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Alle Artikel kategorisiert unter »Giuseppe Verdi«

Flutwelle als Standbild – Verdis „Otello“ im Landestheater Detmold bremst sich selbst aus

„Schlachten.Feste.Katastrophen“ – unter dieses Motto hat das Landestheater Detmold seinen aktuellen Spielplan 2014/2015 mit Schauspiel, Musiktheater und Ballett gestellt. Durchaus mit dem Blick auf den 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs – aber auch darüber hinaus. Geht es nicht in allen drei Sparten immer wieder auch um dies: um Rache (Schlachten), Happy End (Feste) und Eifersucht (Katastrophen)? Mit Giuseppe Verdis „Otello“ zeigt Detmold die erste Opernpremiere dieser Spielzeit. Und da kommt an Katastrophen ja einiges zusammen!

Nachts im Museum – Verdis „Il Trovatore“ wird in Salzburg zur Anna Netrebko Show

11.08.14 (Joachim Lange) -
Dass die Salzburger Festspiele ein Problem haben, ist nicht zu übersehen. Die Zeiten, in denen einem hartnäckige Fans mit „Suche Karte“ -Schildern in der Hofstallgasse oder vor dem Landestheater entgegen kamen, sind längst vorbei. Dieser Eindruck wird verstärkt, wenn man liest, wie Alexander Pereiras Expansionskurs die Festspiele und die Stadt zu überfordern beginnt. Besonders schmerzlich ist das, wenn man bspw. die freien Plätze beim Liederabend von Anja Harteros im Haus für Mozart registrieren muss.

Aida: hier und heute /Aida für Hier und Heute – Gärtnerplatztheater gelingt überzeugendste „Aida“ in München

20.06.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Keine Palmen, kein Nil-Ufer, kein Pappmaché-Ägypten – dafür auch kein Buh, sondern Bravo-Stürme und Getrampel im Prinzregententheater. Was sich in der Planung nahe am „theatralischen Größenwahn“ las – à la „München Komische Oper wagt sich an den Ausstattungsknüller „Aida“, für den man vier bis sechs Weltklassestimmen braucht“ – entpuppte sich als Theatercoup, schlicht als die überzeugendste Interpretation dieses in München bislang zum „Ausstattungsschinken mit tollen Stimmen“ pervertierten Musikdramas.

Verdi in Wroclaw – ein Mega-Event, keine Neudeutung

16.06.14 (Michael Ernst) -
„Macbeth“ ist Historie ist Shakespeare ist Verdi ist – als „Makbet“ – ein Megaopernevent. Am Wochenende war Premiere im polnischen Wroclaw. Die dortige Oper, eigentlich im klassizistischen Gebäude von Carl Ferdinand Langhans zu Hause, produziert solche herausragenden Superproduktionen seit einigen Jahren in der Jahrhunderthalle der niederschlesischen Hauptstadt.

Intrige in tristem Grau – Annette Wolf inszeniert Verdis „Otello“ im Theater Hagen

Wo nehmen die Hagener Theatermacher eigentlich diese Energie her, mit der sie Abend für Abend gutes und anspruchsvolles Programm auf die Bühne stellen? Angesichts der Daumenschrauben, die dem Haus vor Jahren angelegt wurden und an denen beständig gedreht wird, um noch mehr und noch mehr zu sparen. Für Resignation oder Lethargie jedenfalls scheint dort offensichtlich kein Platz zu sein.

Buch-Tipps 2014/06

04.06.14 (Michael Wackerbauer) -
Kulturelle Identität und soziale Distinktion. Herausforderungen für Konzepte musikalischer Bildung, hrsg. v. Stefan Gies/Frauke Heß. +++ Rolf Stemmle: Don Carlos – Othello – Falstaff. Giuseppe Verdis große Opern eingängig erzählt. Könighausen & Neumann +++ Transformationen. Zum Werk von Klaus Huber, hrsg. v. Jörn Peter Hiekel/Patrick Müller. Edition Neue Zeitschrift für Musik

Verdi-Oper in einer verschachtelten Welt – Simon Boccanegra in Dresden

01.06.14 (Michael Ernst) -
Genua ist überall. Das Genua des 14. Jahrhunderts, als Simone Boccanegra zum ersten Dogen des Stadtstaats gewählt wurde, war zerrissen genug. Giuseppe Verdi sah die konfliktreiche Zeit, in der sich Plebejer und Patrizier gegenüberstanden, in seinem Jahrhundert gespiegelt. Vom mörderischen G8-Gipfel 2001 wusste er damals noch nicht. Auch nichts von Majdan, Tahrir und Taksim. Parallelen sind dennoch evident in der Dresdner Neuinszenierung von „Simon Boccanegra“.

Rückblende 2014/04

06.04.14 (Eckart Rohlfs) -
Vor 100 Jahren: Verdi hat die Franzosen abwechselnd geliebt und gehasst; die Deutschen hat er weiß der Himmel nie leiden können +++ Vor 50 Jahren: Die Bildung eines nationalen Jugendsymphonieorchesters (auf Amateurbasis) – Debatte im Anschluss an Stockhausens Aufsatz „Komponist sein in dieser unserer Welt“

Zuschauer einer zynischen Feier – Premiere von Verdis Aida an der Oper Bonn

Dietrich Hilsdorf und Will Humburg, der Regisseur und der Dirigent – wenn diese beiden Vollblut-Theatermacher aufeinandertreffen, ist großes, kraftvolles Spektakel mit entschiedener politischer Aussage zu erwarten. Das haben die beiden oft genug in den zurückliegenden Jahren bewiesen. Nun bestätigt Verdis „Aida“, deren Premiere an der Oper Bonn orkanartig umjubelt wurde, einmal mehr, dass Hilsdorf noch lange kein zahnlos gewordener Tiger ist und Verdi-Spezialist Humburg nach wie vor als gewaltiger und impulsiver Klangmagier agiert.

Groß gemusterte Tapete für den großen Vater-Sohn-Konflikt – Verdis große Historien-Oper „Don Carlos“ in Aachen

11.02.14 (Frieder Reininghaus) -
Frieder Reininghaus berichtet aus Aachen von der Premiere von Giuseppe Verdis „Don Carlos“ in der fünfaktigen Version. Die Aufführung hinterließ einen nicht so nachhaltigen Eindruck: „Transpositionen der Stoffe und Handlungen um Jahrhunderte und in andere gesellschaftliche Verhältnisse können ‚funktionieren‘, sind aber per se noch keineswegs eine Garantie für stimmiges Theater auf der Höhe der Gegenwart.“
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