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Alle Artikel kategorisiert unter »François-Xavier Roth«

Amsterdams Nederlandse Opera wagt Rudi Stephans „Die ersten Menschen“

16.08.21 (Wolf-Dieter Peter) -
Wie vieles andere hat auch die Kunst durch das Gute Bestand und dann Wert durch das Außergewöhnliche. Das gilt explizit für den 1915 mit 28 Jahren durch den Ersten Weltkrieg ums Leben gekommenen Rudi Stephan und seine Kompositionen. Seine einzige Oper wurde erst fünf Jahre nach seinem Tod uraufgeführt und gilt seither als „schwierige Rarität“. In der arte-Mediathek ist diese Besonderheit des Repertoires nun in der neuen Amsterdamer Inszenierung greifbar.

Kölner Konzert vorm Lockdown: „Bach war angestellt, aber Mozart war Freelancer!“

03.11.20 (Regine Müller) -
In der Kölner Philharmonie hat am Abend vor dem zweiten Lockdown ein blitzartig organisiertes Benefizkonzert zugunsten der von den Maßnahmen besonders betroffenen freien Szene stattgefunden, gedacht als Signal der Solidarität. Vier Ensembles, die in exemplarischer Weise für die einzigartige Vielfalt der Kölner Musikszene stehen, teilten sich unter den gebührenden Abständen die Bühne im vorschriftsmäßig nur schütter gefüllten Saal.

Das Programm gibt’s erst am Ausgang

Für Ensembles und Institutionen des Musikbetriebs kann das Beethoven-Jahr 2020 ein echtes Problem sein. Man muss mit, selbst man nicht will, man gerät unter Zugzwang, obwohl nicht klar ist, wohin es gehen soll. Noch so mus­tergültige Aufführungen von Beethovens Werken bestätigen doch nur seinen kanonischen Status, und die jetzt viel beschworene Modernität Beethovens, wie kann sie mehr werden, als nur eine Behauptung? Mögliche Antwort auf dieses Problem: eine Akademie.

Sinfonie der tausend Toten

06.06.19 (Rainer Nonnenmann) -
Die einen schippern aus Langeweile zum Jux übers Meer, die anderen treibt es aus Elend unter Lebensgefahr aufs Wasser. Hier beschweren sich Touristen über mangelnden Service auf einem Kreuzfahrtschiff, dort hört man einzelne Worte und dann ganze Schilderungen von Bootsflüchtlingen. Die schöne bunte Urlaubswelt bekommt Risse und hinein dringt eben das, was sich zur gleichen Zeit am selben Ort abspielt: Das Schicksal von Menschen, die einer Existenz in Armut, Hunger, Krieg und Folter übers Mittelmeer nach Europa zu entfliehen suchen. Auf dem Orchesterpodium der Kölner Philharmonie herrscht schließlich ein Gedränge wie von Flüchtlingen auf einem viel zu engen Schiff. Die Bühne wird zum Boot, in dem alle sitzen, auf Gedeih und Verderb.

Zimmermann-Oper „Die Soldaten“ an den Uraufführungsort Köln zurückgekehrt

03.05.18 (Georg Beck) -
Man fieberte mit. Wofür man noch nicht einmal Kölner sein musste. Schadete freilich auch nicht, wenn es so war. Man freute sich einfach, dass diese gebeutelte Stadt, in der so vieles versinkt – das Stadtarchiv im bröseligen U-Bahn-Untergrund, die Oper in einer etatlöcherreißenden Permanent-Baustelle, jüngst der 1. Fußball-Club in der Zweitklassigkeit –, man freute sich, dass diese Stadt, offenbar doch noch groß denken, groß handeln kann. Freute sich mit und für den „Leitungsstab“ der Oper Köln, spürte den erhöhten Pulsschlag ihres Dramaturgen Georg Kehren, wenn dieser, nicht ohne Stolz, vorrechnete: „Nach 53 Jahren wieder zurück am Ausgangspunkt!“

Alles Liebe! – Saisonauftakt in Köln und Paris

30.09.16 (Frieder Reininghaus) -
Es ist zweifellos das Thema des Musiktheaters – die Liebe in den unterschiedlichsten Erregungs- und Aggregatzuständen. Je unumwundener und unverbrüchlicher es um dieses Thema und all die sich mit ihm eröffnenden Projektionsflächen geht, desto positiver versprechen die Publikumsreaktionen auszufallen. Mit Francesco Cavallis „Eliogabalo“ geht es vermittels eines lasziv liebestrunkenen Librettos um den spätrömischen Gottkaiser Heliogabal und dessen (allerdings für den Operngebrauch stark abgemilderte) Obsessionen – im Palais Garnier eröffnete sich die Saison mit dieser „Barockoper“. Die Oper Köln startete mit einer doppelzüngigen und doppeldeutigen Referenz an die Liebe in die neue Spielzeit – auf den elegant gekräuselten Wellen und den peristaltischen Bewegungen der Ravelschen Musik. Gesucht und gefunden wurde mit „L’Heure espagnole“ eine frühe neusachliche Annäherung an die unter Termindruck stehende seitensprunghafte Liebe. Gepaart wurde sie mit „L’Enfant et les sortilèges“. Dieser Einakter greift auf Formen der Liebe zu, die als nobler gelten.

Stehende Ovationen, rote Herzen, offene Fragen

05.09.16 (Georg Rudiger) -
Sie konnten sich lange vorbereiten auf diesen Abschied, den sie selbst nicht gewollt hatten. Die Musikerinnen und Musiker des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart (RSO) und des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg gaben nun endgültig ihre letzten Konzerte.

François-Xavier Roth: „Rundfunkorchester sind unglaubliche Maschinen für die Musik, für die Zukunft“

17.07.16 (Georg Rudiger) -
Am Wochenende gibt das SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg seine letzten beiden Konzerte überhaupt. Zuvor hat Georg Rudiger nochmals vor einer Probe im Freiburger Konzerthaus mit dem Chefdirigenten François-Xavier Roth gesprochen, der seit 2015 auch Generalmusikdirektor in Köln ist.

unüberhörbar 2015/06

24.06.15 (Christoph Schlüren) -
Mozart: Klarinettenkonzert u.a., Dru-žecký: Konzert für 3 Bassetthörner. Charles Neidich, Ayako Oshima, Ensemble Clarimonia, Orchestra Solamente Naturali Bratislava +++ Théodore Dubois: Musique sacrée et symphonique. Musique de chambre +++ Dvorák, Suk, Janácek: Violinkonzerte. Josef Spacek, Tschechische Philharmonie, Jirí Belohlávek

Festspielhaus Baden-Baden feierte Pierre Boulez mit Zugaben, großartigen Musikern und Kindertänzern

22.01.15 (Georg Rudiger) -
Zugaben werden nach Konzerten mit Neuer Musik nur äußert selten gefordert. Aber beim Abschlusskonzert des beeindruckenden Tages „Baden-Baden feiert Pierre Boulez“ im Festspielhaus Baden-Baden herrschte nach der Wiedergabe der rauschhaften, von zehn Schlagzeugern angetriebenen „Notation II. Très vif“ durch das groß besetzte, brillante SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg solch eine Begeisterung, dass Chefdirigent Francois-Xavier Roth dieses effektvolle Orchesterstück gleich nochmals präsentierte. Damit ging das eintägige, international besuchte Pierre-Boulez-Festival mit einem Ausrufezeichen zu Ende.
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