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Alle Artikel kategorisiert unter »Popkultur«

Escape first

03.02.17 (Sven Ferchow) -
Lauf, Forrest, lauf! So dachte die amerikanische Popgesellschaft, als es darum ging, bei Donald Trumps Verschwörung, äh Einschwörung zum Präsidenten Spalier zu stehen und einen Hit zu trällern. Da liefen einige Künstler aber schneller davon als manche illegalen Einwanderer über den Grenzzaun zwischen San Diego und Tijuana kraxeln. Eimerweise kübelte es Absagen. Und aus dem „off“ hörte man Heidi Klum piepsen: Sorry, Donald, ich habe auch heute wieder keinen Künstler für dich. Selbst Notnagel Katy Perry (MTV Awards, Super Bowl, Truthahn-Köpfen) musste nach folgenden Tweets des Präsidenten passen: „@katyperry must have been drunk when she married Russell Brand... Katy, what the hell were you thinking when you married loser Russell Brand.“

Siegfried Matthus reagiert auf die Pressemitteilung des Deutschen Musikrates zur „1Falt“

08.12.16 (Siegfried Matthus) -
Der Komponist Siegfried Matthus hat sich in einem Brief an den Deutschen Musikrat anlässlich seiner Pressemitteilung „Fuck You 1Falt“ gewandt. An den Präsidenten Martin Maria Krüger gewandt, sagt Matthus: „Gegen den Titel des Artikels „Fuck you 1Falt“ und gegen den teilweise sehr verschwommenen Inhalt muss ich protestieren. Als Mitglied des Deutschen Musikrates kann ich mich damit nicht einverstanden erklären.“ Wir dokumentieren seinen Brief.

Böhmermann bis Deichkind - Gewinner beim Preis für Popkultur

11.09.16 (dpa) -
Der neue Preis für Popkultur hielt, was er versprach: mit Gewinnern wie Drangsal, Deichkind und Böhmermann gab es die ganze Bandbreite der Musikkultur - allerdings mit wenig weiblicher Besetzung.

«Parsifal» und seine Kiffer-Jungs: Wagner-Poetry-Slam in Bayreuth

25.07.16 (David Hutzler, dpa) -
Bayreuth - Über der winzigen Bühne im Hinterhof einer Wäscherei im Bayreuther Industriegebiet thront eine kleine Richard-Wagner-Figur aus Stein. Es ist der Abend vor dem Beginn der Festspiele mit der «Parsifal»-Premiere. Fanfaren ertönen und ein Mann im giftgrünen Anzug erscheint. «Jetzt mal Hand aufs Herz: Wer von Ihnen war noch nie auf einem Poetry-Slam?», fragt Moderator Michael Jakob in die Runde.

Trompeten von Jericho

02.03.16 (Sven Ferchow) -
Erschütternd, was bild.de wieder aufgedeckt hat. Mein Halszäpfchen schwingt seit Tagen im roten Bereich. Da hat doch tatsächlich eine Braut in einer Münsteraner Gemeinde WÄHREND der Trauung das Mikrofon ergriffen und einen Helene-Fischer-Song durch die „praystation“ geschmettert. WÄHREND der Trauung. Echt jetzt. Ich kämpfe mit den Tränen. Also nicht vor Rührung. Mehr aus Mitleid. Für den Bräutigam. Armer Kerl. Wie es dem Gimpel geht, möchte ich mir gar nicht vorstellen, noch viel weniger, wie eine Braut, die Helene-Fischer-Songs WÄHREND der Zeremonie fiept, aussieht.

Saarland plant 2017 Festival für Pop-Nachwuchs

16.02.16 (dpa) -
Saarbrücken - Ein neues Festival mit jungen Popmusikern soll erstmals im Herbst kommenden Jahres im Saarland über die Bühne gehen. Die Veranstaltung sei auf zehn Tage ausgelegt und soll sich vor auf Saarbrücken konzentrieren, sagte Kulturminister Ulrich Commerçon (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Im Mittelpunkt sollen alle zwei Jahre Popkonzerte stehen.

Der Entertainer

02.02.16 (Max Nyffeler) -
Vorsicht, hier spricht der Popmusikmuffel, und es geht um David Bowie. Angesichts des medialen Weltereignisses, zu dem sein Tod gemacht wurde, konnte sogar ein hoffnungsloser E-Musik-mensch wie ich nicht mehr weghören. Pop war für mich stets das Vergnügen der musikalisch Unbedarften, Chopin fand ich spannender als die Stones und wegen meines Interesses an Cages „Indeterminacy“ hatte ich sogar die Beatles-Welle verpasst. Auch David Bowie interessierte mich musikalisch nicht. Es war für mich eine Figur wie ein Fußballheld oder ein Hollywoodstar – halt ein Massenphänomen der Medienwelt, das man zum Leben so wenig braucht wie die Tagesschau oder das Dschungelcamp.

Soundtracks 2014/07

06.07.14 (Viktor Rotthaler) -
And now for something completely different: Monty Python is back. Das Comeback der legendären britischen Comedytruppe ist das Medienereignis des Sommers. Wer im Juli in der O2-Arena in London nicht dabei sein kann, darf ihnen am 30.7. im Pantoffelkino applaudieren. Arte wird dann den Mitschnitt des Konzerts zeigen: „Monty Python Live (mostly): One Down Five to Go“.

Mit der Axt gegen Flügel und Klavier

05.10.13 (Dirk Klose) -
Im Sommer 1964 wurde auf dem Campus der Freien Universität Berlin ein Klavier zertrümmert. Drei mit Äxten bewaffnete junge Männer schlugen auf ein Instrument ein, das erst nach zäher „Gegenwehr“ seinen Geist auf- gab. Zahlreiche Studierende beklatschten das Spektakel, u nter ihnen auch Redakteure einer Tendenzpresse, die tags darauf vehement den „moralischen Niedergang“ Berliner Studenten beklagten.

Auf der Suche nach einer vergessenen Pop-Ikone

10.05.13 (Viktor Rotthaler) -
Es war das Pop-Märchen des vergangenen Jahres, diese Suche nach dem „verschollenen“ Musiker Sixto Rodriguez, dessen Song vom „Sugar Man“ seit Jahrzehnten durch das Pop-Universum schwebt. Als bester Dokumentarfilm wurde „Searching For Sugar Man“ (als DVD bei Rapid Eye Movies) heuer mit dem „Oscar“ ausgezeichnet. Aber der Reihe nach: sein Name war mir seit 1980 herum geläufig, weil ich gerade seine Debütplatte von 1970, „Cold Fact“, als dubiose mexikanische Pressung erstanden hatte. Als „Geheimtipp“ hatte mir irgendein Plattenfreak diesen „mexikanischen Typen“ empfohlen. Aber er war bei mir nie zum „household name“ geworden. Eine schöne Platte, deren Spuren sich schnell im Sand verloren.
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