb sprach mit DLF-Redakteur Frank Kämpfer, der das Forum zum 15. Mal kuratiert.
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