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Alle Artikel kategorisiert unter »Orchestermusik«

Ralfs rosa Riesenteufel: Das Bundesjugendorchester bei „Young Euro Classic“

22.08.17 (Roland H. Dippel) -
Im Konzerthaus Berlin feiert man vom 17. August bis zum 3. September die achtzehnte Ausgabe von „Young Euro Classic“. Nach dem Attentat in Barcelona hat dieses „Festival der besten Jugendorchester der Welt“ über Nachwuchspflege und künstlerische Inhalte eine Appellfunktion für die freiheitlichen Werte. Im Festivalheft ist die Spannweite der Positionen fassbar: Man blättert nach der Ankündigung des Moldavian National Youth Orchestra (27. August) und der Nationalen Jugendphilharmonie der Türkei (28. August) weiter und findet die ganzseitige Anzeige des queeren Stadtmagazins „Siegessäule“.

CD-Tipp 2017/07

18.07.17 (Juan Martin Koch) -
Franz Liszt: Eine Faust-Symphonie. Steve Davislim, Tenor; Chorus Sine Nomine, Wiener Akademie, Martin Haselböck. Alpha Classics

Phrasenbildung im Reagenzglas. Das Philharmonische Staatsorchester Mainz wagt beim Jugendkonzert einen „Besuch in Haydns Komponier-Labor“

24.05.17 (Andreas Hauff) -
Ja, Joseph Haydn. Im schulischen Musikunterricht gibt es noch ein paar Nischen für ihn. Da ist der „Paukenschlag“ – als etwas grobschlächtiges Beispiel für seinen Humor und, praktischerweise, für einen Variationensatz. Das „Kaiserquartett“ enthält auch einen solchen und darüber hinaus die Melodie der deutschen Nationalhymne. Und da gibt es dann noch die „Abschiedssinfonie“ – als bemerkenswertes Beispiel für Courage gegenüber dem fürstlichen Arbeitgeber. Aber „cool“ ist der Mann nicht – weder zu früh gestorben und als Süßigkeit in Kugelform verbreitet wie Mozart, noch „beinahe ein Rock‘n Roller“ wie Beethoven … Hermann Bäumer, GMD in Mainz, bewegt sich also auf dünnem Eis, wenn er beim „Konzert für junge Leute“ mit dem Philharmonischen Staatsorchester einen „Besuch in Haydns Komponier-Labor“ wagt.

unüberhörbar 2017/03

13.03.17 (Hanspeter Krellmann) -
Amira Medunjanin: Damar +++ Giuseppe Tartini: Cantabile e suonabile – Sonate autografe a violino solo / a violino e violoncello. David Plantier, Violine; Annabelle Luis, Violoncello +++ Anton Bruckner: Sinfonie 2. Mozarteum­orchester Salzburg, Ivor Bolton

DVD-Tipp 2017/03

13.03.17 (Juan Martin Koch) -
Unterwegs in der Musik. Die Komponistin Barbara Heller. Ein Film von Lilo Mangelsdorff. +++ LGT Young Soloists. Volume 1. +++ Rereading Brahms. The Complete Symphonies. Orchestra della Svizzera italiana, Markus Poschner

Silberscheiben, die bleiben

24.12.16 (Peter P. Pachl) -
Der persönliche Jahresrückblick der nmz-Phonokritiker. Rara et diversa: Franz Schmidt, Max Reger, Bernd Alois Zimmermann, WDR Sinfonieorchester, Carl Goldmark, Frank Beermann, André Previn, Erwin Stein, Gerhard Weinberger und Franz Schmidt, Max Reger, Bernd Alois Zimmermann, WDR Sinfonieorchester, Carl Goldmark, Frank Beermann, André Previn, Erwin Stein, Gerhard Weinberger.

unüberhörbar 2016/11

03.11.16 (Hanspeter Krellmann) -
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1, ­c-Moll. Gewandhausorchester Leipzig, Franz Konwitschny. Berlin Classics +++ Richard Strauss: Eine Alpensinfonie. Göteborger Symphoniker, Kent Nagano. Farao Classics +++ Hugo Kaun: Klavierquintett f-Moll op. 39, Oktett F-Dur op. 26, Streichquintett fis-Moll op. 28. Berolina Ensemble. MDG

Notenmanuskript von Gustav Mahler soll Rekorderlös bringen

24.08.16 (dpa) -
Für Musikliebhaber mit sehr tiefen Taschen ist es eine seltene Gelegenheit: Das Auktionshaus Sotheby's versteigert das handgeschriebene Notenmanuskript der 2. Sinfonie des österreichischen Komponisten Gustav Mahler.

unüberhörbar 2016/06

14.06.16 (Hanspeter Krellmann) -
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonien 3 & 4. Freiburger Barockorchester, Pablo Heras-Casado. Harmonia mundi +++ Antonin Dvorák: Symphonie Nr. 8. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons. BR-Klassik +++ Erik Satie: Mélodies et Chansons. Holger Falk, Steffen Schleiermacher. MDG

Dem Schmerz Ausdruck verleihen

14.03.16 (Mátyás Kiss) -
In letzter Zeit häufen sich CD-Premieren, Zweit- und sogar Dritteinspielungen von Weinbergs Musik auffällig, und zwar keineswegs bloß, weil der 100. Geburtstag im Jahr 2019 allmählich in greifbare Nähe rückt, sondern schlicht, weil sich Qualität am Ende immer durchsetzt, wie der große Günter Wand einmal äußerte. Dabei haben es Weinbergs Interpreten keineswegs leicht; zum einen ist er verteufelt schwer zu singen (daraus machte Michelle Breedt, die KZ-Aufseherin Lisa in der Bregenzer Inszenierung der „Passagierin“, keinen Hehl), zum anderen besitzt das Werk ungewöhnlich großen Umfang: Besagte „Passagierin“ (1967/68) war Weinbergs zu Lebzeiten nicht aufgeführte Erstlingsoper (er betrachtete sie als sein Hauptwerk), die siebte und letzte entstand 1985 nach Dostojewskis „Der Idiot“ und kam kürzlich als zweite Einspielung eines Weinberg’schen Bühnenwerks überhaupt bei Pan heraus. Dabei war das Vokale nicht einmal sein wichtigstes Anliegen: Das Werkverzeichnis umfasst 154 Titel mit Opuszahlen und Dutzende anderer ohne.
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