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Alle Artikel kategorisiert unter »Gabriel Feltz«

Gabriel Feltz: Deutscher Chefdirigent in Belgrad – Mit Musik Beziehungen stärken

27.12.17 (dpa, Thomas Brey) -
Der Dortmunder Generalmusikdirektor Feltz leitet jetzt auch die Belgrader Philharmoniker als Chefdirigent. Neben der musikalischen sieht der Maestro auch eine politische Dimension seiner Aufgabe.

Ein Herzog für die Heiterkeit – „Arabella“ von Strauss in Dortmund

26.09.17 (Frieder Reininghaus) -
„Arabella“ ist ein „Konversationsstück“, angesiedelt in glücklicheren österreichischen Tagen, in denen der Monarch Franz Joseph den Untertanen ein heiles Fürstenfamilienleben vorspielte, seine Gattin Elisabeth („Sisi“) ihren chronischen Husten und die durch ihn erforderlichen Kuraufenthalte dazu nutzte, sich von Hof und Ehe zu emanzipieren. Die Uraufführung fand im Sommer 1933 in Dresden statt – als hätte es damals nichts Besseres zu tun oder zu lassen gegeben. In der sächsischen Hauptstadt waren Anfang März der GMD Fritz Busch und der Intendant Alfred Reucker aus den Ämtern gejagt worden. Es ging ziemlich genau so zu wie derzeit in der Türkei.

Wagnis mit Glück und Scheitern: Dallapiccolas „Il Prigioniero“ und Zimmermanns „Ekklesiatische Aktion“ an der Oper Köln

30.03.15 (Rainer Nonnenmann) -
Beide Werke handeln von Gefangenschaft, Befreiung und ultimativer Erlösung durch den Tod. Beide spielen in Kerkern der spanischen Inquisition des 16. Jahrhunderts, lassen einen Großinquisitor auftreten, üben radikale Kritik am Christus- und Menschenbild der Kirche. Beide thematisieren existentielle menschliche Verlassenheit, Ausweg-, Sinn- und Hoffnungslosigkeit, und beide stammen von Komponisten, die sich als ebenso gläubige wie zweifelnde Katholiken in bekenntnishaften Werken gegen Totalitarismus, Krieg, Gewalt und Unterdrückung jeglicher Art gewandt haben.

Eifersucht an gelbem Kran – Calixto Bieito inszeniert Giuseppe Verdis „Otello” am Theater Basel

01.12.14 (Frieder Reininghaus) -
Der Regisseur Calixto Bieito hat sich im Musiktheaterbetrieb positioniert durch die von ihm im Kontext der historischen Handlungen gezeigte Gewaltförmigkeit. Verbunden damit erschien der exzessive Einsatz von menschlichen Körpersäften auf den Bühnen und den Körpern des singenden Personals. Das Ästhetisch-Ätherische wird von ihm durch Konfrontationen mit den im Prinzip bekannten Realitäten paralysiert. Der durch eine intensiv christkatholische Kindheit und Jugend sozialisierte Katalane ist durchdrungen von der Obsession, dass die wirkliche Welt heute härtere Bilder brauche als die mit Rokoko-Kostümen ausstaffierten und in Pastelltöne getunkten Bühnendekorationen.

Das Orchester ist die Militaria – Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ an der Komischen Oper Berlin

16.06.14 (Peter P. Pachl) -
Für den katalanischen Regisseur Calixto Bieito ist die aggressive Klangmaschinerie in Bernd Alois Zimmermanns an Radikalität bislang unüberbotener Partitur aus dem Jahre 1965 identisch mit dem Apparat der titelgebenden Soldaten. In Uniformen und mit militärischen Kopfbedeckungen spielen die 120 Orchestermitglieder auf sieben Ebenen eines Stahlgerüsts, mitten auf der Bühne, untermischt mit kinetischen, sich horizontal und vertikal verfahrbaren Elementen für Schlagwerk, sowie Aufzüge von Sängerdarstellern und Komparserie.

Verlangen nach Erlösung – Dortmunds Schauspieldirektor Kay Voges präsentiert seine erste Opernregie

Viel Sprengstoff enthielte die Neuinszenierung des „Tannhäuser“ in der Dortmunder Oper – so hieß es in den Tagen vor der Premiere am 1. Dezember. Manche prognostizierten sogar einen handfesten Skandal. Und hatten wohl noch frisch in Erinnerung den in die Nazi-Zeit verlegten „Tannhäuser“ in der Düsseldorfer Rheinoper zu Anfang der laufenden Spielzeit, den Intendant Christoph Meyer direkt nach der heftig kritisierten Premiere nur noch konzertant über die Bühne gehen ließ. So weit wird es mit dem Dortmunder „Tannhäuser“ aber ganz sicher nicht kommen.

Gabriel Feltz soll neuer Generalmusikdirektor in Dortmund werden

07.03.12 (Agentur - dapd) -
Dortmund - Der Dirigent Gabriel Feltz soll neuer Generalmusikdirektor in Dortmund werden und damit Jac van Steen ablösen. Die Findungskommission, der unter anderem die fünf kulturpolitischen Sprecher der Ratsfraktion angehören, einigte sich einstimmig auf den Kandidaten, wie die Stadt mitteilte. Sollte sich der Rat dem Votum in seiner Sitzung Ende März anschließen, wird Feltz ab der Spielzeit 2013/2014 das Philharmonische Orchester Dortmund leiten.

Konsequent sexualisiert – Calixto Bieito inszeniert Bergs „Lulu“ am Theater Basel

16.02.09 (Peter P. Pachl) -
Eine „eigene Schlussversion“ von Alban Bergs Oper „Lulu“ hatte das Theater Basel angekündigt. Angesichts der Werkgeschichte der 1935 in Zürich als zweiaktiges Fragment uraufgeführten und postum von Friedrich Cerha um den dritten Akt ergänzten Oper, musste dies gesteigerte Erwartungen wecken. Diese haben sich – jedoch auf andere Weise – voll eingelöst.
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