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Alle Artikel kategorisiert unter »Lucerne Festival«

Koloratur-Battles und Corona-Klänge: Das Lucerne Festival 2020

26.08.20 (Georg Rudiger) -
Eigentlich sind jeden Sommer rund 100 junge Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt in Luzern, um sich bei der Lucerne Festival Academy unter der Leitung des Karlsruher Komponisten Wolfgang Rihm ausschließlich mit Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zu beschäftigen. Dieses Jahr wurde die 2003 von Pierre Boulez gegründete Akademie erstmals abgesagt, aber Intendant Michael Haefliger konnte zumindest ein Konzert der Lucerne Festival Alumni ins neu konzipierte, auf zehn Tage zusammengedampfte Festival retten.

Die patriarchale Nachhut wirkt unbewusst

Das „Lucerne Festival“ widmete sich dieses Jahr – zumindest programmatisch – dem Thema „Macht“. Nun sind es beileibe nicht die jüngst kolportierten „nächtlichen Telefonanrufe“ eines zenitfernen Opernsängers, welche mit diesem Begriff zugleich jenen des Missbrauchs hören lassen. Letzterer gebärdet sich in der Musikwelt denn auch mehrtönig:

Vielfältige Chancen für den Nachwuchs

29.08.19 (Corina Kolbe) -
In Luzern und Davos geben ehemals geförderte Musiker ihre Erfahrungen an Jüngere weiter. Die beiden Festivals sehen Alumni-Netzwerke als zukunftsträchtige Ressource.

Klassikfestival in Luzern mit Motto «Macht» - letztes Haitink-Konzert

15.08.19 (dpa) -
Luzern - Mit dem Thema Macht setzen sich in diesem Jahr weltberühmte Orchester und Stars der Klassik beim Orchesterfestival «Lucerne Festival» auseinander. «Musik kann der Macht huldigen oder gegen sie aufbegehren», schreiben die Veranstalter. «Aber sie verfügt auch selbst über eine beträchtliche Wirkung, kann agitieren und manipulieren, trösten und euphorisieren.»

Bericht von einer unakademischen Akademie

18.10.18 (Andreas Kolb) -
Das japanische Wort „inori“ bedeutet Gebet, Anrufung, Anbetung. Im Zentrum von INORI (1973/74) stehen 13 Gebetsgesten aus verschiedenen Religionen, die Stockhausen als Orchesterstimmen und Spielanweisungen zugleich komponierte. Das Stück aus den frühen 70er-Jahren ist – wie auch seine Werke „Hymnen“ oder „Telemusik“ – aufgeladen mit außermusikalischer Bedeutung, in diesem Fall mit spiritueller. Unter dem Gesichtspunkt der Debatten um Gehaltsästhetik in der Neuen Musik ist INORI damit topaktuell. Das 70 Minuten dauernde opulente Orchesterstück ist dennoch ein Meisterwerk absoluter Musik, in dem Stockhausen aus einer einzigen Formel einen einzigartigen musikalischen Kosmos erschafft. „Musik dieser Art“, so Wolfgang Rihm, der es 2018 in Luzern auf den Spielplan gesetzt hatte, „hat es vorher nicht gegeben und wird es auch danach nicht mehr geben“.

Echokammer und Gipskacheln: Luzern feiert 20 Jahre Klanggenuss

16.08.18 (Christiane Oelrich, dpa) -
Zu übersehen ist das Kultur- und Kongresszentrum in Luzern nicht: Der imposante Bau liegt direkt am Bahnhof und am Vierwaldstättersee. Das Herzstück, der gefeierte Konzertsaal, hat jetzt runden Geburtstag.

Zwei Wunderkinder beim Musikfestival Luzern: Mozart und Lang Lang

15.08.18 (dpa) -
Luzern - Mit dem Thema «Kindheit» startet das Lucerne Festival für klassische Musik im schweizerischen Luzern an diesem Freitag in seinen Musiksommer. Das größte Orchesterfestival der Welt bietet zum Auftakt zwei Wunderkinder auf: Lang Lang und Mozart.

„In den Steppen von Sápmi“ von Ansgar Beste beim Lucerne Festival

Ansgar Beste ist der Gewinner des mit 50.000 Schweizer Franken dotierten sechsten Kompositionswettbewerbs der Stiftung Christoph Delz in Zusammenarbeit mit dem Lucerne Festival. „In den Steppen von Sápmi“ reflektiert die repetitive, steppenartige Landschaft von Sápmi (Lappland), indem 6 Tier-Joiken (d.h. die Tiere der Region imitierende samische Volkslieder) kombiniert werden mit vokaler Präparation, erweiterten Stimmtechniken und Elementen der Vocal Percussion.

"Arbeitslieder" op. 8 von Christoph Delz beim Lucerne Festival

Das Lucerne Festival schreibt in seiner Programmankündigung: "Er war ein Meister des Imaginativen: In seinen 1983/84 entstandenen Arbeitsliedern verbindet der Schweizer Komponist Christoph Delz naturhafte Laute und «work songs» aus unterschiedlichsten Weltgegenden, mechanisch-technische Geräusche wie aus einer Fabrikhalle und Textfetzen von Vergil bis Marx zu einem suggestiven Hörbild, das dem menschlichen Grundthema der Arbeit nachspürt."

Orchester und Jazzband – hier hat’s funktioniert

27.09.15 (Oliver Hochkeppel) -
Es gibt gleich einige gute Gründe, warum der Berner Andreas Schaerer derzeit der vielleicht interessanteste Gesangskünstler der Musikszene ist. Was damit beginnt, dass der aktuelle Preisträger des Echo Jazz in der Sparte „Gesang international“ weit mehr ist als nur ein Sänger und auch nur bedingt in die Schublade Jazz passt; Schaerer ist vielmehr ein Stimm-Jongleur, der sein Organ nicht nur in den verschiedensten Lagen und Stilen erklingen lassen, sondern damit auch alle denkbaren Geräusche erzeugen und allerlei Instrumente bis hin zum Schlagzeug imitieren und polyphon übereinander türmen kann. Er ist darüber hinaus ein glänzender Komponist, der diese Fähigkeiten für die verschiedensten Projekte variabel einsetzen kann. Und er verfügt schließlich in reichem Maße über Bühnen-Charisma und die in der „ernsten Musik“ eher seltenen Gabe des Humors, was vor allem bei seiner Paradeband „Hildegard lernt fliegen“ zur Geltung kommt.
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