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Alle Artikel kategorisiert unter »Walter Braunfels«

Physisches für das Sammlerherz

16.01.20 (Peter P. Pachl) -
Der persönliche Jahresrückblick der nmz-Phonokritiker. Kuriose Kostbarkeiten.

Ausnahmeopern bei den Tiroler Festspielen Erl – „Guillaume Tell“ und „Die Vögel“

22.07.19 (Roland H. Dippel) -
Nach der Direktion von Gustav Kuhn und vor dem Start des Frankfurter Opernintendanten Bernd Loebe zeigt Andreas Leisner, wie sich die mit den Blöcken Sommer, Erntedank, Winter fast über das ganze Jahr dehnenden Tiroler Festspiele Erl zwischen München, Salzburg und Innsbruck durch ein individuelles Konzept profilieren könnten. Die anspruchsvollen Werke „Guillaume Tell“ und „Die Vögel“ hatten im Festspielhaus Erl beeindruckendes Format. Ein Bericht von Roland H. Dippel

Peter P. Pachl: Kuriose Kostbarkeiten

03.01.19 (Peter P. Pachl) -
Nachdem der Echo Klassik Preis im Vorjahr schmählich abgestürzt war, ist er – wie Phönix aus der Asche – als Opus Klassik Preis neu emporgeschwebt. Einen der Preise erlangte dabei die an dieser Stelle im Vorjahr bereits prämierte DVD-Ersteinspielung von Walter Braunfels’ „Ulenspiegel“ (Capriccio), und mit einer der hier als bemerkenswert hervorzuheben geplanten, dann aber aufgrund der gebotenen Kürze dem Strich zum Opfer gefallenen Produktionen erlangte ebenfalls den Opus die Doppel-CD mit der Kammermusik und den Liedern von Rudi Stephan unter ihrem Spiritus Rector Hinrich Alpers (Sony). Nach dem Echo in der Musik als deren entschlüsseltem Geheimnis, dem Wieder-Hören, gilt nun auch in dieser individuellen Bilanz die Hervorhebung dem Plural von Opus – die Pluralität der Opera auf dem (Bild-)Tonträger-Markt.

Kuriose Kostbarkeiten (Peter P. Pachl)

29.12.17 (Peter P. Pachl) -
Eine geradezu absurde Situation: selbst jene Labels, die in den Vorjahren Künstlern oder Ensembles wenigstens geringe Honorare entrichtet haben, zahlen inzwischen nichts mehr, sondern fordern im Gegenteil die Festabnahme von Exemplaren in Hunderter-Stückzahlen. Kurioserweise geht der Tonträger- und Bildtonträger-Markt trotz massiver Klagen um mangelnde Absätze nicht zurück, sondern expandiert weiter. Im schier kaum überschaubaren Angebot befinden sich im Jahre 2017 zahlreiche Erstveröffentlichungen und Repertoire-Erweiterungen, die anzuhören oder anzusehen Freude macht.

DVD-Tipp 2016/12

15.12.16 (Juan Martin Koch) -
Walter Braunfels: Ulenspiegel +++ Mauricio Sotelo: El Público +++ Jean-Philippe Rameau: Dardanus

Machtmissbrauch und bunter Kinderbilderbogen – Kölner Erstaufführung von Walter Braunfels’ „Jeanne d'Arc“

16.02.16 (Peter P. Pachl) -
In der Messehalle Staatenhaus, wo sich die Oper derzeit interimistisch eingerichtet hat, erfolgte die späte Kölner Erstaufführung jenes Komponisten, der hier kurz vor der Machtergreifung der Nazis und im Nachkriegsdeutschland die Hochschule für Musik geleitet hat. Der von Hitler geschätzte, für eine NS-Hymne vorgesehene jüdische Walter Braunfels (1882-1954) überlebte bei Überlingen am Bodensee den Terror in der inneren Emigration. Hier komponierte er seine letzte Oper „Jeanne d’Arc – Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna“. Ohne Aussicht darauf, sie irgendwann noch hören oder auf der Bühne erleben zu können, versuchte der Komponist mit seinem mystisch-katholischen Bekenntniswerk Wagners „Parsifal“ zu überbieten.

CD-Tipps 2014/11

07.11.14 (Juan Martin Koch) -
Jean Barraqué: Sonate pour piano. Roger Woodward, Klavier. +++ Walter Braunfels: Verkündigung. Juliane Banse, Janina Baechle, Matthias Klink u.a.; Chor des BR, Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer. +++ Josef Suk: Sämtliche Werke für Streichquartett, Klavierquartett. Matthias Kirschnereit, Minguet Quartett.

Till als heutiger Freiheitskämpfer – Walter Braunfels’ Frühwerk „Ulenspiegel“ beim Linzer Festival

11.09.14 (Peter P. Pachl) -
Der Raum der ehemaligen Linzer Tabakfabrik, umgestaltet zu einem Auto-Schrottplatz, wirkt wie ein armes Remake der Aufführung von Schrekers „Die Gezeichneten“ im Palladium in Köln. War jene historische Werkhalle das offizielle Ausweichquartier der Kölner Oper, so kämpft in Linz ein freies Festival mutig um sein Überleben: vom großen Bruder Brucknerfest geduldet, aber kaum gefördert, bringt EntArteOpera zum zweiten Mal ein buntes Programm mit Werken verfemter Komponisten zur Aufführung, kombiniert mit einer Ausstellung in ungewöhnlicher Form.

Ohne Holzhammer – Yona Kim inszeniert „Die Vögel“ von Walter Braunfels am Theater Osnabrück

Walter Braunfels – die beachtliche Karriere dieses Komponisten fand ein abruptes Ende, als 1933 die Nationalsozialisten das Ruder übernahmen: seine Werke wurden mit einem Aufführungsverbot belegt – und nach Ende des Krieges blieb Braunfels’ Oeuvre lange völlig unbeachtet. Seine Opern kamen dann ab den 1990er-Jahren wieder zaghaft auf die Bühne, zuletzt „Der Traum ein Leben“ an der Oper Bonn.

Die Jagd nach dem Glück mit großen Sexten – Walter Braunfels’ Grillparzer-Oper „Der Traum ein Leben“ in Bonn

31.03.14 (Peter P. Pachl) -
In der inneren Emigration entstand in den Jahren 1934 bis 1937 die Oper „Der Traum ein Leben“ des verfemten Komponisten Walter Braunfels. Anlässlich der späten szenischen Uraufführung, 2001 in Regensburg, hatte Juan Martin Koch in der nmz prognostiziert, „dass hier ein wichtiges Stück Musiktheater des 20. Jahrhunderts möglicherweise im 21. endlich angekommen ist und – weitere und weitergehende Regieanstrengungen vorausgesetzt – vor einer Renaissance stehen könnte“. Diese Anstrengungen hat nunmehr das Theater Bonn in besonders hohem Maße erfüllt.
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