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Alle Artikel kategorisiert unter »Roman Hovenbitzer«

Einmal Orient und zurück – Mozarts „Entführung aus dem Serail“ wird in Meiningen gefeiert

26.05.19 (Joachim Lange) -
Mit der „Entführung aus dem Serail“ zollte Mozart einer damals grassierenden Türkenmode auf der Opernbühne seinen Tribut. Turban war 1782 in. Wobei in Wien die Erinnerung an die versuchte Einnahme der Stadt durch die osmanischen Heere hundert Jahre zuvor noch kein Märchen aus alten Zeiten war. Europa und die Türken, das „Abendland“ und der Orient sind ein historisches Dauerthema. Die aktuelle Spielart davon ist längst jenseits aller Reisefolklore im Alltagsbewusstsein verankert. Nicht zuletzt, dass am Freitag vor der Premiere mit den Beethoven-Klängen der Europahymne an die Wahlen erinnert wurde, zeugt – nur einmal um die Ecke gedacht – davon. Joachim Lange mit Details.

Rendezvous mit dem Tod – David T. Littles Kennedy-Oper in Augsburg

25.03.19 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die Amis trauen sich“ könnte salopp auch im Musiktheater festgestellt werden: „Nixon in China“, „Diva“, „Doctor Atomic“, „Marilyn“, „Frau Schindler“ – US-Komponisten greifen in ihre nähere Geschichte und wagen sich an zeitgenössisch relevante Themen. Nun also „JFK“, eine Oper über John Fitzgerald Kennedy in Augsburg. Wolf-Dieter Peter nimmt die europäische Erstaufführung ins Visier.

Strangulation erspart die Guillotine – Giordanos „André Chénier“ in Schwerin

22.01.19 (Arndt Voß) -
Drastisch in der Handlung und schrill in den Farben serviert das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin Umberto Giordanos „André Chénier“ (Premiere: 18. Januar 2019). Die spektakuläre, zugleich ungewöhnlich üppige Inszenierung, die Roman Hovenbitzer erarbeitete, packt den Zuschauer. Expressiv und temporeich, dabei oft sinnlich überbordend, werden die chaotischen Zustände vor und während der Französischen Revolution vorgeführt, ein Zeitbild der besonderen Art! Dazwischen geraten die privaten, idealisierten Gefühle der drei Protagonisten unvermeidlich in die Nähe des Kitsches.

Sängerfest in Schwarzweiß: Verdis „Otello“ in Dessau

18.09.17 (Roland H. Dippel) -
Seit Jahren wahrt das Anhaltische Theater Dessau hinweg über Intendanten-Perioden im Musiktheater ein bemerkenswert sattes musikalisches Format. Auch die aktuelle Verdi-Produktion zur Eröffnung der 223. Spielzeit reiht sich in diese Kette erstklassiger Produktionen, zu denen neben Bussen aus der Region sich auch viele Stammbesucher aus Berlin und ganz Mitteldeutschland einfinden. Der Premierenapplaus hatte enthusiastische Wärme.

Peter Cornelius’ Oper „Der Barbier von Bagdad“ in Gießen

12.02.17 (Peter P. Pachl) -
Eine stärkere Einheit von Wort und Ton, selbst gemessen an den Musikdramen von Cornelius’ Busenfreund Richard Wagner, der dem Jüngeren in Wien eine dauernde häusliche Gemeinschaft, ein Leben wie Mann und Frau, angeboten hatte, ist auf der Opernbühne selten zu erleben. Im Gießener Stadttheater wird die vielschichtige und beziehungsreiche Handlung des „Barbier von Bagdad“ musikalisch domestiziert und szenisch verschmälert zu einer „Biene Maja“-Geschichte.

Das lange Warten auf Anatol – Am Theater Hagen geht die Reihe mit amerikanischen Opern erfolgreich weiter

Das Theater Hagen überrascht doch immer wieder. Und zeigt sich konsequent in seinem Engagement für die amerikanische Oper! Vieles gab es da in den letzten zehn, zwölf Jahren zu sehen und zu hören: neben Klassikern wie Kurt Weills „Street Scene“ und Leonard Bernsteins „West Side Story“ unter anderem Raritäten wie William Bolcoms „A View from the Bridge“, André Previns „Endstation Sehnsucht“ und zuletzt (vor drei Jahren) Carlisle Floyds „Susannah“. Jetzt steht Samuel Barbers „Vanessa“ auf dem Spielplan – und damit kann das Haus wieder einmal punkten!

Betriebsame Klänge für ein gutes Ensemble – Ludger Vollmers Oper „Lola rennt“ am Theater Hagen

Tom Tykwers Film „Lola rennt“ kam 1998 in die Kinos – und wurde ganz schnell international gefeiert. Franka Potente spielte die Hauptrolle – und auch sie wurde ganz schnell berühmt. Vor gut einem Jahr wurde aus dem Film eine Oper, komponiert von Ludger Vollmer und uraufgeführt im Theater Regensburg als Auftraggeber des Stückes ( siehe nmz Online vom 28.2.2013 ). Nun bietet das Theater Hagen eine Neuinszenierung und unterstreicht damit einmal mehr sein großes Engagement für die zeitgenössische Oper.

Darsteller zum Spielen verurteilt – Gustave Kerkers Operette „Die oberen Zehntausend“ in Gießen

31.01.14 (Andreas Hauff) -
Zwischen den Gattungen Operette und Musical scheint ein tiefer Graben zu liegen – auch wenn das amerikanische Musical Wurzeln in der europäischen Operette hat und umgekehrt amerikanische Elemente die europäische Operetten-Bühne bereicherten. Dass nicht erst in den 1920er Jahren, sondern schon 1911, also noch im Deutschen Kaiserreich, ein Broadway-Komponist für Berlin schrieb, daran erinnert das Stadtheater Gießen mit einer Ausgrabung: Gustav Kerkers Operette „Die oberen Zehntausend“.
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