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Alle Artikel kategorisiert unter »Giuseppe Verdi«

Wenig Dramatik, viel Theater: „Die Macht des Schicksals“ an der Semperoper

01.05.18 (Roland H. Dippel) -
Die letzte Produktion an der Semperoper Dresden lief von 1966 bis 1975 und 1926 wurde „Die Macht des Schicksals“ in der Bearbeitung und Übersetzung von Franz Werfel unter der musikalischen Leitung von Fritz Busch ein Meilenstein der deutschen Verdi-Renaissance. Die Neuproduktion schillert in einem kräftigen, allerdings nur wenig beglückendem Helldunkel.

Traumschiff Aida und Playmobilvideos – Verdis „Aida“ an der Staatsoper Hannover

16.04.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Kein Zweifel: Kay Voges, der vor vier Jahren mit einem großartig reflektierten Weberschen „Freischütz“ beeindruckte, hat nachgedacht über Giuseppe Verdis 1871 entstandene Oper „Aida“, in viele Richtungen sehr gut nachgedacht. Wie steht es mit der Kriegstreiberei? Wie steht es mit der Verachtung und Vernichtung anderer Völker? Wie ordnen sich die persönlichen und intimen Schicksale im Massengeschehen zwischen Pharaonen und Elefanten? Dies und vieles mehr sind richtige Fragen. Ist das aber schon ein gutes Theater? Eher nicht, vor allem deshalb, weil Voges den Ehrgeiz hatte, alles zu zeigen, was ihm einfiel... zu viel, zu unübersichtlich und letztendlich unverständlich.

Sieg der Titelrolle – Verdis „Falstaff“ bei den Festtagen der Staatsoper Berlin

26.03.18 (Peter P. Pachl) -
Die Figur des Falstaff in der Opern von Nicolai, Vaughan Williams und Verdi wird gewöhnlich verlacht und nicht ernst genommen. In Verdis später Oper auf das Libretto des Komponistenkollegen Arrigo Boito dreht er am Ende den Spieß um und hält mit „Tutti gabbati“ dem Publikum als den ebenfalls Gefoppten den Spiegel vor. In der neuen Inszenierung der Staatsoper Unter den Linden verlagert Filmregisseur Mario Martoni („Leopardi“) die Handlung nach Shakespeares „The Merry Wives of Windsor“ in die Gegenwart: Falstaff ist bei ihm ein Spätachtundsechziger, weder dick, noch grauhaarig – und von vornherein sympathisch.

Verdi muss schon verbessert werden – „Les Vêpres siciliennes“ in München

12.03.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die Geschichte ist ein Schlachthaus“ hat Heiner Müller festgestellt. Das trifft auch auf die historische „Sizilianische Vesper“ von 1282, den blutigen Aufstand der Sizilianer gegen die französische Fremdherrschaft, zu. Daraus in der kritischen Rückschau einen Totentanz zu machen, könnte ein theatralisch fesselnder Kunstgriff sein, denn Giuseppe Verdi hat dazu 1855 eine mehrfach brachiale Musik komponiert, aus der Humanes wie eine Utopie melodiös aufleuchtet.

Verdi-Oper «Maskenball» kommt zum Maifestspiele-Auftakt auf die Bühne

14.02.18 (dpa) -
Wiesbaden - Die Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden starten in diesem Jahr mit der Oper «Ein Maskenball» von Giuseppe Verdi ihr Programm. Das Festival läuft vom 30. April bis Ende Mai und steht unter dem Motto «Ein Traum voll Lust und Freude», wie das Staatstheater am Dienstag mitteilte.

