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Alle Artikel kategorisiert unter »Oper Frankfurt«

Mythos im Psycho-Resort – An Frankfurts Oper ist Elektra eine tödlich schwer gestörte Frau

20.03.23 (Wolf-Dieter Peter) -
Die Familie als Gefühlsabgrund, noch spezieller: eine schwierige Tochter-Vater-Beziehung – das kann der gebürtige Frankfurter Claus Guth feinfühlig und hochdifferenziert inszenieren. Iphigenie, Daphne, Senta oder Luisa Miller waren bislang Frauenschicksale, die der Musiktheaterfreund nicht vergaß. Nun also Richard Strauss und seine zu Sigmund Freuds Zeiten epochale „Elektra“ am „Opernhaus des Jahres“ Frankfurt.

Betrogen vom alten Körper – Uraufführung der Kammeroper „Blühen“ in Frankfurts Bockenheimer Depot

23.01.23 (Wolf-Dieter Peter) -
Hoffentlich löst das Werk keinen shit storm aus, wird zum Skandalon und bringt alle Beteiligten in Bedrängnis… Da schreibt schon dieser Nobelpreisträger Thomas Mann 1953 eine Novelle über „die Betrogene“ – und dann greifen zwei lebende Männer mitten im Gender-Zeitalter den Stoff auf! Wer denkt da nicht an den Amanda-Gorman-Skandal? Librettist Händl Klaus und Komponist Vito Žuraj formen nämlich sogar Monatsblutung und Eisprung zur Kammeroper – da kann nur ein gnädiger Tod das Ende bilden!

Korrektur am Tschaikowsky-Repertoire – „Die Zauberin“ bezaubert, beeindruckt und gehört in die Spielpläne

13.12.22 (Wolf-Dieter Peter) -
Für einen Gutteil der Besucher gehören „Oper“ und Politik“ nicht zusammen, ja sogar sauber getrennt. Doch mitunter sind beide untrennbar miteinander „verwoben“ – was zu vornehm klingt: eher gezielt miteinander gestaltet, ja durch die Zeitumstände sogar untrennbar. Das gilt für Tschaikowsky und seine 1887 uraufgeführte „Zauberin“ ganz besonders.

Pessimistisch genial – Tschaikowskis „Zauberin“ in Frankfurt

06.12.22 (Roland H. Dippel) -
Die 1889 am Mariinski-Theater Sankt Petersburg uraufgeführte Oper „Charodéyka“ (Die Zauberin) nach dem Schauspiel von Ippolit W. Schpaschinski hielt Tschaikowski für sein bestes musikalisches Bühnenwerk. Doch das Publikum teilte diese Vorliebe nicht. Über drei Stunden von Tschaikowskis edelster Musik überströmen eine Familientragödie. Eindringlich, faszinierend und zutiefst melancholisch. An der Oper Frankfurt gab es um die Spitzenleistungen von Asmik Grigorian und Claudia Mahnke viel andere intensive sängerische und szenische Höhenflüge. Das Premierenpublikum jubelte.

Oper Frankfurt erneut zum «Opernhaus des Jahres» gewählt

29.09.22 (dpa) -
Berlin - Die Oper Frankfurt ist in einer Experten-Umfrage der Zeitschrift «Opernwelt» erneut zum «Opernhaus des Jahres» gewählt worden. Maßgeblich für diese sechste Auszeichnung seien eine innovative, mutige Programmplanung sowie herausragende Regieleistungen gewesen, hieß es am Donnerstag zur Begründung.

Ein „Niemand“ auf der Suche nach sich selbst: „Ulisse“ von Luigi Dallapiccola in Frankfurt

28.06.22 (Dieter David Scholz) -
Der Odysseus-Stoff gehört seit Homer zur Weltliteratur. Seit Claudio Monte­verdis Oper aus dem Jahre 1640 ist er immer wiederkehrendes Thema auch des Musiktheaters, man denke nur an Offenbachs „Schöne Helena“, Berlioz’ „Les Troyens“, Bruchs „Odyssee-Szenen“ oder Egks Odysseus-Oper „Circe“ von 1949. Eine der jüngsten Opern-Vertonungen des Stoffes stammt von dem italienischen Komponisten Luigi Dallapiccola, er hat das Stück in den 1960er Jahren komponiert.

Globalisiertes Liebes-Elend – Die Oper Frankfurt bietet eine entschlackte „Madame Butterfly“

24.05.22 (Wolf-Dieter Peter) -
Ist-Status: Unser koloniales „Erbe“ der letzten fünfhundert Jahre fällt uns derzeit auf die Füße; um Frauenrechte steht es trotz „Besser-Wissen“ aus den letzten dreihundert Jahren noch immer nicht so „recht“… und in der US-amerikanischen Weltpolitik klaffen Anspruch und Wirklichkeit entlarvend auseinander – alles eine ideale Ausgangslage für eine zeitgemäße Interpretation von Puccinis allzu oft behämter Japanoiserie.

Klangsinnarm und harmlos: Benjamin Brittens „A Midsummer Night‘s Dream“ in Frankfurt

13.05.22 (Dieter David Scholz) -
Zum fünften Mal führt Brigitte Fassbaender Regie bei Brittens „A Midsummer Night‘s Dream“. Die Realisation an der im Bockenheimer Depot der Frankfurter Oper bleibt blass: „da ist nichts Gespenstisches, Subversives, Freches zugange“, findet unser Kritiker Dieter David Scholz. Das liege auch im „allzu vorsichtigen Dirigat des britischen Frankfurt-Debütanten Geoffrey Paterson, das ohne dramatisches Temperament Kraft und gestalterische Chuzpe die Musik Brittens weitgehend teilnahmslos buchstabiert.“

3.5.2022: Veranstaltungen aktuell +++ Veranstaltungen

03.05.22 (dpa) -
Oper Frankfurt plant nächste Spielzeit - «Damoklesschwert» Spardruck +++ Jubiläums-Händel-Festspiele: Eröffnung am 27. Mai mit «Orlando» +++ Nach drei Corona-Saisons: Gewandhaus plant Konzerte in vollem Haus +++ Aus Ukraine geflüchtete Musikerinnen gründen Orchester

Salon der Leidenschaften – Frankfurts Oper bietet Giordanos „Fedora“ in Christoph Loys Inszenierung

04.04.22 (Wolf-Dieter Peter) -
Aus den blutigen Wirren der Französischen Revolution in die gepflegten Salons des Adels zwischen St. Petersburg und Paris oder Idylle in den Schweizer Bergen – so ließe sich der kompositorische Weg Umberto Giordanos von „Andrea Chenier“ zu „Fedora“ auch beschreiben. Christoph Loys Stockholmer Inszenierung von 2016 animierte Frankfurts Intendant Bernd Loebe, die Wirkung der „Adelsschmonzette“ um die schöne Fürstin Fedora auch in seinem Haus zu prüfen.
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