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Alle Artikel kategorisiert unter »Daniel Behle«

Fulminant, überbordend, witzig – „Die Meistersinger von Nürnberg“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.19 (Peter P. Pachl) -
Spannend zu erleben, wie es in Bayreuth Inszenierungen gibt, die auf den ersten Blick Interesse auf Vertiefung machen, sich dann aber als wenig sinnerhellend herausstellen, andere hingegen, die von Jahr zu Jahr im Sinne der Weiterarbeit, der Idee der „Werkstatt Bayreuth“ folgend, wachsen und reifen. Die Abfolge der Premieren „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“, obendrein mit identischer Besetzung in den Hauptpartien von Sopran und Tenor, ist ein Beispiel für ein sich weiter verdichtendes, an Witz und Spannung nicht abnehmendes Kunstwerk des Tertiärschemas im Kreativprozess des Musiktheaters. Peter P. Pachl analysiert.

Divergierende Erzählebenen: Tobias Kratzer inszeniert „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen [Nachtrag]

26.07.19 (Peter P. Pachl) -
Mit Bravos und Buhs ist Tobias Kratzers Inszenierung des „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen aufgenommen worden. Unser Rezensent Peter P. Pachl sah eine unterhaltsame Aufführung, bei der die verschiedenen Erzählebenen nicht immer zueinander finden wollten, hörte gute Sängerleistungen und ein wenig überzeugendes Dirigat Valery Gergievs.

Schwarzer Humor, laut belacht – Die „Meistersinger“ bei den Bayreuther Festspielen aufpoliert

29.07.18 (Peter P. Pachl) -
Durch einen Einblick in die quirlige Selbstdarstellung Wagners im Haus Wahnfried, mit Salon-Weihfestspielen noch vor Eröffnung des Festspielhauses, hatte Barrie Koskys Inszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ im Vorjahr mit viel Witz das Publikum im Sturm erobert, so dass die in den nachfolgenden Aufzügen erfolgende Aufarbeitung von Judenpogrom und Nürnberger Prozessen als schwarzer Humor in Kauf genommen wurden.

Zur Uraufführung von George Alexander Albrechts „Requiem für Syrien“ in Dresden

06.06.18 (Roland H. Dippel) -
Innerhalb von elf Tagen kamen im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele 2018 zwei Uraufführungen in Anlehnung an Traditionen der christlich-europäischen Sakralmusik heraus. Mit der „Universaloper“ „Buddha Passion“ komponierte Tan Dun inspiriert durch Bachs „Matthäuspassion“ eine episch-dramatische Szenenfolge mit finaler Apotheose. „Requiem für Syrien“ von George Alexander Albrecht (komponiert 2016/17) ist ein von der Liturgie gelöstes, dabei der christlichen Tradition verpflichtetes Opus, das die enge Bindung an die Spätromantik nicht verleugnet und durch eine starke innere Balance bewegt. Also eine Partitur, deren emotionale Haltung mit objektivierenden Rezeptionsmustern nur schwer zu fassen ist.

Bayreuther Festspiele: „Rheingold“ variationenreich von Frank Castorf überarbeitet

30.07.17 (Peter P. Pachl) -
Während die im Wagner-Jubiläumsjahr 2013 besonders diskrepant aufgenommene Inszenierung „Der Ring des Nibelungen“ von Frank Castorf in den vergangenen beiden Sommern offenbar von seinem Assistenten in Schwung gehalten wurde, aber außer der kontinuierlichen Vermehrung junger Krokodile im „Siegfried“ kaum deutliche Aspekte der „Werkstatt Bayreuth“ aufwies, hat der Regisseur jetzt, nach Beendigung seiner Intendanz an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, sich für die letztmalige Wiederholung in Bayreuth erneut gründlich Probenzeit genommen und Modifikationen erarbeitet.

Von der Villa Wahnfried zu den Nürnberger Prozessen: Barrie Koskys „Meistersinger“-Inszenierung eröffnete den Bayreuther Premierenreigen

26.07.17 (Peter P. Pachl) -
Als „erster jüdischer Regisseur in Bayreuth“, so Barrie Kosky, hatte er sich zunächst nur schwer dazu durchringen können, „Die Meistersinger von Nürnberg“ zu inszenieren. Dann aber hatte der Chef der Berliner Komischen Oper einen sehr originellen Interpretationsansatz gefunden, von Wagners Salon-Weihfestspielen in der Villa Wahnfried bis zu den Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozessen. Das witzige, bisweilen optisch verstörende Konzept, musikalisch gestützt durch eine überaus eigenwillige Interpretation von Philippe Jordan, machte den offiziellen Eröffnungsabend der Bayreuther Festspiele zu einem gefeierten Triumph.

„Capriccio“ von Richard Strauss im Theater an der Wien

20.04.16 (Frieder Reininghaus) -
Ein Ausflug in die Welt von gestern mit einigen Abstechern. Frieder Reininghaus war bei der Premiere dieses von Tatjana Gürbaca in Szene gesetzten eigenartigen Stoffs. Gürbacas Inszenierung verknüpfe „das werkimmanente Konflikt-Potential mit dem einen oder anderen Fingerzeig auf die militaristischen und gewalttätigen Kontexte im Entstehungszeitraum des Werks (bis hin zur Andeutung von Bücherverbrennung).“

Strauss schwappt von Salzburg nach Sachsen – Richard Strauss‘ „Arabella“ an der Semperoper Dresden

09.11.14 (Michael Ernst) -
Seit die Sächsische Staatskapelle das Orchester der Osterfestspiele Salzburg ist, sind die dortigen Opern Koproduktionen mit der Semperoper Dresden. Das „Parsifal“-Debüt von 2013 scheint aus guten Gründen vergessen zu sein, aber die diesjährige „Arabella“ wurde nun glanzvoll an die Elbe gesetzt.

Zwei Schwestern Oder: Arabella und Zdenka – Strauss bei den Osterfestspielen Salzburg

13.04.14 (Michael Ernst) -
Der zweite Jahrgang der „Dresdner“ Osterfestspiele in Salzburg steht ganz im Zeichen von Richard Strauss. Zum Auftakt gab es dessen „Arabella“. Eine Besetzung mit großen Namen – und noch größeren Entdeckungen. „Arabella“ heißt sie, aber „Arabella und Zdenka“ müsste sie heißen, denn in dieser Oper geht es von A bis Z um beide Schwestern, um zwei Wesen aus einer Familie, die einander näher – und zugleich unterschiedlicher – kaum sein könnten.

Anti-Märchen in „Höllastadt“: Engelbert Humperdincks „Königskinder“ an der Oper Frankfurt

01.10.12 (Juan Martin Koch) -
Sie können zusammen nicht kommen, die Wunden sind viel zu tief: Vergeblich strecken die Königskinder in David Böschs Frankfurter Inszenierung am Ende ihre Hände aus. Mit diesen haben sie sich zuvor gegenseitig das Schwert in den Leib gestoßen, weil das verwunschene Brot den ersehnten Liebestod nicht hatte herbeiführen können.
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