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Alle Artikel kategorisiert unter »Giuseppe Verdi«

Schon wieder „Casa Verdi“ – Christoph Loys „Falstaff“-Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin

18.11.13 (Peter P. Pachl) -
Im Verdi-Jahr richtet sich der Blick beim Spätwerk des Komponisten bevorzugt auf dessen „bestes Werk“, das Altersheim „Casa di riposo per musicisti“. Bereits Damiano Michieletto hatte „Falstaff“ bei den diesjährigen Salzburger Festspielen im Seniorenheim angesiedelt, auch Tanztheater-Altmeister und Provokateur Hans Kresnik hat in der Volksbühne eine „Villa Verdi“ dramatisiert und auch Dustin Hoffman ließ sich für sein Regie-Debüt „Quartett“ von der „Casa Verdi“ inspirieren. Christoph Loy kommt mit der Idee, wenn es denn seine eigene ist, zumindest arg spät.

Sturkopf und Erneuerer

14.11.13 (Christoph Vratz) -
Verdi-Jahr, Wagner-Jahr – die vermeintliche Rivalität schlägt sich auch auf dem Büchermarkt nieder, wobei Verdi quantitativ klar das Nachsehen hat. In Deutschland hat Wagner einfach den größeren Stellenwert, sicher mitbedingt durch das Alleinstellungsmerkmal „Grüner Hügel“. Dagegen hat es ein weit weniger polemisierender, aber nicht weniger politisch denkender Komponist wie Giuseppe Verdi ungleich schwerer. Entsprechend dünn fällt auch die substantielle Aufarbeitung seines Denkens, seines Schaffens, seines Lebens in den neuen Büchern zu seinem 200. Geburtstag aus, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen.

Umjubelter Abschluss von Youngs Zyklus früher Verdi-Opern in Hamburg

11.11.13 (dpa) -
Hamburg - Mit der patriotischen Kreuzfahrer-Oper «I Lombardi alla prima Crociata» hat Hamburgs Opernintendantin Simone Young am Sonntagabend ihren Premieren-Reigen von drei frühen Verdi-Opern am Pult der Philharmoniker zum glorreichen Abschluss gebracht. Im Jubiläumsjahr von Verdis 200. Geburtstag gelang ihr damit eine erstaunliche Revision all jener hartnäckigen Vorurteile, die die Frühwerke als schieres Vorgeplänkel späterer kompositorischer Meisterschaft abtun und am liebsten in den Orkus verbannen.

Größte Oper Zentralasiens in Kasachstan eröffnet erste Spielzeit

23.10.13 (dpa) -
Astana/Moskau - Vor Prominenz aus Politik und Kultur hat das größte Opernhaus Zentralasiens in der kasachischen Hauptstadt Astana seine erste Spielzeit eröffnet. Unter den Augen des autoritären Präsidenten Nursultan Nasarbajew zeigte das Theater die Oper «Attila» von Komponist Giuseppe Verdi. Die Hunnenarmee wurde von echten Mitgliedern der kasachischen Nationalgarde gespielt.

Ein Vaterlandsrühr- und –röhrstück – Verdis „La battaglia di Legnano“ an der Hamburger Staatsoper

21.10.13 (Frieder Reininghaus) -
Dass im Zuge des Verdi-Jubiläums 2013 nicht nur die „Greatest Hits“ nochmals auf- und durchgezogen werden, sondern auch ein Blick auf die Opernwerke geworfen wird, die aus dem Kanon des Repertoires ausgeschieden sind, ist im Prinzip erfreulich. Simone Young, die Intendantin der Hamburger Staatsoper und zugleich deren Generalmusikdirektorin, ermöglichte eine Wiederaufführung von „La battaglia di Legnano“ (Text von Salvatore Cammarano nach François-Joseph Merys Drama La Bataille de Toulouse [1828]). Das von Eheproblemen im Kontext eines Kriegs zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Friedrich I. („Barbarossa“) und den oberitalienischen Städten handelnde hurrapatriotische Werk reagierte hörbar auf die Zeitgeschichte. Es wurde 1849 am Teatro Argentino in Rom uraufgeführt, ist aber – wohl vor allem wegen des drastischen Politisierens von Text und Ton – längst gründlich vergessen.

Jeanne d’Arc und die Résistance: Eine Ahnung von Verdi am Theater Bielefeld

Sechs Opern hatte Verdi bereits komponiert, als im Februar 1845 in Mailand „Giovanna d’Arco“ uraufgeführt wurde – Verdis erste Schiller-Oper, der noch drei weitere folgen sollten. Auf den Opernspielplänen war dieses Werk in den letzten Jahrzehnten höchst selten einmal zu finden, in konzertanter Version wurde es jüngst bei den Salzburger Festspielen gefeiert. Nun versucht Regisseurin Sabine Hartmannshenn es im Theater Bielefeld szenisch wiederzubeleben.

„Verdi im Visier“: Hamburger Staatsoper präsentiert drei Frühwerke des Jubilars

14.10.13 (dpa) -
Hamburg (dpa) - Beim spektakulären «Wagner-Wahn» im Mai dirigierte Hamburgs Opernintendantin Simone Young alle zehn Hauptwerke von Richard Wagner in nur drei Wochen. Nun stemmt die australische Dirigentin im Oktober ein weiteres Marathon-Projekt: Mit «Verdi im Visier» präsentiert die Staatsoper zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi (1813-1901) mit «La Battaglia di Legnano» (20.10.), «I due Foscari» (27.10.) und «I Lombardi» (10.11.) drei frühe Opern als Neuproduktionen in drei Wochen.

Goldenes Kauderwelsch: Olivier Py inszeniert Verdis „Aida“ an der Opéra Bastille in Paris

13.10.13 (Frieder Reininghaus) -
Sie steht an erster Stelle der sogenannten ABC-Opern (auf „Aida“ folgt „Bohème“ und „Carmen“). Die Kategorie zeigt den Beliebtheitsgrad beim Publikum an, die erzielbare Auslastungsquote der Säle und den Vernutzungsgrad der Werke. Dass 2013 nicht nur die unbekannten Arbeiten des musikalischen „Jahresregenten“ Verdi aktiviert würden, sondern gerade auch die „Greatest Hits“, stand zu erwarten. Wie dies aber an den ersten Häusern Europas derzeit geschieht, ist ein deutlicher Indikator für den Zustand des Musiktheaters in den Metropolen.

Italiens unsterblicher Musikbotschafter – die Opernwelt feiert Giuseppe Verdis 200. Geburtstag

09.10.13 (dpa) -
Rom (dpa) - Es ist das Jubiläumsjahr zweier Operngiganten: Nach Richard Wagner ist Italiens unsterblicher Musikbotschafter Giuseppe Verdi an der Reihe. Am 10. Oktober vor 200 Jahren in dem damaligen Herzogtum Parma geboren, schuf der Sohn eines einfachen Gastwirts und Kleinbauern weltweit bekannte und beliebte Meisterwerke der Romantik.

Plakative Bilder und ein überragender Gast: Verdis „Don Carlo“ am Theater Erfurt

Es ist Deutschlands jüngstes Opernhaus: das Theater Erfurt. Vor zehn Jahren öffneten sich die Pforten zu dieser gediegenen Spielstätte, ziemlich zentral gelegen nördlich des Domes. Von Anfang an gab es an diesem Ort viele spannende künstlerische Erlebnisse, vor allem im Bereich Musiktheater. Nicht weniger als elf Uraufführungen sind es, um die Intendant Guy Montavan sich sehr erfolgreich bemüht hat und die er weitgehend sehr überzeugend umsetzen konnte.
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