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Alle Artikel kategorisiert unter »Rebecca Saunders«

Die Donaueschinger Musiktage 2016

Auch 2016 begleitete nmzMedia wieder die Donaueschinger Musiktage mit täglich aktuellen Blogvideos. Im Anschluss entstand diese zusammenfassende Dokumentation aus dem Material dieser vier Filme. Proben und Aufführungen, Installationen und Konzerte, Gespräche, Interviews und viel Atmosphäre rund um das wohl einflussreichste Festival für zeitgenössische Musik.

Körper-Krassheit und Gedächtnis-Sondermüll

28.10.16 (Gerhard R. Koch) -
Am mythischen Anfang der Musik stehen polare Figuren für Verklärung und Grauen: der verklärend-entrückte Sänger Orpheus und der Satyr Marsyas – der sich erdreistete, Apoll zum Wettgesang aufzufordern, und schmählich unterliegen musste. Doch der Strahlegott war kein großmütiger Sieger, sondern ließ dem Frevler zur Strafe bei lebendigem Leib das Fell über die Ohren ziehen. Die „hässliche“ Stimme des Halbmenschen und der Schmerzensschrei des Geschundenen sind gleichsam die Kehrseite, der Abgrund aller „orphischen“ Erhabenheit: Elementar-Symp­tome einer in mehrfacher Hinsicht wahrhaft kruden Ästhetik. Doch der Apoll-Marsyas-Mythos ist auch Urbild musikalischer Wettbewerbe: Wer sich dabei bewirbt, riskiert Versagen, Niederlage, Ausscheiden. Zwar geht es nicht gleich um Kopf und Kragen, aber der Misserfolg kann schon schmerzen, auf jeden Fall die Karriere vermasseln.

Donaueschinger Musiktage 2016 – Samstag: „Words and Voices“

Der filmische Querschnitt durch den zweiten Festivaltag in Donaueschingen stellt unter anderem Rebecca Saunders’ Werk „Skin“ für Sopran und 13 Instrumente vor. Neben Texten von Beckett und Joyce verwendet die Komponistin in diesem Stück zum ersten Mal auch selbst verfasste Textpassagen.

Festival Alte Musik Knechtsteden feiert 25. Jubiläum

05.09.16 (dpa) -
Das Festival Alte Musik in Knechtsteden bei Dormagen feiert seinen 25. Geburtstag. Vom 17. bis 25. September lädt Intendant Hermann Max mit exotischen und spirituellen Festmusiken in die romanische Klosterbasilika. Zum Jubiläum erwartet das Publikum 1000 Jahre Musik in neun Konzerten von mittelalterlichen Meistern über Monteverdi, Bach und Rossini bis zur zeitgenössischen englischen Komponistin Rebecca Saunders, wie die Organisatoren am Montag mitteilten.

Entgrenzung im Dreierpack –UN/RUHE von Junger Deutscher Philharmonie und Sasha Waltz & Guests beim Kunstfest Weimar

25.08.16 (Dirk Wieschollek) -
Die UN/RUHE beginnt draußen mit bemerkenswerter Stille. Ein paar Dutzend Menschen stehen regungslos in geometrischer Strenge auf dem Vorplatz der Weimarhalle, verlassen einer nach dem anderen ihren zugewiesenen Standort und gehen ihrer Wege. Nur die Schuhe bleiben zurück und konstituieren am jetzt menschenleeren Ort ein abstraktes Feld der Erinnerung, das mit zwingender Bildhaftigkeit so einiges ins Bewusstsein rückt, was gerade an existentiellem Drama tagtäglich unterwegs nach Europa ist. Menschen – allein mit ihrem Körper und ein paar Visionen: Schmerzen und Sehnsüchte, Verzweiflung und Utopien, Grenzüberschreitungen ... das werden auch die Themen der Musik sein, nicht irgendeiner Musik. Dann wird erst mal das Licht ausgemacht ...

Abheben in künftige Räsonanzräume

31.03.16 (Juan Martin Koch) -
Was passiert, wenn man ein Akkordeon ins Orchester setzt? Das Orchester beginnt, in Zungen zu reden. Tief einatmend bläst es seinen Balg auf, der Wind pfeift leise durchs Schlagwerk. Im nächsten Moment kann es aber auch die scharfe Attacke beantworten, zu der das Akkordeon fähig ist.

Wenn die Zeit zum Raum werden soll

01.03.16 (Georg Beck) -
Was uns so alles gewünscht wird. Keine Zeitung kann man kaufen, keine Besorgung machen, an jeder Supermarkt-Kasse ist es unvermeidlich: „Schönen Tag noch!“ Jeder weiß, was er davon zu halten hat. Angeschaut wird man dabei ja ohnehin selten – es sei denn, man legt seine Payback-Karte vor. Belohnt mit frommen Wünschen, mit Rabattvorteilen wird der Konsum, das erklärte, das deklarierte Kundesein. So weit, so bekannt.

Wanderschaft und Verweilen

13.04.15 (Alexander Strauch) -
Vom 19. bis 21. Februar veranstaltete die musica viva des Bayerischen Rundfunks ein kleines Festival mit drei Konzerten: Zuerst präsentierten sich Solisten des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks mit Kammermusik in der Allerheiligenhofkirche. Tags darauf zog man nur ein paar Meter um die Ecke weiter in den Herkulessaal, das Stammhaus der Konzertreihe. Als ob man einen Parcours zwischen den bisher ab- wie angezählten Alternativen für einen neuen Konzertsaal ablaufen sollte, fand man sich zuletzt am Fuße des Gasteigs, schräg gegenüber der Insel des Deutschen Museums in der Muffathalle wieder. Oder war diese erlebte Wanderschaft das unausgesprochene Motto dieses Wochenendes Ende Februar?

Personalia 2015/03

01.03.15 (Albrecht Dümling) -
Happy New Ears-Preise an Rebecca Saunders, Gerhard Rohde und Christian Grüny +++ Zum Tod des Dirigenten Israel Yinon +++ Komponisten-Förderpreise der Ernst von Siemens Musikstiftung

„Happy New Ears“-Preis der Hans- und Gertrud Zender-Stiftung in München an Rebecca Saunders, Gerhard Rohde und Christian Grüny verliehen

23.02.15 (nmz-red) -
Den Slogan „Happy New Ears“ hatte einst John Cage geprägt. In Anlehnung an diese augenzwinkernde Aufforderung zum vorurteilsfreien Hören nannte der Komponist Dirigent und Musikschriftsteller Hans Zender eine Initiative der Hans- und Gertrud Zender-Stiftung „Happy New Ears“. Seit 2011 vergibt die Stiftung zusammen mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Konzertreihe musica viva und BR-Klassik alle zwei Jahre den „Happy New Ears-Preis“.
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