Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Performance«

Offtheater als High Price Event – „A Monteverdi Project“ an der Staatsoper Berlin

19.11.18 (Peter P. Pachl) -
Die in den Rahmen der diesjährigen Barocktage der Staatsoper Unter den Linden eingebettete Uraufführung schafft den Chiasmus vom Off-Theater des Inhalts zum Prestigeobjekt in Form und Ausstattung: ein staatsopernadäquates High Price Event.

Irritation regt zum Denken an

16.10.18 (Julia Mihály) -
Gerade mal ein Jahr ist es her, dass die neue musikzeitung eine Umfrage zum Thema: „Inwiefern kann die zunehmende Ökonomisierung unserer Gesellschaft mit künstlerischer Kreativität vereinbart werden?“ oder auch etwas verschärft. „Kastriert Kapitalismus Kreativität?“ durchführte. Es antworteten unter anderem Johannes Kreidler, Brigitta Muntendorf, Enjott Schneider, Julia Cloot, Ralf Weigand und Gerald Mertens. Aus der Umfrage entstand eine Interviewserie, in der die Redaktion Interpreten und Komponisten zu ihren spezifischen Arbeitsbedingungen und Lebenswirklichkeiten befragt. Darunter Nils Mönkemeyer, Carola Widmann, Charlotte Seither oder Igor Levit. Lesen Sie in dieser Ausgabe ein Gespräch zwischen nmz-Redakteur Martin Hufner und Julia Mihály.

„Große Koalition, eine außerparlamentarische Oper“ im Berliner Radialsystem V

03.12.16 (Peter P. Pachl) -
Bei „Große Koalition“ denkt der Bundesbürger an die erste Zusammenarbeit zwischen Ex-Widerstand und Ex-Nazi, an Brandt und Kiesinger von 1966 bis 1969. Aber die freie Gruppe Novoflot will den Begriff weiter fassen, als einen Handlungsentwurf für die politische Realität. In dem auf Johann Sebastian Bach fußenden, insgesamt leider sehr unsinnlichen Musiktheater-Abend klaffen Anspruch und Umsetzung weit auseinander.

euro-scene Leipzig 2016: Feuerzauber im Seniorenheim und „Androiden“ mit echtem Klavier

17.11.16 (Roland H. Dippel) -
Eigentlich unverständlich ist es, wenn Festivals für neues Theater und Tanz von Medien für Musik ignoriert werden. Denn gerade dort zeigen sich signifikante Impulse und praktikable Anwendungen von Musik in freiem und freiwilligem Umgang. Die euro-scene Leipzig reflektierte das neben den programmatischen Hauptsträngen vom 8. bis 13. November zum bereits 26. Mal. Leiterin Ann-Elisabeth Wolff begeisterte sich – und das Publikum stimmte ihr vollherzig zu – für den 29jährigen österreichischen Künstler Nikolaus Habjan, der nach seinem Studium der Musiktheater-Regie auf die Oper pfeift. Buchstäblich, denn er ist auch Kunstpfeifer. Dem Nestroy-Preisträger für die beste Off-Produktion 2016 und seinen Klappmaulpuppen war die Werkschau der euro-scene 2016 gewidmet.

Vorwärts in die Zukunft der Vergangenheit – Johannes Kreidler im Operncafé in Halle in der Reihe „Kunstwerk der Zukunft“

04.11.16 (Joachim Lange) -
Diesmal hat es funktioniert im Operncafé. Kein Putsch der ästhetischen Form oder höherer Bühnenblödsinn wie beim ersten Teil der kleinen Reihe, die der neue Chefdramaturg der Oper in Halle mit Beginn der Spielzeit im Opernchef installiert hat und die mit dem „Ring des Nibelungen“ und dem „Kapital“ die Hauptwerke von Richard Wagner und Karl Marx in ganz unterschiedlichen Formen befragen will.

Mit Rockmusik in den Olymp

27.09.15 (Dieter David Scholz) -
„What would Zappa do?“ … hieß eine Uraufführung an Berlins „außergewöhnlichster“ Opernbühne, der Neuköllner Oper. Dort haben sich Sommer Ulrickson und Moritz Gagern mit Frank Zappa als Musiker, Mensch und als Figur der Zeit- und Musikgeschichte auseinandergesetzt. Dabei geht es „um Probleme gegenwärtiger Politik, um Fußball, ums Bier, vor allem um Sex, das Hauptthema Zappas“.

Mehr als Anti – „What would Zappa do?“ an der Neuköllner Oper Berlin

17.09.15 (Dieter David Scholz) -
Dieter David Scholz war bei einer Uraufführung an Berlins „außergewöhnlichster“ Opernbühne: Der Neuköllner Oper. Dort haben sich Sommer Ulrickson und Moritz Gagern mit Frank Zappa als Musiker, Mensch und als Figur der Zeit- und Musikgeschichte auseinandergesetzt. Dabei geht es „um Probleme gegenwärtiger Politik, um Fußball, ums Bier, vor allem um Sex, das Hauptthema Zappas.“

Und übrig bleibt das Ohr – Sabrina Hölzer und ihr Projekt „Now I Lay Me Down“ in Berlin

12.02.15 (Barbara Eckle) -
In der Neuen Musik ist das Überschreiten von Grenzen, sei es in Genre, Stil, instrumentaler, virtuoser oder akustischer Leistung, heute nahezu eine Pflichttugend, von der jeder spricht, kaum einer jedoch so recht weiß, welche Vision genau sich dahinter verbirgt. Einzig das Bedürfnis, sich von etwas zu befreien, ist deutlich. Der Regisseurin Sabrina Hölzer und dem Solistenensemble Kaleidoskop ist mit dem Projekt „Now I Lay Me Down“ eine eindeutige Form von Grenzüberschreitung gelungen, die sich äußeren, theoretischen Definitionen entzieht.

Intuitionen / Landnahme? – Müllers „land – eine annäherung“ im Schwere Reiter München

30.01.15 (Wolf Loeckle) -
An Tagen, die voller (Er)Schrecken erinnern an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Sowjetarmee (27. Januar), die anlässlich dieses Tages des Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart gedenken, da belästigen uns ganz aktuell Meldungen, die durch die Nachrichten-Netzwerke geistern über altneue Deutungen der Weltgeschichte. Dergestalt nämlich, dass die Bundesrepublik Deutschland die Deutsche Demokratische Republik besetzt, annektiert habe, damals, als die Mauer fiel. Solches dringt von Ost nach West, aus dem Machtzentrum Russlands an unsere ungläubigen Ohren.

West-östlicher Wintertraum

02.03.14 (Georg Beck) -
Frau Bang lacht. Etwas verlegen, als ob Sie jetzt Dinge erzählen sollte, die man eigentlich ungern erzählt. Das Alter, Ärger mit dem Finanzamt, solche Sachen. Dabei war die Frage doch nur, was Frau Bang von Beruf ist. Die Reaktion: ein kurzes Zögern, ein suchender Blick zur Seite und dann dieses mehr geflüsterte, unter einem Lachen versteckte: „Ich bin Komponistin“. Ein Dialog ent­spinnt sich.
Inhalt abgleichen