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Alle Artikel kategorisiert unter »Harry Lehmann«

dasselbe ist immer noch nicht dasselbe

21.05.20 (Felix Stachelhaus) -
Dass die Digitalisierung die Musik verändert, steht außer Frage. Für einen Großteil der Komponist*innen gehört die Arbeit mit digitalen Elementen zum Alltag. Trotzdem (oder gerade deswegen?) kommt von diesen Komponist*innen kaum jemand auf die Idee, die Elektronik mit einem Ensemble oder Orchester zu verwechseln, als Ersatz für eine*n lebendige*n Improvisationspartner*in zu sehen oder das Schreiben von Noten für überflüssig zu erklären.

Ü-Musik entsteht in den Grenzbereichen

20.01.17 (Anna Schürmer) -
U + E = Ü: Aus der linguistischen Formel lässt sich leicht eine klingende Hypothese bilden: Aus U- und E- wird Ü-Musik. Mehr als nur ein Sprachspiel, kann die Verschiebung der kategorischen Umlaute als Gedankenmodell dienen, um aus der belastenden Sezession der analogen Musikkultur auszubrechen und diese in Richtung der hybriden Klangformen der digitalen Klangzeit zu aktualisieren.

Eine Kunstphilosophie: Harry Lehmanns „Gehaltsästhetik“ in Berlin vorgestellt

17.02.16 (Martin Hufner) -
Nicht weniger als eine Kunstphilosophie hat Harry Lehmann im Februar-Salon von „nemtsov & nemtsov“ in Berlin vorgestellt und zur Diskussion eingeladen. Er nennt seine Kunstphilosophie im Titel „Gehaltsästhetik“; das entsprechende Buch ist im Januar veröffentlicht worden. Vor etwa 40 Gästen skizzierte er seinen theoretischen Entwurf. Martin Hufner war dabei und berichtet.

Von der Furie des Verschwindens

02.11.15 (Gerhard R. Koch) -
„Abschied“, das jüngste Buch von Peter Gülke, thematisiert zweierlei: den Verlust eines geliebten Menschen und den „Abgesang“, das formale wie emotionale Schließen von Musik. Und wenn schon Schubert bekundete, er kenne keine „fröhliche“ Musik, so kann man nicht eben weniger bedeutender „ernster“ Musik einen mehr oder weniger ausgeprägten Requiem-Charakter zuschreiben: Sie gedenkt eines Dahingegangenen (nicht nur Individuums), sondern erhebt auch die Hoffnung, dass nicht alles ein für allemal im Orkus verschwunden sei. Nun sind die Donaueschinger Musiktage nicht gerade das Jahres-Meeting der metaphysischen Trostes bedürftigen abendländelnden Wertekonservativen: Moderne und Avantgarde gelten schließlich nicht unbedingt als Refugien religiöser Sinnstiftung. Trotzdem ergab sich in mehrfacher Weise eine Art Memento-Stimmung.

Im Windschatten der digitalen Revolution

06.02.15 (Harry Lehmann) -
Seit etwa sieben Jahren gibt es in der Neuen Musik eine Diskussion, an welcher alle einschlägigen deutschsprachigen Musikjournale beteiligt sind und in deren Verlauf sich bislang an die 30 Autoren zu Wort gemeldet haben. Ausgelöst wurde sie durch ein Gedankenexperiment über die möglichen Folgen der Digitalisierung in der Neuen Musik, das ich auf der Frühjahrstagung in Darmstadt 2008 angestellt hatte,1 welches zwei Jahre später zu dem von Claus-Steffen Mahnkopf initiierten Band „Musik, Ästhetik, Digitalisierung – Eine Kontroverse“ führte.2

Produzieren als Erfahrung

04.02.15 (Gisela Nauck) -
Wer glaubt, dass die Neue Musik am Ende ihrer klanglichen Forschungen angekommen ist, wie seit einiger Zeit vielfach zu hören war, wurde am dritten November-Wochenende in Bremen eines Besseren belehrt. Bereits zum 18. Mal hatte die projektgruppe neue musik bremen ein Festivalprogramm organisiert, wie man es sich spannender kaum wünschen kann: Internationale Musik auf der Höhe der Zeit, reich an musikalischen Erlebnissen, mit Überraschungen (etwa Steven Kazuo Takasugis aberwitzige Klavierübung für Solopiano und Elektronik oder Electronic Playback), dazu auch mit mannigfachen gedanklichen Anregungen.

In der Sackgasse

12.04.14 (Max Nyffeler) -
Deutschland geht es prächtig. Die Steuern sprudeln, die Wirtschaft brummt, der Inlandkonsum steigt, und sollte sich in der allgemeinen Saturiertheit einmal unterschwelliger Frust bemerkbar machen, so steht dem aufgeklärten Verbraucher zur Triebabfuhr ein breites Angebot an salonfähiger Pornokunst zur Verfügung. Die dritte merkelianische Regentschaft erweist sich als die beinahe beste aller Welten.

Neues von gestern - Zwischen den Jahren, 26.12.2012

27.12.12 (Martin Hufner) -
So langsam kommen wir von der Weihnachtszeit in die Jahresendzeit und ins neue Jahr. Da kann man schon mal den Blick in die Zukunft schweifen lassen. Beim Blick nach gestern, weist vieles in die künftigen Zeiten hinein. Wir wollen ja nicht vergessen. Vor ein paar Tagen war Weltuntergang.

Revolution, wo? Harry Lehmann stellte seine Musikphilosophie bei der Berliner Gesellschaft für Neue Musik vor

02.11.12 (Martin Hufner) -
Wir wissen noch nicht genau, was gerade passiert. Wir wissen nur, dass etwas passiert. Die Veränderungen, die mit der Digitalisierung der Musik, ja, mit der Digitalisierung der Kultur überhaupt einhergehen, sind – unbestritten – umfassend. Ob sie auch grundlegend sind, so dass man von einer Revolution sprechen kann, darüber lässt sich streiten. Genau das tat man bei der Jour Fixe der Berliner Gesellschaft für Neue Musik in der Galerie Mario Mazzoli.

Von der Ausrollung eines fliegenden Teppichs in Berlin

18.02.11 (Martin Hufner) -
„Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin; wo die Verrückten sind, ja da muss’te hin“. Und so ist Berlin voll mit Menschen und Verrückten. In so einen Haufen von Neue-Musik-Verrückten hat die Berliner Gesellschaft für Neue Musik (BGNM) den Autoren des Buches „Die Leichtigkeitslüge“, Holger Noltze zum Gespräch geladen. Neue Musik gilt ja für gewöhnlich als schwer, ein leichtes Spiel also für Noltze?
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