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Alle Artikel kategorisiert unter »Hans Werner Henze«

Seht her: ein Mensch! Hans Werner Henzes „Floß der Medusa“ in Amsterdam

15.03.18 (Joachim Lange) -
Es ist Zufall, aber bezeichnend: einen Tag vor der Amsterdamer Premiere von Hans-Werner Henzes Oratorium „Das Floß der Medusa“ haben sich im Pariser Louvre Umweltaktivisten der Gruppe "350.org" vor dem berühmten gleichnamigen Gemälde von Theodore Gericault auf den Boden gelegt. Sie wollten damit auf Opfer des französischen Ölriesen Total aufmerksam machen, der das Museum sponsert. Es ist die ungebrochene Magie dieses Gemäldes, bei dem exemplarisch ein für die meisten Betroffenen erfolgloser Überlebenskampf nach einer Katastrophe festgehalten ist. Im Augenblick des Erschreckens danach.

Tenebrae – RIAS Kammerchor in Kooperation mit Ensemble Resonanz unter Justin Doyle in Berlin

12.03.18 (Hans-Peter Graf) -
Passend zum nahenden Osterfest bot der RIAS Kammerchor im 5. Abonnementkonzert Musik zur Passionsgeschichte und der Trauer. Seit dieser Saison auf der Position als Chefdirigent und künstlerischer Leiter nutzte Justin Doyle die Gelegenheit, mit einigen außergewöhnlichen Ideen zu Programmgestaltung und Präsentation auf weiteres Potential für das Traditionsensemble zu verweisen.

Spitzendeckchen und Fremdenhass – Henzes „Der junge Lord“ an der Staatsoper Hannover

05.09.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Unvergessen sind die Zeiten der 50er und 60er Jahre, in denen Hans Werner Henze (1926-2012) von vielen gar nicht ernst genommen wurde, weil er jeglicher Art von Moderne, besonders der Darmstädter Schule mit ihrer geradezu orthodox vertretenen seriellen und elektronischen Musik angeekelt den Rücken kehrte, sozusagen ein Apostel des Wohllauts wurde. Gleichwohl hat er die Zwölftontechnik Arnold Schönbergs sorgfältig studiert und begreift sich (auch) in deren Nachfolge.

Unterm Regenbogen – München leuchtet schillernd bunt!

12.07.17 (Roland H. Dippel) -
So geht es auch: Klassik und Neue Musik als Starter für die CSD-Woche in der Bayernmetropole. Im Festsaal des Alten Rathauses kommen zum ersten „Regenbogenkonzert der Münchner Philharmoniker“ immerhin über 250 Besucher. Das genderbewusste Amateurensemble „Rainbow Sounds Orchestra Munich“ zeigt nichts Sektiererisches und glänzt davor mit einem anspruchsvollem Programm.

Keith Warner inszeniert Hans Werner Henzes „Elegie für junge Liebende“ im Theater an der Wien

06.05.17 (Frieder Reininghaus) -
Ziemlich still ist es geworden um das Werk des 2012 in Dresden verstorbenen deutschen Tonsetzers Hans Werner Henze. Doch das ist ein fast ‚natürlicher‘ Vorgang: Seit den goldenen Wirtschaftswunderjahren Henzes kämpfen drei neue Komponisten-Generationen um mediale Aufmerksamkeit. Das Theater an der Wien hat sich jetzt an die „Elegie für junge Liebende“ erinnert.

Staatsoper Hannover startet mit «Der junge Lord» in neue Spielzeit

28.04.17 (dpa) -
Hannover - Die Staatsoper Hannover startet mit einer der wenigen komischen Opern der Nachkriegszeit in die neue Saison. Am 2. September feiert «Der junge Lord» (1964) von Hans-Werner Henze Premiere. Das Libretto für das Stück über einen adligen Besuch in der Provinz schrieb die Dichterin Ingeborg Bachmann.

Henzes Funkopern als zahme Klassiker an der HMT Leipzig

03.12.16 (Roland H. Dippel) -
So schnell geht das: Hans Werner Henze – verstorben erst vor vier Jahren, also 2012 – ist an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig schon jetzt ein Klassiker. Sein Frühwerk zumindest. Der Grund ist möglicherweise einschneidende Zäsur – und ein Positionen zusammenschweißender Zufall.

Sechs Saiten für den sechsten Gesang

12.08.16 (Andreas Grün) -
Im Rahmen der Tage der Neuen Gitarrenmusik Trossingen fand im Juni eine besondere Uraufführung statt: Erstmals erklangen Hans Werner Henzes vollständige „musiche per chitarra – accompagnando il ‚Sesto Canto‘ di Ernesto Schnabel“. Über seine Entdeckung dieser Hörspielmusik, die als Henzes ers­tes Gitarrenwerk einen Vorläufer der „Drei Tentos“ aus der „Kammermusik 1958“ darstellt, berichtet der Gitarrist und Komponist Andreas Grün.

Einstürzende Bücherregale oder wenn Gewissheit ins Wanken gerät

25.10.15 (Joachim Lange) -
Das Nationaltheater Mannheim beginnt die neue Spielzeit mit Hans Werner Henzes „Die Bassariden“. Ein Bericht von Joachim Lange.

Fifty Shades of Phaedra

13.04.15 (Joachim Lange) -
Am Ende dieser Premiere muss man erstmal durchatmen. Wenn die Musik gleichsam in jene Welt entschwindet, zu der Hans Werner Henze selbst schon unterwegs war, als er daran schrieb. Mit Erschöpfungszuständen zum Tode hin. Es ist eine Spätwerk-Klangwelt, die Henze zur sperrigen Poesie seines Wunsch-Librettisten Christian Lehnert da meisterhaft auffächert. Aber eine, die der Genussmensch Henze geschrieben hat.
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