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Alle Artikel kategorisiert unter »Tobias Kratzer«

Der radelnde Bote des Königs: Rossinis „La gazza ladra“ am Theater an der Wien

17.11.22 (Joachim Lange) -
Am Ende ist es gerade nochmal gut gegangen. In buchstäblich letzter Sekunde. Immerhin werden zwei Todesurteile nicht vollstreckt, sondern kassiert. Das eine gegen die junge Frau Ninetta, die angeblich die sprichwörtlichen Silberlöffel geklaut hat, erweist sich als krasses Fehlurteil. Nicht sie war die Diebin, sondern eben jene diebische Elster, die diesem durchschlagenden Opernerfolg von Gioachino Rossini im Jahre 1817 zu ihrem Titel verholfen hat.

Aufatmen nach dem ersten Durchlauf – Bei den Bayreuther Festspielen werden die Wiederaufnahmen durchweg bejubelt!

10.08.22 (Joachim Lange) -
Aufatmen darf Festspielchefin Katharina Wagner schon mal. Der in seinem Umfang alle Grenzen sprengende aktuelle Premieren-Zyklus mit insgesamt fünf Neuinszenierungen, von „Tristan und Isolde“ bis zur kompletten Ring-Tetralogie, und den drei Wiederaufnahmen von „Lohengrin“, „Fliegendem Holländer“ und „Tannhäuser“ sind einmal durch! Nichts davon ist ausgefallen. Ganz unfallfrei ging es dennoch nicht ab.

Großes europäisches Opern-Panorama – Der provençalische Opernsommer 2022

12.07.22 (Frieder Reininghaus) -
Nach der Zwangspause zu Beginn des Jahrzehnts hat das Festival d’Aix-en-Provence 2022 wieder volle Fahrt aufgenommen und Anfang Juli ein gutes halbes Dutzend neuer Produktionen im Hof des ehemaligen Erzbischofspalasts, im neuen Grand Théâtre de Provence und zwei weiteren neu erschlossenen Nebenspielstätten angeboten. Directeur Pierre Audi sorgte für ausgewogenes internationales Flair in einer politisch hellhörigen Zeit, hielt aber die Inszenierungen frei von aktuellen Bekundungen. Mit zwei Uraufführungen und einer markanten szenischen Kreation wurde der Anspruch auf europäische Marktführerschaft unterstrichen.

Drei bleibt Drei – Giacomo Puccinis „Il Trittico“ in Brüssel

16.03.22 (Joachim Lange) -
Giacomo Puccinis „Il Trittico“ ist schon deshalb ein Unikum, weil eine Formalie für den Titel sorgt und nicht der Inhalt. Weder im Ganzen, noch gedrittelt. Drei Geschichten von zwei Librettisten. Giuseppe Adami lieferte die Vorlage für „Il tabarro“ (Der Mantel) und Giovacchino Forzano die für „Suor Angelica“ (Schwester Angelica) und „Gianni Schicchi“. Etwas handfestes, dann etwas lyrisch Tragisches und zum Abschluss etwas Heiteres. Das dann obendrein mit dem popularitätsfördernden Wunschkonzerthit „O mio babbino caro“, mit dem eine Tochter ihren Papa einwickelt und das Puccinipublikum gleich mit.

„Naja“-Amüsement – Die Oper Frankfurt mit Carl Nielsens „Maskerade“

01.11.21 (Wolf-Dieter Peter) -
„Nicht-ich-selber-Sein“, sich zumindest äußerlich in eine*n andere*n zu verwandeln – das durchzieht die Menschheitsgeschichte. Wenn dadurch ein soziales Höher und Tiefer, ein Überwinden gesellschaftlicher Konventionen, Standesgrenzen und gar von Gesetzen möglich wird, dann kann es Revolution geben – oder eben Komödie. Die formte 1724 Ludvig Holberg in einem dänischen Schauspielerfolg. An den wollte 1906 Carl Nielsen mit seiner komischen Oper in Kopenhagen anknüpfen.

Musikalisch verdichtet, szenisch noch nicht abgeschlossen – „Tannhäuser“ in Bayreuth

28.07.21 (Peter P. Pachl) -
Im Sinne der „Werkstatt“ Bayreuth hat Tobias Kratzer an seiner Inszenierung des „Tannhäuser“, die nach dem wenig glücklichen Dirigat von Valerie Gergiev im vorletzten Jahr nun durch die musikalische Leitung von Axel Kober enorm gewonnen hat, weitergearbeitet. Kaum eine andere Inszenierung im derzeitigen Bayreuther Aufführungskanon bekennt sich so deutlich zum Revolutionär Wagner und verlängert diese Haltung bis hinein in die Gegenwart.

Regie-Talent Kratzer an Pariser Oper: Faust fliegt über Notre-Dame

23.03.21 (dpa) -
Paris - Tobias Kratzer gilt als eines der größten Regie-Talente seiner Generation. Nun feiert der 41-Jährige mit «Faust» des französischen Komponisten Charles Gounod (1818-1893) seine erste Inszenierung an der Pariser Oper Bastille. Wegen der Corona-Krise wird die über dreistündige Inszenierung im französischen Fernsehen übertragen. Die Erstausstrahlung findet am 26. März auf «France 5» statt.

Unvollständiges Universum

12.05.20 (Juan Martin Koch) -
Barbara Hannigan geht den nächsten Schritt. Nach umjubelten Auftritten als singende Dirigentin hat sie mit Strawinskys „The Rake’s Progress“ nun auch ihre erste komplette Oper geleitet.

Tobias Kratzer führt Regie: «Fidelio» im Royal Opera House

26.02.20 (dpa) -
London - Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven wartet das Royal Opera House Covent Garden mit einem Highlight auf: In seinem Londoner Debüt stellt der angesagte deutsche Opernregisseur Tobias Kratzer seine Neuproduktion von «Fidelio» vor.

An der Oper Lyon macht Tobias Kratzer aus Gioachino Rossinis „Guillaume Tell“ ein Lehrstück

06.10.19 (Joachim Lange) -
Mit seinem „Guillaume Tell“ hat sich Gioachino Rossini den abrupten Wechsel vom Erfolgskomponisten zum Lebenskünstler mit 37 Jahren sozusagen redlich verdient. Denn mit dem macht er Ernst, da geht’s 1829 zur Sache. Rossini feiert mit revolutionärem Furor den exemplarischen Freiheitswillen der Schweizer im Format einer Grand Opera. Dabei analysiert er das bedrohlich Böse so glasklar, dass seinem Publikum keine Chance bleibt, als dem in eine Oper übersetzten Pathos Friedrich Schillers zu folgen. Joachim Lange sieht und hört eine große Oper.
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