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Alle Artikel kategorisiert unter »Philosophie«

Ravel von der Rolle

Digitalisierung – ein Wort in aller Munde. Jedes Archiv, jede Behörde, jeder Alltagsvorgang soll digitalisiert werden. Sinnlich oder rational erleb- oder verstehbare Erscheinungen werden codiert, um sie zwischenzuspeichern. Zu einem späteren Zeitpunkt können diese Daten so wiedergegeben werden, dass sie als kohärente Informationen verstanden und erlebt werden können. Erstaunlich, dass es dafür noch nicht mal Computer braucht.

Zur Kritik der Digitalisierung

08.07.20 (Daniel M. Feige) -
Wenn in den gegenwärtigen politischen und in Teilen auch journalistischen Debatten die Rede von Digitalisierung ist, so wird darunter so etwas wie eine freundliche Naturmacht verstanden: Wir erfahren hier, dass die Digitalisierung ohnehin kommt und es darum gehen muss, sie sozialverträglich politisch umzusetzen und zu begleiten. Zugleich erfahren wir, dass sie uns eine Erleichterung und Verbesserung unserer Lebensweise verspricht. Wenn hier etwas als quasi-naturhaft dargestellt wird, das in Wahrheit Ergebnis menschlicher Tätigkeit ist, dann sind solche Äußerungen vor allem eines: ideologisch. Denn natürlich erleichtert die Digitalisierung nicht allein unser Leben, sondern entzieht uns in zentralen Hinsichten auch die Kontrolle: In sozialen Netzwerken geben wir ständig vielfältige Daten von uns Preis, ohne dass uns das deutlich sein müsste; die sogenannten Big Data Analysen versuchen menschliches Verhalten im gro­ßen Stil zu prognostizieren, ohne dass die entsprechenden Akteure dabei zu Wort kommen würden.

Mit Musik auf dem Weg zum guten Leben ?

08.01.19 (Markus Hirsch) -
Führt man sich vor Augen, dass trotz der Grabenkämpfe (im Wortsinn) in Profiorchestern tagtäglich künstlerisch gelungene Opernaufführungen stattfinden, wird man der Idee einer voraussetzungslos gegebenen Verbindung von Musik und Ethik zunächst skeptisch gegenüberstehen. Ist es die Musik selbst (das Musizieren, das Musikhören, die einer Komposition immanente Botschaft), die etwas zum Guten hin verändern kann oder hängt alles vielmehr davon ab, wie wir Menschen mit Musik umgehen und ob wir sie zum Guten (oder Schlechten) hin einsetzen?

Gegenentwurf mit viel Beethoven

29.05.18 (Georg Beck) -
Es gibt Sätze in diesem Buch, für die man ihren Autor noch im Himmel umarmen möchte. Überhaupt bleibt es ein Rätsel, wie ein 30-Jähriger ein solches Thema angehen, finden, es sich zutrauen konnte. Und zwar buchstäblich (hier kann, in diesem Fall muss man es sagen) – allein gegen eine „Welt von Feinden“.

Eine Art von Schweigen

13.03.17 (Christoph Vratz) -
„Entzückende Doppelsinnigkeit! Reizendes und enttäuschendes Trugbild eines Augenblicks! Wie alles, was gefährdet, köstlich, unumkehrbar ist“ – es gibt sie, die „doppelsinnige Qualität“ von Musik. Sie fügt zusammen, was sich eigentlich ausschließt – und wird damit für jeden Hörer zu etwas Besonderem.

Kurz-Schluss: Wie ich einmal dazu beitrug, in Deutschland dank der AfD wieder Zucht und Ordnung einkehren zu lassen

24.02.16 (Theo Geißler) -
In politischen Zirkeln habe ich mir als ideologie- und moralfreier Marketing-Spezialist bekanntlich einen guten Namen gemacht. Meine Netzwerke sind dicht und stabil. Kaum ein gezielter Skandal oder scheinbar überraschender Erfolg in den letzten Jahren, der nicht auf meiner Referenzliste stünde. Umso tiefer war meine Enttäuschung, umso flammender meine Entrüstung, als ich erfahren musste, dass der abgehalfterte „Welt“-Redakteur Günther Lachmann sich der sogenannten „Alternative für Deutschland“ (AfD) als Öffentlichkeits-Arbeiter andiente. Angeblich zu einem Dumping-Preis von viertausend Euro bot er ein „Manifest“ an – was für eine primitive Herangehensweise. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2/2016]

Die Weihnachtsgeschenk-Tipps der nmz-Redaktion 2013: Martin Hufner

14.12.13 (Martin Hufner) -
Unser Internetredakteur aus Kleinmachnow liest: Gerhard R. Koch: Theodor W. Adorno, Philosoph, Musiker, pessimistischer Aufklärer, Societäts-Verlag, Frankfurt a.M. 2013, 192 Seiten, ISBN 978-3-95542-018-5, € 14,80

Vom selbstständigen Umgang mit Musik

06.10.09 (Friedrich Plank) -
Kai Martin: Ästhetische Erfahrung und die Bestimmung des Menschen. Über Kants, Schillers und Humboldts Theorien ästhetischer Bildung und ihre Relevanz für die Musikpädagogik. Veröffentlichungen des Instituts für musikpädagogische Forschung, Hochschule für Musik und Theater Hannover, 2009, 244 S., € 16,60, ISBN 978-3-931852-19-1

Cluster. Reality-Culture

01.09.98 (Martin Hufner) -
Wer von Musikkultur sprechen will, der darf über die gesamtkulturelle Verfassung nicht schweigen. Jürgen Habermas hat am 5. Juni knapp die politische Situation auf einen verteufelten Nenner gebracht: „... seit 1989 scheinen sich immer mehr Politiker zu sagen: Wenn wir die Konflikte schon nicht lösen können, müssen wir wenigstens den kritischen Blick entschärfen, der aus Konflikten Herausforderungen macht.“
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