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Alle Artikel kategorisiert unter »Claudio Monteverdi«

Iván Fischer rekonstruiert erstmals die tragische Urfassung von Monteverdis „L´Orfeo“ im Teatro Olimpico in Vicenza

24.10.19 (Dieter David Scholz) -
Im vergangenen Jahr hat der renommierte Dirigent Iván Fischer das oberitalienische Vicen­za Opera Festival gegründet. Mit großem Risiko. Die Finanzierung ist noch immer nicht gesichert. Gleichwohl veranstaltet er nun im zauberhaften Teatro Olimpico aus dem Jahre 1585, erbaut von einem der berühmtesten Architekten der Renaissance, Andrea Palladio, dem ersten freistehenden überdachten Theatergebäude, das seit dem Ende der Antike in Europa errichtet wurde, zum zweiten Mal sein Festival. Für diese Saison sich hat Iván Fischer Claudio Monteverdis L’Orfeo zugewandt, allerdings hält er eine Überraschung bereit. Er hat die tragische Urfassung des Stücks rekonstruiert. Premiere war am 21. Oktober.

Odysseus strandet in Kirchheimbolanden

27.09.19 (Andreas Hauff) -
Wie kommt Odysseus, der Vielgereis­te, ausgerechnet nach Kirchheimbolanden? Die pfälzische Kleinstadt nahe dem Donnersberg hatte ihre große Zeit im 18. Jahrhundert. Doch langsam besinnt man sich zurück auf das barocke Erbe. Vorläufiger musikalischer Höhepunkt dieser Entwicklung ist ein „Integratives Opernprojekt mit Schülern aus aller Herren Länder“ nach Claudio Monteverdis Oper „Il ritorno d‘Ulisse in patria“.

Monteverdi und der Klimawandel

20.09.19 (Bernhard König) -
„Ich bin die Musik, die mit süßen Klängen jedes erregte Herz zu besänftigen weiß und – bald zu edlem Zorn, bald zur Liebe – die eisigsten Gemüter entflammen kann“. Es ist La Musica selbst, die mit diesen Worten eine Oper eröffnet, die in meinen Ohren zum Schönsten zählt, was die Menschheit hervorgebracht hat. Wir können den „Orfeo“ von Claudio Monteverdi hören, wann immer wir wollen – ein kleines Wunder. 400 Jahren hat diese Musik überdauert; fast die Hälfte davon schlummerte sie völlig unbeachtet, ungespielt und ungehört in Bibliotheken und Archiven. Heute ist sie in dutzenden Interpretationen abrufbar: so frisch und lebendig, als wäre sie eben erst entstanden, und zugleich so fremd und fern wie die Vergangenheit, aus der sie stammt. Wird man diese 400 Jahre alte Musik auch in 40 Jahren noch hören, genießen und verstehen? Wir alle – Musikerinnen und Musiker, Vermittlerinnen und Veranstalter – tun viel dafür, dass dies so sei. Viel Geld, Anstrengung und Kreativität haben wir in das Ziel investiert, den Nachwuchs an die großen Schätze der Musikgeschichte heranzuführen.

Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ im Stile einer Commedia dell’arte in Kiel

12.06.19 (Arndt Voß) -
Nach der Premiere von Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ in Hannover vor wenigen Tagen, gab es jetzt auch eine Premiere dieses späten Werks am Theater Kiel, geprägt von einer schlüssigen Inszenierung und von großer Sangeslust. Unser Kritiker Arndt Voß sah eine Aufführung, die gut ankam.

Monteverdis „Die Krönung der Poppea“ am Niedersächsischen Staatstheater Hannover

09.06.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
In Claudio Monteverdis letzter Oper sind die Menschheitsfragen höchst aktuell, meint unsere Kritikerin vor Ort, Ute Schalz-Laurenze. Die Inszenierung von Ingo Kerkhoff setzt auf psychologische Deutlichkeit, das Sängerinnen-Ensemble überzeugt durchweg.

Offtheater als High Price Event – „A Monteverdi Project“ an der Staatsoper Berlin

19.11.18 (Peter P. Pachl) -
Die in den Rahmen der diesjährigen Barocktage der Staatsoper Unter den Linden eingebettete Uraufführung schafft den Chiasmus vom Off-Theater des Inhalts zum Prestigeobjekt in Form und Ausstattung: ein staatsopernadäquates High Price Event.

Umstrittene Monteverdi-Oper bei Salzburger Festspielen

13.08.18 (dpa, Georg Etscheit) -
Salzburg - Die Neuinszenierung von Claudio Monteverdis Barockoper «L'Incoronazione di Poppea» ist beim Salzburger Festspielpublikum auf ein geteiltes Echo gestoßen. Der Schlussapplaus fiel am Sonntagabend ausgesprochen kurz aus, es gab auch kräftige Buh-Rufe. Diese galten vor allem dem niederländischen Regisseur und Tanzkünstler Jan Lauwers.

„L’Orfeo“ mit neuem Ende in Zwickau: Katharina S. Müllers furioses Finale mit Blut und Knochen

08.02.18 (Roland H. Dippel) -
Jetzt ist Katharina S. Müller fast Composer-in-residence am Theater Plauen-Zwickau. Nach der Musik zum Tanzstück „Happy Birthday“ von Annett Göhre warf man der 1994 in Starnberg geborene Komponistin, Performerin und Geigerin dort eine echte Herausforderung zu: Ihre Arrangements und die Neukomposition des Finales für Claudio Monteverdis „L’Orfeo“ polarisieren das versöhnlich-apollinische Ende mit Triumph der Sinne aus Alessandro Striggios erstem Libretto-Entwurf. Eine Erweiterung mit Fragezeichen, Opulenz und Blutrausch. Wahrheitsgemäß verspricht der Produktionsslogan: „1 × Hölle und zurück!“

Sinnlich höfische Zur-Schau- und Selbstdarstellung – „L’incoronazione di Poppea“ an der Staatsoper Unter den Linden

10.12.17 (Peter P. Pachl) -
Die Barockoper gehört einfach zu Unter den Linden, und so gab es am zweiten Tag des Spielbetriebes gleich die Premiere jener Oper, die einen herausragenden Höhepunkt in der Geschichte des Musiktheaters bildet, Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“.

Unmoral in neuer Fassung. Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ in Aachen

10.10.17 (Andreas Hauff) -
Claudio Monteverdis letzte Oper „L’Incoronazione die Poppea“ („Die Krönung der Poppea“) gilt bis heute als eines der großen Rätsel der Musikgeschichte. Es ist kein Autograph der Uraufführung 1643 in Venedig erhalten, sondern nur zwei spätere, divergierende Fassungen, die in Teilen Zweifel an Monteverdis Allein-Autorschaft wecken. Und bis heute irritiert der offensichtlich unmoralische Schluss, der den Ehebruch des Kaisers Nero mit einem der beeindruckendsten Liebesduette der Musikgeschichte krönt. Dass der Bärenreiter Verlag nun eine kritische Neuausgabe des Werkes vorgelegt hat, weckt unter diesen Umständen natürlich besonderes Interesse auf deren Erstaufführung am Theater Aachen.
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