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Alle Artikel kategorisiert unter »Händl Klaus«

In Wort- und Klanggewittern – „Les Bienveillantes“ von Hèctor Parra in Antwerpen uraufgeführt

28.04.19 (Joachim Lange) -
Jonathan Littells kontrovers diskutierter Roman „Die Wohlgesinnten“ wurde jetzt auch die Vorlage für eine Oper. Die Uraufführung erlebte „Les Bienveillantes“ von Hèctor Parra zum Libretto von Händl Klaus an der Flämischen Oper in Antwerpen.

Die Banalität des Schreckens

30.01.19 (Isabel Herzfeld) -
Dass sich der Schnee zum Schluss nicht wirklich violett färbt, ist einer der besten Einfälle des Regisseurs Claus Guth. Wenigstens hier wird auf eine Ästhetisierung des Schreckens verzichtet, die schon vorher zum Rückzug des Zuschauers in eher unbeteiligtes Betrachten führt. Andererseits hätte gerade dieses Ende eine Bildidee vertragen können, die deutlicher darauf verwiesen hätte, worum es hier gehen soll: eine doch zumindest beängstigende Auflösung alles vorher Dagewesenen, den eigenen Körper eingeschlossen, von der aus, nach unvorstellbarem Leiden, vielleicht etwas Neues, Unbekanntes erreicht wird. Ein Ende, sei es auch so offen, wie die Autoren es sich wünschen.

Mit zahlreichen ästhetischen Querverweisen – Uraufführung von Beat Furrers „Violetter Schnee“ an der Staatsoper

14.01.19 (Peter P. Pachl) -
Das ist selten und spricht umso mehr für den Erfolg einer Musiktheaterproduktion, wenn diese einen deprimierenden Inhalt hat, aber zu einem rauschenden Erfolg wird. Am Tag vor der Uraufführung hatte es in Berlin geschneit. Und Nachrichten aus Bayern sprechen von Schneelawinen und eingeschlossenen Menschen. Der Zeitpunkt für die Uraufführung von Beat Furrers einaktiger Oper „Violetter Schnee“ war somit von der Staatsoper Unter den Linden zufällig richtig gewählt. Fünf Menschen, eingeschlossen wie in Jean-Paul Sartres „Die geschlossene Gesellschaft“, erleben wie die Insassen von „Solaris“ ein Naturphänomen vor dem Exitus.

Traumlogik – Heinz Holligers Oper „Lunea“ am Opernhaus Zürich uraufgeführt

05.03.18 (Georg Rudiger) -
Die Musik beginnt ohne einen bewussten Anfang. Zarte Arpeggien auf der Harfe, dem Zymbal und dem Klavier vermischen sich mit Liegetönen in den Bläsern, gesummten Akkorden und Glockenschlägen zu einem Klangstrom, der immer in Bewegung bleibt. Heinz Holligers neue Oper „Lunea“, die bei ihrer Uraufführung am Opernhaus Zürich von ihm selbst dirigiert wird, bleibt nie stehen.

Das Irreale der Realität – Uraufführung von Arnulf Herrmanns Psycho-Oper „Der Mieter“ in der Oper Frankfurt

13.11.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Wohnungsnot, Anpassungsdruck, soziale Kontrolle, Einengung, Mobbing, Nachbarschaftsterror bis zur Entmietung – das sind bundesrepublikanische Realitäten für Normalverdiener und Alleinstehende. Diese Nöte und Klagen musikdramatisch unbequem groß zu gestalten, sie gar in die Nachbarschaft von Unterdrückten und Gequälten wie in Bergs „Wozzeck“ oder Zimmermanns „Soldaten“ zu rücken… doch das Autorenduo führte Roland Topors Roman “Le Locataire chimérique“ als Ausgangspunkt an und von Ferne grüßte auch Roman Polanskis Film „Der Mieter“.

Wie schwarzes Sonnenlicht im Prisma – „Koma“ von Haas und Händl in Darmstadt

17.08.16 (Martin Hufner) -
Frieder Reininghaus hat in der nmz die Uraufführung von „Koma“ von Haas/Händl in Schwetzingen besprochen und kam zu dem Ergebnis, es zeichne sich ab, „dass dies die bedeutendste neue Produktion gewesen sein dürfte“ in der Saison 2015/16. Vom Rokoko-Theater Schwetzingens wanderte die Produktion ab ans Staatstheater Darmstadt und musste sich dort neu beweisen. Unser Rezensent ist begeistert zwiegespalten.

Die letzte Dunkelheit betrifft alle

05.07.16 (Frieder Reininghaus) -
Das Musiktheater rückt dem Koma zu Leibe – jenem Zustand, in dem die tief Weggetretenen und in den meisten Fällen schon definitiv Entschlafenen auch durch starke äußere Stimuli wie Liebes- und Schmerzreize, durch chemische Keulen oder laute neue Musik nicht mehr geweckt werden können. Für die ungemütliche Annäherung an den „letzten Schlaf“ sorgen der österreichische Autor Händl Klaus und der Komponist Georg Friedrich Haas in der Idylle des Schwetzinger Schloss-parktheaters. Zum dritten Mal begaben sie sich in die Grenz- und Grauzonen von schwerbeschädigtem Leben und mehr oder minder schrecklichem Sterben.

Schwetzingen: Uraufführung der Oper „Koma“ von Händl Klaus und G.F. Haas bei den SWR-Festspielen

28.05.16 (Frieder Reininghaus) -
Das Musiktheater rückt dem Koma zu Leibe – jenem Zustand, in dem die tief Weggetretenen und in den meisten Fällen schon definitiv Entschlafenen auch durch starke äußere Stimuli wie Liebes- und Schmerzreize, durch chemische Keulen oder laute neue Musik nicht mehr geweckt werden können. Für die ungemütliche Annäherung an den „letzten Schlaf“ sorgen der österreichische Autor Händl Klaus und der Komponist Georg Friedrich Haas in der Idylle des Schwetzinger Schlossparktheaters. Zum dritten Mal begaben sie sich in die Grenz- und Grauzonen von schwerbeschädigtem Leben und mehr oder minder schrecklichem Sterben.

Maßvolles Konversationsstück – Die Uraufführung der Oper „Wilde“ von Händl Klaus und Hèctor Parra in Schwetzingen

23.05.15 (Frieder Reininghaus) -
Schräg und weit ragt die Baustelle den Zuschauern entgegen. Susanne Gschwender ließ den kleinen Orchestergraben des aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammenden Schwetzinger Rokokotheaters mit einer Installation aus Schalbrettern überbauen. Das Gerippe kann auf drei Etagen bespielt werden. Ordentlich stabil sehen die Leitern aus und die Gefahrenstellen sind TÜV-gerecht gesichert.

Quittensud auf Blümchenkleid, Inzest im Schlosstheater

06.06.11 (Patrick Hahn) -
Mit der Uraufführung der Oper „Bluthaus“ von Georg Friedrich Haas auf ein Libretto von Händl Klaus wurden die Schwetzinger SWR Festspiele eröffnet. In der Koproduktion des SWR mit dem Theater Bonn betreten Schauspieler und Sänger die traumatischen Erinnerungsräume eines missbrauchten Mädchens.
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