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Alle Artikel kategorisiert unter »Olga Neuwirth«

Igor Strawinsky und die Vielfalt des Neuen

29.09.21 (Albrecht Dümling) -
Im Jahr 1951, am Höhepunkt des Kalten Krieges, wurden die (West-)Berliner Festspiele als ein „Schaufenster des Wes­tens“ gegründet. Vom Sozialistischen Realismus, der im Osten propagiert wurde, distanzierte man sich. Schützenhilfe gab der Philosoph Theodor W. Adorno mit seinem Aufsatz „Die gegängelte Musik“ und der „Philosophie der neuen Musik“. Darin ordnete er Arnold Schönberg dem Fortschritt zu, Igor Strawinsky der „Restauration“. Dieses Buch beeinflusste die Strawinsky-Rezeption maßgeblich und führte dazu, dass dessen neue Werke, etwa die Oper „The Rake’s Progress“, von Fachleuten geschmäht wurden. Pierre Boulez erklärte harsch, Musiker, welche die Notwendigkeit der dodekaphonen Sprache nicht erlebt hätten, seien nutzlos.

Trostlos ist die Heide, kalt sind die Menschen – „Bählamms Fest“ von Olga Neuwirth bei der Ruhrtriennale

16.08.21 (Joachim Lange) -
Auch die Ruhrtriennale fiel im vorigen Jahr der Pandemie zum Opfer. Und wich – wie viele andere auch – mit vielen Retrospektiven ins Internet aus. Sie findet in diesem Jahr wieder statt. Diese besondere Kunstanstrengung ist ein kulturelles Erbstück von Gerard Mortier für eine Region, die ihre Stein gewordene Industrie-Geschichte für die Künste unter einer aller drei Jahre wechselnden Intendanz in die Gegenwart holt. Neben die Banalitäten des Alltags setzt. Und im besten Fall auf sie zurückwirkt.

Dunkles Licht

18.06.21 (Dirk Wieschollek) -
Stücke für Streicher stehen im Fokus der aktuellen Poppe-Veröffentlichung mit dem Ensemble Resonanz | In Olga Neuwirths Solostücken geht es weniger um halsbrecherische Demonstrationen unkonventioneller Spieltechniken als um Klangräume | Ein sinistres „Gesamtgruselwerk“ zwischen Elektronik und Instrumentalklang, das LUX:NM hier mit Autorin Sarah Trilsch, Elektronikfachkraft Jan Brauer und Gordon Kampe ausgeheckt hat, der hier mit hörbar guter Laune den kompositorischen Bösewicht mimt.

Unübersehbar #45 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 26.3. bis zum 1.4.2021

26.03.21 (Dirk Wieschollek) -
Tempus fugit – so schnell kann’s gehen. Da war diese Ausgabe unserer Streaming-Tipps schon fertig, da kam eine Absage aus der Kirche Aumühle. Zu Ihrer Information und um das verantwortungsvolle Verhalten der Beteiligten zu dokumentieren, haben wir Sie dennoch – entsprechend gekennzeichnet – stehen gelassen. Mögen alle anderen Musiken störungsfrei bei Ihnen ankommen. Nur wer die Sehnsucht kennt… [jmk]

Nicht mehr fliehen

08.10.20 (Viktor Rotthaler) -
In den letzten Jahren haben Filmwissenschaftler mit viel Elan an der Pflege des filmhistorischen Erbes gearbeitet. So wurden inzwischen fast alle Stummfilmklassiker der Weimarer Republik mit viel Sorgfalt vorbildlich restauriert. Als Begleitprogramm zur neuen Staffel von „Babylon Berlin“ zeigt die ARD in ihrer Mediathek sogar zurzeit eine Auswahl dieser Weimar-Klassiker, von Langs „Metropolis“ bis zu Murnaus „Der letzte Mann“. Gleichzeitig ist nun endlich auch bei Absolut Medien „Die Stadt ohne Juden“ mit dem Score von Olga Neuwirth auf DVD/BluRay erschienen. Und wie der Zufall so spielt, hat nun auch noch der Pay-TV-Sender Sky einen „Solitär“ der deutschen Filmgeschichte der frühen Nachkriegszeit ausgegraben: Herbert Veselys Experimentalfilm „Nicht mehr fliehen“ mit einem Score des jungen Gerhard Rühm.

Digitales „Festival of New Music“ in Berlin als Talkshow mit Musikeinspielungen

14.07.20 (Stefan Drees) -
Angekündigt hatten Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud ein digitales „Festival of New Music“ in Zeiten der Corona-Beschränkungen, dessen vier Veranstaltungen vom 9. bis 12. Juli 2020 als Rahmen für die Aufführung von zehn eigens entstandenen Kompositionen dienen sollten. Tatsächlich wurde daraus eine Talkshow mit vier jeweils rund 100-minütigen Teilen, in der die eher kurzen Musikeinspielungen als Aufhänger für einen raumgreifenden und gelegentlich ziemlich ermüdenden Gedankenaustausch genutzt wurde.

Die Tonspur als dritte Ebene

18.06.20 (Klaus Kalchschmid) -
Bis vor Kurzem waren weite Teile dieses bemerkenswerten Stummfilms von 1924 verschollen, der heute sowohl wie eine Vorahnung der Geschehnisse in Nazi-Deutschland nach 1933 als auch wie ein Kommentar dazu wirkt. 1991 entdeckte man zwar in Amsterdam eine unvollständige Fassung, die in Teilen rekonstruiert werden musste, aber erst 2015 wurde ein Sammler auf einem Pariser Flohmarkt mit der vollständigen Fassung des Films fündig, der nun im Auftrag von Arte restauriert und viragiert wurde. So konnten die einzelnen Passagen, unterschieden in Innen- und Außen-, sowie Tag- und Nachtaufnahmen farbig gefasst werden. Am 17. Juli erscheint bei absolut Medien diese Version auf DVD mit der aufregend vielschichtigen, ebenso kühnen wie effektvollen Musik der genuinen Musikdramatikerin Olga Neuwirth („Bählamms Fest“, „Lost Highway – A Video Opera“, „American Lulu“, „Orlando“).

Aneignen und Verstärken

12.05.20 (Dirk Wieschollek) -
Neue Musik von und mit Nicolaus A. Huber, Olga Neuwirth, Mark Lorenz Kysela und Maximilian Marcoll auf CD und LP.

Erfüllte poetische Zeit

29.04.20 (nmz-red) -
In diesem Jahr zeichnet die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz die Komponistin Olga Neu­wirth für ihr künstlerisches Lebenswerk mit dem Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik aus. Mit ihrem „enorm vielseitigen Schaffen erhebt Olga Neuwirth die Stimme des Widerstands gegen Mainstream, schnelle Gewissheiten und wohlfeile Übereinkünfte“, so die Jury zur Begründung.

Olga Neuwirth erhält den Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik 2020

24.04.20 (PM) -
„Ich will mich nicht wegjodeln lassen.“ So bringt die österreichische Komponistin Olga Neuwirth ihr „Abenteuer Komponieren“ auf den Punkt. In diesem Jahr zeichnet die Akademie der Wissenschaften und der Literatur / Mainz sie für ihr künstlerisches Lebenswerk mit dem Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik aus.
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