Die verlorene Ehre eines Egozentrikers – Verdis „Rigoletto“ am Staatstheater Oldenburg

11.02.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Giuseppe Verdis 1851 entstandene Erfolgsoper „Rigoletto“ zählt seit der Uraufführung zu den meist gespielten Opern weltweit. Konjunktur hat sie vor allem in Norddeutschland: Mascha Pörzgen 2003 in Oldenburg, Andrej Woron 2005 in Bremen, Michael Talke 2015 in Bremen, Woron erneut 2017 in Bremerhaven. 2017 gab es in Hannover eine opern air-Produktion, die 25.000 BesucherInnen anzog. Und nun schon wieder: Hinrich Horstkotte, der oft und auch hier sein eigener Kostümbildner ist, inszenierte am Staatstheater Oldenburg.

Ein „Maskenball“ in künstlicher Atmosphäre – Kiel erlaubt sich mit Verdi einen Blick in die Zukunft

30.01.18 (Arndt Voß) -
Eigentlich liebt das Publikum Verdis „Maskenball“, das Drama um Freundschaft und Liebe, um Missverstehen und Mord, um Verzweiflung und Vergeben. Dennoch regte die jüngste Inszenierung im Kieler Opernhaus (27. Januar 2018) auf. Heftige, ja böse klingende Buhs waren zu hören und rangen in der Lautstärke mit begeisterter Zustimmung. Umstritten war wie so oft nur die Regie, die das Geschehen in einem künstlichen Raum ansiedelt. Beim Musikalischen war man sich einig, nuancierte das Lob für die einzelnen Gesangsleistungen sogar achtbar.

Triumph der Extreme – Giuseppe Verdis „Aida“ an der Oper Halle

21.01.18 (Joachim Lange) -
Die Premieren-Spannung im Haus war zu spüren. Eine neue „Aida“ zieht. Und die Gerüchteküche im Vorfeld funktioniert in Halle. Verdis Oper für Kairo von 1871 – ein Werk zwischen Kammerspiel, großen Chören und Triumph-Spektakel – steht bei Opernfreunden ganz oben auf dem Wunschzettel. Musikalisch wurde (von ein paar premierenbedingten Wacklern abgesehen) auch geliefert: GMD Josep Caballé-Domenech und die Staatskapelle feierte man für die großen Gefühle ebenso, wie die von Rustam Samedov und Peter Schedding einstudierten Chöre für ihren Einsatz in den Ägypterkostümen, die bei Ausstatter Christoph Ernst irgendwie gängigen Papyrus-Comics entsprungen schienen.

Hinter der Maske lebt es sich gefährlich – Verdis „Ein Maskenball“ in Chemnitz

04.12.17 (Joachim Lange) -
Giuseppe Verdis „Maskenball“ ist eine Mischung aus privater Menage a trois und großer Haupt- und Staatsaktion. Das war zu Verdis Zeiten so explosiv, dass die Zensur den Bezug des Plots zum realen Attentat auf den Schwedenkönig Gustav III. 1792 nicht auf der Bühne sehen wollte und die Handlung für die Uraufführung 1859 bis nach Bosten und ans Ende des 17. Jahrhunderts zurückverlegen ließ. Schon das wäre eine Steilvorlage, um daraus einen Politthriller zu machen. Arila Siegert entschied sich in Chemnitz jetzt für einen eher exemplarischen, nicht allzu genau in der Nähe der Entstehungszeit (aber auch unserer Gegenwart) verorteten Zugang.

„Verdi ist der Musiker meines Lebens“

29.11.17 (Hans Jörg Jans) -
Schon seit drei Jahren gibt es sie, die Italian Opera Academy, die Riccardo Muti in Ravenna ins Leben gerufen hat. Sie steht angehenden Dirigenten und Korrepetitoren offen, die sich unter Anleitung des Maestro eine italienische Oper erarbeiten wollen. Bisher ging es um Verdi. Zuerst war es „Falstaff“, dann „La Traviata“ und in diesem Herbst folgte „Aida“ – die Muti eben bei den Salzburger Festspielen dirigiert hatte. Und für die Akademie 2018, vom 21. Juli bis 3. August, ist mit „Macbeth“ wiederum ein Verdi angesagt.
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