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Alle Artikel kategorisiert unter »Zeynep Gedizlioglu«

Zwei Blicke auf ein Festival unter dem Orkan

28.02.20 (Andreas Kolb) -
Das Festival ECLAT erinnerte dieses Jahr an „40 Jahre neue Musik in Stuttgart“. 1980 als „Tage für Neue Musik“ von Musikern der Stadt gegründet, sprach es damals Publika in ganz diversen Spielorten Stuttgarts wie dem Planetarium, der Alten Reithalle oder dem früheren Theaterhaus in Stuttgart-Wangen an. Das ECLAT-Festival selbst gab es dann seit 1998. Seine endgültige Heimat fand ECLAT 2003 im neuen Theaterhaus am Stuttgarter Pragsattel.

Die kopernikanische Wende von Raderthal

03.05.19 (Georg Beck) -
Köln, im April. – Kopernikanische Wenden sind eine heiße Sache. In der Wissenschaft, im Leben, in der Kunst. Wo gewohnte Standpunkte aufgegeben, wo Blickrichtungen, die uns vertraut sind, umgekehrt werden, rückt die interessierte Öffentlichkeit automatisch auf die Stuhlkante vor, stellt die Ohren in den Wind. Reaktionen, die Frank Kämpfer gut bekannt sind. Mit dem Start seiner themenzentrierten Forum-Ausgaben, der Abkehr vom „Avantgarde“-Prinzip, das sich für ihn als veraltet, weil mit „Dogma und Ausgrenzung“ verbunden, darstellte, sorgt der Neue Musik-Redakteur beim Kölner Deutschlandfunk für Wetterleuchten am Festivalhimmel. Pointiertes Hör-erecho inbegriffen. Jetzt, zum 20-Jahr-Jubiläum des Forum neuer Musik, war Gelegenheit zur Rückschau.

Ansichten des Augenblicks

19.09.18 (Dirk Wieschollek) -
Als Zeynep Gedizlioğlu im Mai den Heidelberger Künstlerinnenpreis entgegennahm (und sich damit in die Riege prominenter Vorgängerinnen wie Olga Neuwirth, Isabel Mundry, Adriana Hölszky oder Sofia Gubaidulina einreihte), war laut Jury einer der Gründe, dass die türkische Komponistin einen „kompromisslosen, transkulturellen Stil“ etabliert habe, der „persönliche Erfahrungen und politischen Protest“ in dichten Klangtexturen amalgamiert.

Von Weltrettern und einem fatalen Marsch – Das Stuttgarter Festival Eclat 2018

04.02.18 (Andreas Kolb) -
Prima la musica, poi le parole, das Verhältnis von Musik zu Wort und umgekehrt ist beim Stuttgarter Festival Eclat schon immer auf besondere Weise ausgelotet worden. Auch der Jahrgang 2018 ist wieder ein Gradmesser dafür, was Komponisten heute umtreibt, und das sind neben den Möglichkeiten, die ihnen das Klavier des 21. Jahrhunderts bietet, also die Musik aus und mit dem Laptop, vielfach Themen aus dem menschlichen Alltag.

Musikalischer Zwischenstatus der Moderne – 4. Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main cresc…

29.11.17 (Juana Zimmermann) -
‚Transit‘ bedeutet die Durchreise von Waren oder Personen durch ein Drittland. Es ist weder Herkunft noch Ziel, sondern zu überwindendes Gebiet – ein Zwischenstatus, unter dem man, wenn man ausreichend lange sinniert, alles verorten kann. Damit ist der Begriff ideal als Festivalthema. Die 4. Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein Main cresc… nahm sich dessen an und veranstaltete vom 22. bis 26. November 2017 in Frankfurt am Main, Hanau und Wiesbaden Konzerte, Roundtables, Performance, Klanginstallationen und Oper unter diesem Motto.

Nach Kritik der Türkei - Konzertprojekt «Aghet» in Dresden gefeiert

02.05.16 (dpa) -
Dresden - Erstmals seit der Intervention der Türkei gegen das Musikprojekt «Aghet» ist das Werk wieder aufgeführt worden. Das Projekt war zum 100. Jahrestag des Massakers an den Armeniern initiiert worden. Die Dresdner Sinfoniker und Gastmusiker bekamen am Samstagabend im ausverkauften Festspielhaus Hellerau in Dresden stehende Ovationen.

Kunst als Zankapfel der Diplomatie – Unsatirische Verwerfungen zwischen der EU und der Türkei

26.04.16 (Michael Ernst) -
Wer entscheidet über den EU-Beitritt der Türkei, Politiker wie die Bundeskanzlerin mitsamt ihren Kollegen aus London, Paris und Rom? Sind es die Herren Davutoglu und Erdogan? Oder ist es ein Häuflein verwegener Künstler, an deren aufklärerischer Haltung nicht nur die Beitrittsverhandlungen, sondern auch die gesamte türkische Unterstützung der europäischen Flüchtlingsprogramme scheitern könnten?

An den Grenzen des klassischen Konzertrituals – 12 Uraufführungen mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart bei Èclat 2014

10.02.14 (Andreas Kolb) -
Mit einem Festival im Festival endete am Sonntag Èclat 2014 im Stuttgarter Theaterhaus. „Mediterranean Voices“ war das Großprojekt übertitelt, das vier Konzerte und eine alle Räume des Stuttgarter Theaterhauses umfassende Videoinstallation von Daniel Kötter umfasste. Zwölf Komponisten, deren biografische Wurzeln allesamt im Mittelmeerraum liegen, hatten von „Musik der Jahrhunderte“ Aufträge für die einzigartige Gesangsexpertise der Neuen Vocalsolisten Stuttgart erhalten.

Komponisten in repräsentativen Porträts

31.10.12 (Andreas Kolb) -
Der Benefit des Ernst von Siemens Komponistenförderpreises liegt nicht nur im Preisgeld: Er liegt auch in der Tatsache, dass er Türen öffnet. Erfahrungsgemäß sind die Auftragsbücher der ausgezeichneten Komponisten spätestens vom Stichtag der Verleihung an gut gefüllt. Dennoch hat das Kuratorium des Preises noch einen Mangel entdeckt: Es existieren zu wenig qualitativ hochwertige Aufnahmen ihrer Komponisten-Förderpreisträger. Eine neue CD-Reihe der Siemens-Musikstiftung und des Labels Col legno schafft nun Abhilfe.

Ernst von Siemens Musikpreis 2012 für Friedrich Cerha – Förderpreise für Luke Bedford, Zeynep Gedizlioglu und Ulrich Alexander Kreppein

26.01.12 (nmz, PM) -
Der Ernst von Siemens Musikpreis 2012 geht an Friedrich Cerha. Wie die Ernst von Siemens Musikstiftung mitteilte, erhält der 1926 geborene österreichische Komponist den mit 200.000 Euro dotierten Preis als Auszeichnung für sein Lebenswerk. Träger der diesjährigen Förderpreise für junge Komponisten sind der Brite Luke Bedford, Zeynep Gedizlioglu aus der Türkei und Ulrich Alexander Kreppein aus Deutschland. Insgesamt vergibt die Ernst von Siemens Musikstiftung 2,7 Millionen Euro. Gefördert werden 2012 über hundert zeitgenössische Musikprojekte mit Künstlern aus 30 Ländern weltweit. Die Preisverleihung findet am 22. Juni 2012 im Münchner Cuvilliés-Theater statt.
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