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Alle Artikel kategorisiert unter »Alfred Schnittke«

Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin musiziert zum Thema Erderwärmung und Klimawandel

24.04.22 (Isabel Herzfeld) -
Bunt geht es auf der Bühne im Haus des Rundfunks zu. Wo sonst sich Orchester an einer „Musik der Gegenwart“ versuchen oder gar zum Festival „Ultraschall“ abheben, bieten jetzt grüne und blaue Regenschirme Schutz – vielleicht vor der menschenähnlichen Figur, deren Kopf manchmal rot aufleuchtet? Luftballons, knallrote Müllsäcke und ein rosa Teddybär sind weitere Requisiten auf der von Thomas David Mairs gestalteten Bühne für dieses szenische Konzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Das sitzt diesmal, von seinem Chef Vladimir Jurowski geleitet, im Zuschauerraum, auf Tuchfühlung mit dem Publikum.

Edward Clug zeigt «Meister und Margarita» als Ballett in Moskau

03.12.21 (dpa) -
Moskau - Der auch an deutschen Balletthäusern gefeierte Choreograph Edward Clug hat am Moskauer Bolschoi Theater den Literaturklassiker «Meister und Margarita» von Michail Bulgakow auf die Bühne gebracht. Der vielfach verfilmte und als Theaterfassung aufgeführte philosophische Stoff um einen Schriftsteller im Konflikt mit dem stalinistischen System erlebte am Mittwochabend Weltpremiere.

unüberhörbar 2019/07

14.07.19 (Hanspeter Krellmann) -
Jón Leifs: EDDA II; Hanna Dóra Sturludóttir, Elmar Gilbertsson, Kristinn Sigmundsson, Schola cantorum, Iceland Symphony Orchestra, Hermann Bäumer. BIS +++ Paweł Łukaszewski: Daylight Declines – Chorwerke. Tenebrae, Ltg.: Nigel Short. Signum Classics +++ Elusive Affinity. Bach, Schnittke, Kancheli, Shchedrin, Pärt, Rihm. Anna Gourari, Klavier. ECM New Series

Eine Zeit kulminierender Widersprüche

13.05.19 (Andreas Wehrmeyer) -
Die vorliegende Arbeit ist aus der Dissertation eines Osteuropa-Historikers hervorgegangen. Sie versteht sich nicht als „primär musikwissenschaftliche Arbeit“, sondern sieht sich „an der Schnittstelle von Historiographie und Musiksoziologie“ (S. 14). Unter „klingender Sowjetmoderne“ subsumiert der Autor die avancierten Entwicklungen in der klassischen (Darbietungs-) Musik der Sowjetunion im Zeitraum von 1964 bis 1985, das heißt in der Ära Leonid Breschnews bis zur beginnenden „Perestrojka“ Michail Gorbatschows.

Ralfs rosa Riesenteufel: Das Bundesjugendorchester bei „Young Euro Classic“

22.08.17 (Roland H. Dippel) -
Im Konzerthaus Berlin feiert man vom 17. August bis zum 3. September die achtzehnte Ausgabe von „Young Euro Classic“. Nach dem Attentat in Barcelona hat dieses „Festival der besten Jugendorchester der Welt“ über Nachwuchspflege und künstlerische Inhalte eine Appellfunktion für die freiheitlichen Werte. Im Festivalheft ist die Spannweite der Positionen fassbar: Man blättert nach der Ankündigung des Moldavian National Youth Orchestra (27. August) und der Nationalen Jugendphilharmonie der Türkei (28. August) weiter und findet die ganzseitige Anzeige des queeren Stadtmagazins „Siegessäule“.

Das Kraftfeld der Galina Ustwolskaja

06.06.16 (Juan Martin Koch) -
Ein Klavier, acht Kontrabässe, ein Holzwürfel: Aus Galina Ustwolskajas Tag des Zorns gibt es kein Entrinnen. Man ist ihm ausgeliefert, als säße man selbst in dieser Kiste, auf die ein Hammer einschlägt. Auch das „Dona nobis pacem“, das dem „Dies irae“ in diesem Zyklus dreier „Kompositionen“ vorausgeht, ist mit seiner Besetzung aus Piccoloflöte, Tuba und Klavier eher ein schmerzverzerrter Schrei nach Frieden als dessen musikalisches Abbild.

CD-Tipps 2016/05

24.05.16 (Juan Martin Koch) -
Franz Liszt und seine Zeit. Renner Ensemble, Hans Pritschet +++ Fauré, Schnittke, Brahms: Klavierquartette. Berlin Piano Quartet +++

Noten-Tipps 2014/11

31.10.14 (Eckart Rohlfs) -
Johannes Brahms (1833–1897): Trio nach dem Sextett in B Opus 18, bearbeitet von Theodor Kirchner, Urtext herausgegeben von Christopher Hogwood. Bärenreiter +++ Richard Wagner: Vorspiel zu Tristan und Isolde. Bearbeitung für Streichsextett von Sebastian Gürtler. Mit einem Geleitwort von Gidon Kremer. Partitur & Stimmen. Walhall +++ Alfred Schnittke (1934–1998): Suite im alten Stil für Streichorchester. Partitur, Einrichtung Jolán Berta. Ed. Sikorski

Musik von einer anderen Realität

09.09.14 (Alfred Schnittke) -
Der ungarische Musikpublizist Bálint András Varga begann Ende der 1970er-Jahre ein faszinierendes Interviewprojekt: Er stellte über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten hinweg bedeutenden Komponisten jeweils dieselben drei Fragen. Ihre Antworten spiegeln die Kontinuitäten und Widersprüche, die gemeinsamen Wurzeln und gegensätzlichen Entwicklungen der Musik im 20. und 21. Jahrhundert auf prägnant gebündelte Weise wider. Sie ergeben ein Panorama ästhetischer Selbstvergewisserung und sagen oft auch einiges über die Persönlichkeiten der Befragten aus. Das daraus entstandene Buch erschien 1986 in ungarischer, 2011 in englischer Sprache. Für die deutsche, Anfang September im ConBrio Verlag erscheinende Ausgabe („Drei Fragen an dreiundsiebzig Komponisten“) hat Varga zahlreiche weitere Antworten gesammelt und somit auch die junge Komponistengeneration einbezogen. Vorausblickend auf den 100. Geburtstag Alfred Schnittkes am 24. November 2014 veröffentlicht die nmz hier als Vorabdruck das Gespräch, das Varga 1988 mit dem zehn Jahre später verstorbenen Komponisten geführt hat.

Weltläufig

01.02.09 (Wolf Loeckle) -
Einhundert und ein halbes Jahr schon ist der Begriff „neue musik“/Neue Musik/neue Musik eine Art Kampfbegriff. Und je nach ästhetischer Einstellung eine Art Waffe im intellektuellen Stellungskrieg. Da wird dann niedergemacht nach guter alter Gutsherrenart oder hochmanipuliert, was die zeitgeistige Konstellation so hergibt. Ob dann im Einzelfall etwas wirklich neu ist – und ob irgendetwas irgendwie Neues um jeden Preis des Neuen in den Markt, der es dann schon richtet, gedrückt werden muss, bleibt als Frage unbeantwortet. Immerhin eignen sich die Kategorien alt oder neu bestens fürs Schmähprogramm, so nach dem Motto neu ist gut und alt ist schlecht.
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