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Alle Artikel kategorisiert unter »Dmitri Schostakowitsch«

Naturalismus versus Abstraktion – „Lady Macbeth von Mzensk“ in Frankfurt

04.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Eine gegen dominierende patriarchale Strukturen mörderisch aufbegehrende Frau und der direkt über den massiven Blechbläsern samt Schlagwerk sitzende Stalin samt Parteientourage – das musste 1934 lebensgefährlich schief gehen: der 28jährige Dmitri Schostakowitsch fürchtete fortan um sein Leben. Das ist vorbei – doch in unseren „#metoo“-Zeiten ist das Werk virulenter denn je – weshalb unser Kritiker Wolf-Dieter Peter auf eine sehr „heutige“ Deutung hoffte.

Vorwärts, der Nase nach! – Die Hamburgische Staatsoper eröffnet die Spielzeit mit Dmitri Schostakowitschs „Die Nase“

08.09.19 (Joachim Lange) -
Ja wo läuft sie denn, wo läuft sie denn hin? So ließe sich trefflich wundern. Wann führt schon mal eine Nase ein von ihrem Besitzer losgelöstes Eigenleben. Macht Karriere als Staatsrat. Treibt ihren Besitzer durch ihre Abwesenheit zur Verzweiflung. Und bringt ein wenn nicht wohl- so doch zumindest geordnetes Gemeinwesen vollkommen durcheinander. Russland respektive die Sowjetunion waren (und sind?) in der Beziehung ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Unterm Zaren bei Nikolai Gogol, der 1836 die Novelle schrieb und bei Dmitri Schostakowitsch (1930) unter dessen rotem Nachfolger. Mit der Groteske kommt man dem zaristischen wie dem bolschewistischen Russland ziemlich nahe.

Vier Tage zum Zehnten – 10. Internationale Schostakowitsch-Tage Gohrisch

25.06.19 (Michael Ernst) -
„Das Jahr 1905“ und die Jahre 1960, 2010, 2019 – alle im Zeichen von Schostakowitsch. Drei Tage im Juni haben dem Komponisten Dmitri Schostakowitsch genügt, um sein womöglich persönlichstes Werk (so jedenfalls wird es immer wieder gern apostrophiert) zu verfassen. Zwischen dem 12. und 14. Juni 1960 entstand im sächsischen Kurort Gohrisch das 8. Streichquartett c-Moll op. 110, die einzige außerhalb seines Heimatlandes verfasste Komposition.

unüberhörbar 2018/09

08.09.18 (Hanspeter Krellmann) -
Franz Liszt: Eine Faust-Symphonie. Hansjörg Albrecht (Orgel und Transkription). Oehms Classics +++ Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester Nr. 1, op.35, Jazz Suite Nr.2, The Golden Age, op.22. Antonii Baryshevskyi, Romain Leleu, Brandenburgisches Staatsorchester, Howard Griffiths. Klanglogo +++ Einojuhani Rautavaara: Werke für Cello und Klavier. Tanja Tetzlaff, Cello; Gunilla Süssmann, Klavier. Ondine

Internationale Schostakowitsch-Tage mit Schostakowitsch-Uraufführung

25.06.18 (Michael Ernst) -
Gibt es das, ein Musikfest, das seit beinahe zehn Jahren besteht und noch nie enttäuscht hat? Das gibt es. In einem beschaulichen Kurort in der Sächsischen Schweiz, eine knappe Stunde östlich von Dresden, dorthin lockt seit 2010 ein kleines, aber sehr feines Fest eine stetig wachsende Hörergemeinde.

Der richtige Riecher – Schostakowitschs „Die Nase“ an der Komischen Oper Berlin

17.06.18 (Peter P. Pachl) -
Die zunächst in London, dann in Sidney laufende „Nase“ in der Inszenierung von Barrie Kosky ist in Berlin angekommen. In deutscher Übersetzung setzt sie endlich einmal den von Beginn bis zu dieser Intendanz-Ära an der Komischen Oper als Alleinstellungsmerkmal ausschließlich geübte Praxis der Opernaufführungen in Landssprache fort. Die umjubelte Premiere von Schostakowitschs frühem Opern-Wurf wurde zu einem späten Höhepunkt dieser Saison und zugleich zu einem hoffnungsreichen Einstand für den künftigen GMD Ainārs Rubiķis.

Gediegener Sozialrealismus mit einer guten Dosis Theaterhumor – „Lady Macbeth“ bei den Salzburger Festspielen

03.08.17 (Frieder Reininghaus) -
Lange sah man im 20. Jahrhundert Katerina Ismailowa, die tragische Heldin Dmitri Schostakowitschs, eingesargt in das ländlich-rückständige Russland. Dem entstammt die Figur – einer Novelle von Nikolai Leskow aus dem Jahr 1864. Die Bühnenbilder, wenn sie nicht weitgehend abstrahierten, griffen in der Regel optische Elemente der Landarmut auf, illustrierende Motive einer patriarchalischen Kaufmannsgesellschaft am Rande der Zivilisation, der Folklore und Usancen des Zaristischen Polizeivollzugs bzw. Deportationssystems, die mit satirischer Lust überzeichnet wurden. Das funktioniert allemal, da die Sicherheits- und Ordnungskräfte fast überall nicht nur beliebt sind.

Festival präsentiert Uraufführungen von Schostakowitsch-Musik

17.02.17 (dpa) -
Dresden/Gohrisch - Die Internationalen Schostakowitsch Tage in Gohrisch (Sächsische Schweiz) avancieren in diesem Jahr zum Uraufführungsfestival. Bei der 8. Ausgabe des Musikfestes (22. bis 25. Juni) erklingen gleich vier Werke erstmals vor Publikum, darunter drei Orchester-Zwischenspiele für Schostakowitschs Oper «Die Nase».

Das Herz schlägt im Orchestergraben – Harry Kupfer inszeniert Dmitri Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ an der Bayerischen Staatsoper

29.11.16 (Juan Martin Koch) -
„Es gibt noch Pilze…“ Dass Katerina Ismailowa bei genau diesen Worten beschließt, ihren Schwiegervater zu ermorden, macht Anja Kampe mit jeder Nuance ihres Gesangs hörbar. So wie sie Boris’ Leibspeise Rattengift unterrühren wird, so mischt sich in ihre Worte ein beängstigender Hauch von Boshaftigkeit.

Kosky-Debüt mit «Die Nase» in Londons Royal Opera gefeiert [update]

21.10.16 (dpa) -
London - Mit Dmitri Schostakowitschs Erstlingsoper «Die Nase» hat Barrie Kosky am Donnerstagabend im Royal Opera House Covent Garden sein Debüt gefeiert. Der Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin begeisterte das Publikum mit seiner lebendigen und farbenfrohen Inszenierung des fantastischen Dreiakters. Die Oper, nach der gleichnamigen Erzählung des russischen Schriftstellers Nikolai Gogol (1809-1852), wurde erstmals überhaupt am Royal Opera House aufgeführt.
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