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Alle Artikel kategorisiert unter »ECM«

Asymmetrisches Leben: Holligers „Lunea“

22.06.22 (Dirk Wieschollek) -
Künstlerphysiognomien an der Schnittstelle von visionärer Kunstausübung und pathologischer Psyche standen bei Heinz Holliger schon immer hoch im Kurs. Seine jüngste Oper „Lunea“ (2018) kreist um das Leben und Wirken Nikolaus Lenaus (1802–1850), der mit 42 Jahren in einen Zustand geistiger Umnachtung fiel. Was Holliger an Lenau besonders faszinierte, waren aber nicht die prominenten Gedichte, die zwischen Schumann und Berg zu den meistvertonten des 19. Jahrhunderts gehören, sondern die sprachliche Kühnheit von dessen „Notizbuch aus Winnenthal“, gefüllt in der dortigen Nervenheilanstalt mit aphoristischen Texten und Gedankensplittern.

Als die Musik noch von der Platte kam

30.01.19 (Hans-Jürgen Linke) -
Als Manfred Eicher und Karl Egger im Jahre 1969 in München die Edition of Contemporary Music, kurz ECM, als Produktionsfirma und Schallplattenlabel gründeten, reagierten sie damit auch auf einen immer deutlicher sich abzeichnenden Bedarf, oder – anders formuliert – eine Lücke, die am Musikmarkt erkennbar geworden war.

Widerstand ist zwecklos

28.12.17 (Martin Hufner) -
Bis Mitte November hat sich das CD-Label ECM aus München geweigert, Musik aus seinem Katalog, der bekannte Namen wie Keith Jarrett, Pat Metheny, Chick Corea, Arvo Pärt … beinhaltet, über Musikstreamingdienste anzubieten. Ein Grund war sicher der, dass man sich über den Verkauf von physischen Tonträgern wie CDs größere Einnahmen für das Label und die Künstler versprochen hat. Ein anderer, dass man das Musikerleben im Stream als künstlerische Abwertung empfindet. Widerstand gegen ein Diktat dieser Technologieumwälzung mochte ein weiterer Grund gewesen sein.

ECM Records beginnt mit Musikstreaming

17.11.17 (mh) -
Einige haben es in den letzten Tagen schon bemerkt. Der Musikkatalog von ECM tauchte fallweise bei einigen Streamingdiensten auf. Nun ist es offiziell: "Das Label ECM Records gab heute bekannt, dass es seine Zusammenarbeit mit dem langjährigen Vertriebspartner Universal Music Group (UMG), Weltmarktführer im musikbasierten Unterhaltungsgeschäft, ausbaut, um den gesamten ECM-Katalog ab Freitag, dem 17. November 2017, auf allen relevanten Streaming-Plattformen hörbar zu machen."

CD-Tipps 2014/12

19.12.14 (Andreas Kolb) -
David Virelles: Mbókò – Sacred Music for Piano, Two Basses, Drum Set and Biankoméko Abakuá; David Virelles (p), Thomas Morgan (b), Robert Hurst (b), Marcus Gilmore (dr), Román Diaz (perc) ECM +++ Organ Explosion mit Hansi Enzensperger (org), Ludwig Klöckner (b), Manfred Mildenberger (dr). enja +++ Felice Sound Orchestra: The Big, the Band and the Nasty. Phonobrothers +++ Subtone: Roswitha’s Revenge. Matthias Schriefel (p), Malte Dürrschnabel (sax), Florian Hoefner (p), Matthias Pichler (b), Peter Gall (dr), LAIKA Records

Aus antiker Zeit hinein in die Moderne – Eleni Karaindrous „Medea“ als musiktheatralisches Klangereignis

07.05.14 (Klaus Hübner) -
Ein flüchtiger Lufthauch bebildert von Beginn an eine Musik, in deren klangesteuerter Szenerie, die an filmmusikalische Sequenzen erinnert und griechische Landschaften, kleine Täler und tiefe Felsschluchten, zerstörte antike Tempel, Statuen und alte Dörfer zeigt, die Mythen der Antike den Status der Wiederauferstehung besetzen. Scheinbar im Ungefähren verortet sich ein Klangbild und illustriert ein königliches Areal an der Ostküste des Schwarzen Meeres.

Geburtstagsgruß mit heiligem Ernst: Das Keith Jarrett Trio gratuliert Manfred Eicher in München

10.07.13 (Juan Martin Koch) -
Sollte Keith Jarrett noch einmal eine Klassik-CD aufnehmen wollen, sei ihm Schumann ans Herz gelegt. Am besten als Begleiter in der „Dichterliebe“. Hier könnte er seine Kunst des Nachspiels leuchten und die Liedworte nachklingen lassen, genauso wie er es mit den Texten der Standards macht, die in seinen „Outros“ stumm und doch präsent mitschwingen. Bei seinem Münchner Trioauftritt sind das die Momente, die am stärksten nachhallen.

Zwischen zwei Wellen: Portrait-CD Victor Kissine bei ECM

04.05.13 (Wolf Loeckle) -
Wie kann ein „Konzert in Wasserfarben“ klingen? Der belgische Sankt Petersburger namens Victor Kissine gibt Antwort auf diese Frage, mit einer CD aus dem Münchner Haus Edition Of Contemporary Music (ECM).

Sound-Kathedralen und Zen-Funk: Nik Bärtsch, Evan Parker, „Food“ und Tim Berne anlässlich der ECM-Ausstellung im Münchner Haus der Kunst

21.01.13 (Ssirus W. Pakzad) -
Pssst. Auf der gewaltigen Fahne, die außen am Haus der Kunst in München hängt, hat Trompeter Don Cherry den Zeigerfinger an den Mund geführt – so, als wollte er der Wertung des kanadischen Coda-Magazins gerecht werden, das den typischen ECM-Klang 1971 als „the most beautiful sound next to silence“ beschrieb. Drinnen, im Westflügel des am Englischen Garten gelegenen Museums, ging es entgegen des Mottos nicht ganz so ruhig zu. Nik Bärtsch „Ronin“, Evan Parkers Electro-Acoustic Quartet, die Band „Food“ und Tim Bernes „Snakeoil“ gastierten anlässlich der Ausstellung „ECM – Eine Kulturelle Archäologie“ unweit der Exponate.

Die Sichtbarmachung des Unsichtbaren: Die Ausstellung „ECM – Eine kulturelle Archäologie“ wagt sich im Münchner Haus der Kunst an die Synthese der Künste aus dem Geiste der Musik

23.11.12 (Ralf Dombrowski) -
Gewagt ist das schon. Der neue Direktor des Hauses der Kunst Okwui Enwezor hat sich für die erste von ihm selbst in Kooperation mit dem früheren Musikjournalisten Markus Müller kuratierte Ausstellung die Sichtbarmachung des Unsichtbaren als Thema gewählt. Denn auch wenn der Titel „ECM – Eine kulturelle Archäologie“ lautet, geht es zunächst einmal um Musik. Und die wiederum steht üblicherweise nicht im Zentrum der im weiteren Sinne bildenden Kunst.
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