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Alle Artikel kategorisiert unter »Olga Neuwirth«

Komponistin im Preisregen

31.03.22 (nmz) -
Der internationale Ernst von Siemens Musikpreis geht 2022 an die österreichische Komponistin Olga Neuwirth. Die Auszeichnung für ein Leben im Dienste der Musik ist mit 250.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 2. Juni 2022 im Münchner Prinzregententheater statt. Die mit 35.000 Euro ausgestatteten Komponist*innen-Förderpreise gehen 2022 an Benjamin Attahir aus Frankreich, die Britin Naomi Pinnock sowie Mikel Urquiza aus Spanien.

Ernst von Siemens Musikpreis geht an Komponistin Olga Neuwirth

08.03.22 (dpa) -
München - Von Schubladendenken hält die Komponistin Olga Neuwirth wenig. In ihren Werken bedient sie sich verschiedenster Kunstformen und Genres von Literatur und Film über bildende Kunst bis hin zur Popmusik. Nun erhält die Österreicherin einen der renommiertesten Musikpreise.

Uraufführung von „Once To Be Realized“ nach Fragmenten von Jani Christou in Berlin

27.01.22 (Roland H. Dippel) -
Die Münchener Biennale – Festival für Neues Musiktheater und die Deutsche Oper Berlin hatten schon weitere Kooperationsprojekte in der Mache, als am 23. Januar 2022 endlich „Once To Te Realized“ als Teil des 'Überhang-Zyklus' der Biennale 2020 zur verspäteten Uraufführung gelangte. Mit Übertragung der Produktion von der Kantine, den Funktionsräumens und der Tischlerei der DOB ins Utopia München und in das Onassis Culture Centre Athen wird sich „Once To Be Realized“ in ein ganz anderes, weil von den Räumen mehr als durch Musik modelliertes Perfomance-Artefakt verwandeln.

Späte Ehrung für Orlando

27.01.22 (nmz-red) -
Die österreichische Komponistin Olga Neuwirth erhielt für ihre Oper „Orlando“ den „University of Louisville Grawemeyer Award for Music Composition 2022“. Die von der Wiener Staatsoper in Auftrag gegebene und 2019 uraufgeführte Oper setzt sich mit dem Thema der Gender-Identifikation auseinander.

Igor Strawinsky und die Vielfalt des Neuen

29.09.21 (Albrecht Dümling) -
Im Jahr 1951, am Höhepunkt des Kalten Krieges, wurden die (West-)Berliner Festspiele als ein „Schaufenster des Wes­tens“ gegründet. Vom Sozialistischen Realismus, der im Osten propagiert wurde, distanzierte man sich. Schützenhilfe gab der Philosoph Theodor W. Adorno mit seinem Aufsatz „Die gegängelte Musik“ und der „Philosophie der neuen Musik“. Darin ordnete er Arnold Schönberg dem Fortschritt zu, Igor Strawinsky der „Restauration“. Dieses Buch beeinflusste die Strawinsky-Rezeption maßgeblich und führte dazu, dass dessen neue Werke, etwa die Oper „The Rake’s Progress“, von Fachleuten geschmäht wurden. Pierre Boulez erklärte harsch, Musiker, welche die Notwendigkeit der dodekaphonen Sprache nicht erlebt hätten, seien nutzlos.

Trostlos ist die Heide, kalt sind die Menschen – „Bählamms Fest“ von Olga Neuwirth bei der Ruhrtriennale

16.08.21 (Joachim Lange) -
Auch die Ruhrtriennale fiel im vorigen Jahr der Pandemie zum Opfer. Und wich – wie viele andere auch – mit vielen Retrospektiven ins Internet aus. Sie findet in diesem Jahr wieder statt. Diese besondere Kunstanstrengung ist ein kulturelles Erbstück von Gerard Mortier für eine Region, die ihre Stein gewordene Industrie-Geschichte für die Künste unter einer aller drei Jahre wechselnden Intendanz in die Gegenwart holt. Neben die Banalitäten des Alltags setzt. Und im besten Fall auf sie zurückwirkt.

Dunkles Licht

18.06.21 (Dirk Wieschollek) -
Stücke für Streicher stehen im Fokus der aktuellen Poppe-Veröffentlichung mit dem Ensemble Resonanz | In Olga Neuwirths Solostücken geht es weniger um halsbrecherische Demonstrationen unkonventioneller Spieltechniken als um Klangräume | Ein sinistres „Gesamtgruselwerk“ zwischen Elektronik und Instrumentalklang, das LUX:NM hier mit Autorin Sarah Trilsch, Elektronikfachkraft Jan Brauer und Gordon Kampe ausgeheckt hat, der hier mit hörbar guter Laune den kompositorischen Bösewicht mimt.

Unübersehbar #45 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 26.3. bis zum 1.4.2021

26.03.21 (Dirk Wieschollek) -
Tempus fugit – so schnell kann’s gehen. Da war diese Ausgabe unserer Streaming-Tipps schon fertig, da kam eine Absage aus der Kirche Aumühle. Zu Ihrer Information und um das verantwortungsvolle Verhalten der Beteiligten zu dokumentieren, haben wir Sie dennoch – entsprechend gekennzeichnet – stehen gelassen. Mögen alle anderen Musiken störungsfrei bei Ihnen ankommen. Nur wer die Sehnsucht kennt… [jmk]

Nicht mehr fliehen

08.10.20 (Viktor Rotthaler) -
In den letzten Jahren haben Filmwissenschaftler mit viel Elan an der Pflege des filmhistorischen Erbes gearbeitet. So wurden inzwischen fast alle Stummfilmklassiker der Weimarer Republik mit viel Sorgfalt vorbildlich restauriert. Als Begleitprogramm zur neuen Staffel von „Babylon Berlin“ zeigt die ARD in ihrer Mediathek sogar zurzeit eine Auswahl dieser Weimar-Klassiker, von Langs „Metropolis“ bis zu Murnaus „Der letzte Mann“. Gleichzeitig ist nun endlich auch bei Absolut Medien „Die Stadt ohne Juden“ mit dem Score von Olga Neuwirth auf DVD/BluRay erschienen. Und wie der Zufall so spielt, hat nun auch noch der Pay-TV-Sender Sky einen „Solitär“ der deutschen Filmgeschichte der frühen Nachkriegszeit ausgegraben: Herbert Veselys Experimentalfilm „Nicht mehr fliehen“ mit einem Score des jungen Gerhard Rühm.

Digitales „Festival of New Music“ in Berlin als Talkshow mit Musikeinspielungen

14.07.20 (Stefan Drees) -
Angekündigt hatten Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud ein digitales „Festival of New Music“ in Zeiten der Corona-Beschränkungen, dessen vier Veranstaltungen vom 9. bis 12. Juli 2020 als Rahmen für die Aufführung von zehn eigens entstandenen Kompositionen dienen sollten. Tatsächlich wurde daraus eine Talkshow mit vier jeweils rund 100-minütigen Teilen, in der die eher kurzen Musikeinspielungen als Aufhänger für einen raumgreifenden und gelegentlich ziemlich ermüdenden Gedankenaustausch genutzt wurde.
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