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Alle Artikel kategorisiert unter »Gärtnerplatztheater München«

Der Himmel sollte warten – Dan Goggins hoch-musikalische Nonnen erobern die Bühne des Münchner Gärtnerplatztheaters

01.04.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Überschrift ist eine Abwandlung des Filmtitels „Heaven can wait“ und zugleich ein Wunsch: dass diese Nonnen nämlich noch eine Weile dableiben … auch wenn sie mit tödlichen Folgen kochen. Doch davor würden sie im sofort jeweils vollbesetzten Gärtnerplatztheater nicht nur die von ihnen dringend benötigten Einnahmen erzielen, sondern auch – olala – so amüsieren, dass der Himmel besser warten sollte…

Gleichnis des Irrationalismus - Menottis „Das Medium“ im Münchner Gärtnerplatztheater

28.03.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Eine Neuinszenierung wo, wenn nicht hier: 1974 inszenierte Menotti selbst seine Kammeroper am Gärtnerplatz. Und auch die Inspiration kam gleichsam aus der Nachbarschaft: er hatte 1936 zusammen mit Samuel Barber an einer Séance am österreichischen Wolfgangsee teilgenommen – um seinen „eigenen Zynismus zu überprüfen“ und die „Vielfalt von Realität“ zu befragen. In unsere aktuelle Welle von Irrationalismus könnte das Werk mehr als passen…

Vierfache vokale Verlockung – Die Primadonnen des Gärtnerplatztheaters becircen

15.03.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Skandal! Im Sperrbezirk! Vier traumschöne Frauen in meist schulterfreien und/oder dekolletierten Roben aus leuchtend rotem Satin lockten – mit Gestik, Blicken und mehrfach im langen Kleid-Schlitz ausgestellten, schlanken Beinen – all das gesteigert durch mal brillante, mal schmeichelnde, mal kecke Töne… und alles auf der Bühne eines Staatstheaters! Beruhigend nur, dass der dafür zuständige Minister – der sich tagsüber in einem langen Verbal-Erguss seine durchgängige Nicht-Präsenz selbst weggeredet hatte – wie immer nicht anwesend war.

Raumpatrouille Dingsda – Künneke-Premiere am Gärtnerplatz und im Stream

19.12.20 (Roland H. Dippel) -
Das Gärtnerplatztheater München schleudert eine Liveübertragung nach der anderen ins Netz. Nach „Hänsel und Gretel“ und „Anna Bolena“ ist die Online-Premiere von Eduard Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“ die vorerst einzige Hommage zum 100. Jahrestag der Uraufführung des musikalischen Lustspiels im Berliner Theater am Nollendorfplatz am 15. April 1921. Am Staatstheater Nürnberg fiel die Inszenierung von Vera Nemirova aus, das Theater Nordhausen steht mit Anette Leistenschneiders fertiger Inszenierung für das Ende des Lockdowns in den Startlöchern. Lukas Wachernig machte in München aus den „Wilden 1920ern“ die „Wilden 1960er“.

Schwächelnde Träume von Glück – Münchens Gärtnerplatztheater mit „Eugen Onegin“

09.10.20 (Wolf-Dieter Peter) -
München hat eine Tradition mit speziellen Theaterformen: also so ein herrlich weites, edles Oval, in der zentralen Loge im Balkon ein paar Menschen, etliche weitere im weiten Rund – das waren die berühmten Separatvorstellungen für König Ludwig II. ab 1872. Ganz ähnlich wirkten jetzt die rund 300 Besucher der Premiere im Gärtnerplatztheater – eine kulturpolitische Absurdität im bis 2019 totalrenovierten Komplex mit der modernsten Lüftungsanlage alle Münchner Theater.

Minimal wirkt stark – Münchens Gärtnerplatztheater meldet sich mit der „Dreigroschenoper“ zurück

22.07.20 (Wolf-Dieter Peter) -
Bitte nicht: diese Meter von hochdifferenzierter Literatur zu Brechts „epischem Theater“, dem „Verfremdungseffekt“ und Weills „Song-Stil“. Einfach statt dessen: eine fast leere Bühne mit wenigen Lichteffekten; die dreizehn Solisten auf Stühlen vor den sechzehn Musikern; minimale Aktion, viele Gesten und Reaktionen zu Text und Musik - von solch verstörend aktueller Brisanz, dass, nach viel Szenenbeifall zuvor, am Ende die 200 Besucher fast so laut wie ein volles Theater jubelten, unser Kritiker Wolf-Dieter Peter eingeschlossen.

Gärtnerplatztheater München: Anthony Bramall verlängert Vertrag als Chefdirigent bis 2023

Der Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Josef E. Köpplinger, hat gemeinsam mit Anthony Bramall dessen Vertrags-Verlängerung als Chefdirigent des Gärtnerplatztheaters unterzeichnet. Der in allen Sparten des Musiktheaters versierte Brite wird weitere vier Jahre in München bleiben.

Groteske ohne Biss – Henzes „Der junge Lord“ im Münchner Gärtnerplatztheater

24.05.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Die verblendet-blinde Anbetung von Status und Image: ein schönes Thema für „München“ als „Fall“. Und wenn dann noch zwei Künstlergrößen wie Hans Werner Henze und Ingeborg Bachmann für Musik und Text stehen, alles von Brigitte Fassbaender auf die Bühne gebracht wird - dann sollte das ein entlarvender Spiegel für die schicke Weltstadt mit Herz werden – hoffte Kritiker Wolf-Dieter Peter.

Gärtnerplatztheater mit neuer Oper über Franz Schubert

11.04.19 (dpa) -
München - Das Münchner Gärtnerplatztheater will sich in der kommenden Saison erneut als Ort wichtiger Opern-Uraufführungen profilieren. Dafür hat Intendant Josef E. Köpplinger bei der österreichischen Komponistin Johanna Doderer eine Oper über den Komponisten Franz Schubert in Auftrag gegeben. Das Libretto dazu hat der ebenfalls aus Österreich stammende Schriftsteller und Dramatiker Peter Turrini geschrieben.

Aktionismus statt Italianità – Misslungene Aktualisierung von Puccinis „La Bohème“ in München

30.03.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Ganz richtig: Klassiker werden gern als „unsterblich“ eingestuft, weil sie für fast jede Zeit ihre Gültigkeit beweisen können. Wenn also Münchens Komische Oper, das Gärtnerplatztheater eine neue Interpretation des Musikdramas um junge Künstler und eine kleine tuberkulöse Blumenstickerin ansetzt, dann darf das Publikum eine Sicht von 2019 erwarten.
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