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Alle Artikel kategorisiert unter »Andreas Kriegenburg«

Sängerfest an der Bastille – Die Pariser Oper glänzt mit Giacomo Meyerbeers Gand opéra „Les Huguenots“

02.10.18 (Joachim Lange) -
Wenn man diesen neuen „Les Huguenots“ von Giacomo Meyerbeer in der Pariser Opera Bastille lauscht, dann könnte man auf die Idee kommen, dass dieses Genre vielleicht doch am besten bei den Franzosen aufgehoben ist. So perfekt kommt das aus dem Graben und über die Rampe! Das ist natürlich eine Schnaps-, pardon, Rotweinidee, die man gleich wieder zur Seite legt. Es gehört zu den Vorzügen ambitionierter mitteleuropäischer Opernhäuser, sich in den letzten Jahren dem Genre Grand opéra zu stellen. Ob in Brüssel, Nürnberg oder Berlin – um allein bemerkenswerte „Hugenotten“-Interpretationen der letzten Jahre zu nennen. Manchmal nimmt man bei diesem Aufbruch zu neuen (alten) Ufern auch vokale oder stilistische Verluste in Kauf. Dennoch: der Gewinn fürs Publikum ist größer.

Breth und Kriegenburg inszenieren an Berliner Staatsoper

18.03.18 (dpa) -
Berlin - Andrea Breth und Andreas Kriegenburg inszenieren in der kommenden Spielzeit an der frisch renovierten Berliner Staatsoper Unter den Linden. Als Eröffnungspremiere der nächsten Spielzeit kündigten Generalmusikdirektor Daniel Barenboim und der neue Intendant Matthias Schulz Luigi Cherubinis «Medea» (7.10.) an.

Gediegener Sozialrealismus mit einer guten Dosis Theaterhumor – „Lady Macbeth“ bei den Salzburger Festspielen

03.08.17 (Frieder Reininghaus) -
Lange sah man im 20. Jahrhundert Katerina Ismailowa, die tragische Heldin Dmitri Schostakowitschs, eingesargt in das ländlich-rückständige Russland. Dem entstammt die Figur – einer Novelle von Nikolai Leskow aus dem Jahr 1864. Die Bühnenbilder, wenn sie nicht weitgehend abstrahierten, griffen in der Regel optische Elemente der Landarmut auf, illustrierende Motive einer patriarchalischen Kaufmannsgesellschaft am Rande der Zivilisation, der Folklore und Usancen des Zaristischen Polizeivollzugs bzw. Deportationssystems, die mit satirischer Lust überzeichnet wurden. Das funktioniert allemal, da die Sicherheits- und Ordnungskräfte fast überall nicht nur beliebt sind.

Vertikalreise – „Die Frau ohne Schatten“ an der Hamburgischen Staatsoper

18.04.17 (Peter P. Pachl) -
Eine Woche nach der Neuinszenierung von Strauss’ Komposition des Kunstmärchens von Hugo von Hofmannsthal durch die Berliner Staatsoper, hievte auch die Staatsoper Hamburg jene Spielvorlage, welche die Autoren gerne als pures Märchen jenseits von Deutungen gesehen hätten, auf den Prüfstand eines psychologisch ausgerichteten Regietheaters. Ein nicht immer schlüssiger, aber sehens- und hörenswerter Abend.

Dadaistisches Panoptikum - «Don Juan» bei den Salzburger Festspielen

19.08.14 (dpa) -
Hallein/Salzburg - Mit Don Juan, dem mythischen Frauenverführer und Frauenverächter, haben die Salzburger Festspiele in diesem Jahr kein rechtes Glück. In Sven-Eric Bechtolfs umstrittener Inszenierung von Mozarts «Don Giovanni» war er wenig mehr als ein besserer Schwerenöter. Und am Sonntagabend in Andreas Kriegenburgs Deutung des Horváth-Dramas «Don Juan kommt aus dem Krieg» schlurfte der Titelheld als seines Eros vollends beraubter Seelenkrüppel über die Bühne.

Das Verstörungspotenzial eines Klassikers: Kirill Petrenko und Andreas Kriegenburg triumphieren mit Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ an der Bayerischen Staatsoper

26.05.14 (Juan Martin Koch) -
Kaum ist die Musiktheater-Biennale vorbei, bringt die Bayerische Staatsoper quasi als Kommentar zu all den dort mit eher mäßiger Strahlkraft über die Bühne gegangenen Uraufführungen Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ heraus – jenes Referenzwerk also, das meist als allererstes genannt wird, wenn es um die Möglichkeit geht, nach 1945 gültiges Musiktheater zu schaffen.

Keine Helden, nur Verlierer – „Così fan tutte“ an der Semperoper Dresden

23.03.14 (Michael Ernst) -
Die Dresdner Semperoper hat es schwer. Sie gilt vielen Leuten als Touristenoper, wird von unvorbereiteten Gästen immer mal wieder als Brauhaus gedeutet, ist und bleibt vorerst ein Haus ohne Hüter. Nun startet sie einen Mozart-Da-Ponte-Zyklus. Schon vor der Premiere ein vielversprechender Auftakt. Das macht es der Oper nicht leichter.

Alles aus Holz – Andreas Kriegenburg inszeniert Händels „Orlando“ an der Dresdner Semperoper

29.01.13 (Michael Ernst) -
Sein ganz persönliches Wagner-Jahr hat er schon hinter sich. Die Münchner „Ring“-Inszenierung von Andreas Kriegenburg mag durchaus als vorzeitige Gratulationskarte für den deutschesten Opernjubilar von 2013 gelten. Als Quartett spannend. In einem Doppelspiel debütiert der Regisseur ausgerechnet in Dresden vollkommen frei von Richard Wagner: Vor Sartres „Fliegen“ am Staatsschauspiel gab es am letzten Januar-Sonntag Händels „Orlando“ in der Semperoper.

Unbeantwortete Fragen: Andreas Kriegenburgs Münchner „Ring“ bleibt auch mit der „Götterdämmerung“ Stückwerk

01.07.12 (Christian Kröber) -
München glüht. Nicht nur vor Spannung, wie das Team um Andreas Kriegenburg und Kent Nagano den Abschluss der Wagnerschen Tetralogie stemmen würde, sondern im ganz wörtlichen Sinne. Zur Festspielpremiere zeigte sich das Wetter von seiner tropischen Seite und ließ das Thermometer auf hochsommerliche Hitzetemperaturen ansteigen.

Muttersöhnchen im Märchenwald: Kriegenburg deutet „Siegfried“ in München als Bildergeschichte für Erwachsene

28.05.12 (Christian Kröber) -
Gespannt wartete man unter den Münchener Wagnerfreunden, wie Andreas Kriegenburg und seine Team ihre Ringerzählung im „Siegfried“ fortsetzen würden. Ist dieser Zweite Tag des Nibelungenrings doch seit jeher etwas Besonderes und Schwieriges in der Abfolge der Tetralogie. Das beginnt schon bei Wagner, der zwischen dem zweiten und dritten Akt eine zwölfjährige Pause eingelegt und so gewichtige Opern wie Meistersinger und Tristan komponiert hatte. Und ob er wirklich Recht behalten hatte mit seiner Einschätzung, der junge Siegfried werde sein populärstes Werk, mag man füglich bezweifeln.
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