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Alle Artikel kategorisiert unter »El Sistema«

Wuilly Arteaga, Venezuelas Teufelsgeiger fängt in New York neu an

20.08.18 (Denis Düttmann, dpa, Mamen Sala) -
Erst spielt Wuilly Arteaga bei den Protesten gegen die venezolanische Regierung die erste Geige. Er wird zu einem Symbol des Widerstands. Nach Haft und Folter flieht er in die USA. Heute musiziert er in der U-Bahn von Manhattan – und hat einen Traum.

Der Jugendorchester-Visionär

30.03.18 (jmk) -
„Während wir eine Wegstrecke einmal bewältigen, ist er sie zweimal hin- und zurückgegangen,“ so charakterisierte eine Mitarbeiterin einmal den Gründer der venezolanischen Jugendorchesterbewegung „El Sistema“. Der 1939 geborene José Antonio Abreu hatte neben seiner musikalischen Ausbildung auch Volkswirtschaft und Jura studiert.

Venezolanischer Musiker und Komponist José Antonio Abreu gestorben [update, 26.3., ausführliche dpa-Meldung]

25.03.18 (dpa) -
Der venezolanische Musiker, Komponist und Gründer eines bahnbrechenden Kinder- und Jugendorchesterprojekts José Antonio Abreu ist tot. Er starb am Samstag nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren, wie seine Angehörigen mitteilten.

Integration mit Tönen - Projekt setzt auf verbindende Kraft der Musik

09.11.17 (dpa, Jörg Schurig) -
Dresden - Das musikpädagogische Projekt «El Sistema» aus Venezuela macht in vielen Ländern Schule. Auch in Sachsen wirkt es in abgewandelter Form als «Musaik» seit kurzem an einem sozialen Brennpunkt.

Leidenschaft. Und Disziplin!

02.07.12 (Toni Keppeler) -
Trotz aller Kritik am Abbau der kulturellen Bildungsangebote in Deutschland, besonders im Musikschulbereich, haben unsere Kinder und Jugendlichen im Vergleich zu denen in anderen Ländern gute Chancen, sich musikalisch zu entwickeln. Ein musikalisches Bildungssystem sorgt in den letzten Jahren jedoch für Aufsehen: El Sistema in Venezuela.

Die Besichtigung eines Wunders

07.03.12 (Juan Martin Koch) -
Ein bezeichnendes Bild: Da sitzt einer „auch für mehr als zehn Stunden mit einer Bibel, einem Lunchpaket und seinem Mobiltelefon in den Fluren vor den entscheidenden Amtsstuben“ und lässt sich „von keiner Macht der Welt zur Aufgabe zwingen.“ Dieser Mann, dem die Kraft attestiert wird, die Welt zu verändern und dem gar das Jesuswort „Lasset die Kinder zu mir kommen…“ in den Mund gelegt wird, ist José Antonio Abreu. Ihm und seinem Lebenswerk, an dem er trotz gesundheitlicher Einschränkungen bis zum heutigen Tag weiterarbeitet, haben Michael Kaufmann und Stefan Piendl nun ein Buch gewidmet.

Die Zivilgesellschaft hat die Ärmel hochgekrempelt: Italiens „Sistema“ – rund 5.000 Kinder in 20 Musikzentren aufgenommen

15.02.12 (Corina Kolbe) -
Mit sichtlicher Freude hört Claudio Abbado einem riesigen venezolanischen Kinderorchester zu, das temperamentvoll Arturo Márquez‘ Ohrwurm „Danzón No. 2“ spielt. Zum Schluss hält ihn nichts mehr auf seinem Sitz. Er läuft auf die Bühne zu, wirft den Musikern Kusshände zu und dankt ihnen mit einer symbolischen Umarmung. Die bewegende Szene aus Cristiano Barbarossas preisgekröntem Dokumentarfilm „A Slum Symphony“ zeigt, wie inspirierend junge Musiker auf den großen Dirigenten wirken.

Erstes Buch zu Abreus Orchester El Sistema erscheint

24.08.11 (Agentur - dapd) -
München - Über die Orchesterbewegung El Sistema des venezolanischen Komponisten José Antonio Abreu wird das erste umfassend recherchierte Buch veröffentlicht. Die Autoren Michael Kaufmann und Stefan Piendl befragten für «Das Wunder von Caracas» Weggefährten Abreus, internationale Künstler und den Komponisten selbst, wie der Irisiana Verlag in München mitteilte.

Buch-Tipps 2011/07

01.07.11 (Michael Wackerbauer) -
Christoph Dompke: Unterhaltungsmusik und NS-Verfolgung (Musik im „Dritten Reich“ und im Exil, Bd. 15) – Elisabeth Elstner: Die soziale Kraft der Musik. Reise zu den Jugend- und Kinder-Orchestern von Venezuela – Anna Zassimova: Georges Catoire – seine Musik, sein Leben, seine Ausstrahlung (studia slavica musicologica. Texte und Abh. zur osteurop. Musik, Bd. 49)

Spielt und singt, sonst seid ihr verloren

07.04.11 (Juan Martin Koch) -
Maestro Ubensio schweigt. Er hat keine Ansprache für ausländische Gäste in der Schublade. Wer ihn in seiner Werkstatt bei der Arbeit unterbricht, muss schon Fragen stellen, die einer Beantwortung wert sind. Schließlich erzählt er doch noch davon, wie er in Paraguay den Bau der „Arpa llanera“, der lateinamerikanischen Harfe erlernte, wie ihm aber das Wissen zur Herstellung von Nylonsaiten vorenthalten wurde. „Da habe ich es eben selbst probiert. Von morgens um sieben bis in die Nacht hinein bin ich an meiner ersten Saite gesessen, bis ich den Kern mit genügend dünneren Fäden umwickelt hatte. Es kommt auf die Spannung an. Lässt du nur einen Moment locker, war alles umsonst.“ Seither sind seine Saiten, nicht wie bei den Paraguayos 10- bis 11-mal, sondern 13- bis 14-mal umsponnen. Seine Hände – ein langes Arbeitsleben hat ihnen Falten wie Jahresringe eingegraben – ruhen auf einem ausgewachsenen, reparaturbedürftigen Instrument. In der Ecke liegen grün, blau und braun bemalte kleinere Harfen. Klein genug für venezolanische Kinderhände.
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