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Alle Artikel kategorisiert unter »Tatjana Gürbaca«

Verloren im Gestänge des Kapitalismus: Jules Massenets „Manon“ am Staatstheater Nürnberg

20.01.20 (Juan Martin Koch) -
Mit Jules Massenets „Manon“ setzt das Staatstheater Nürnberg die erfreuliche Pflege des französischen Opernrepertoires fort. Tatjana Gürbacas Inszenierung und der Umgang mit Massenets Musik haben bei unserem Berichterstatter allerdings eher gemischte Gefühle hinterlassen:

Maßlos, entfesselt und durchgeknallt – Tatjana Gürbaca inszeniert in Bremen „Don Giovanni“

23.10.19 (Ute Schalz-Laurenze) -
An der Wucht und der vieldeutigen Rätselhaftigkeit des „dramma giocoso“ haben sich Generationen von Regisseuren die Zähne ausgebissen. Günther Rennert, einer der großen des vergangenen Jahrhunderts glaubte „nicht an die Möglichkeit, für diese Partitur auch nur eine annähernd szenische Entsprechung finden zu können“. Die „Oper aller Opern“ (E.T.A. Hoffmann 1813) ist ein „Gipfel, der nie wieder erreicht worden ist“ (Bertolt Brecht). Nun also Tatjana Gürbaca, preisgekrönte erfolgreiche Regisseurin, die unvergessliche Arbeiten am Theater Bremen hinterlassen hat – Eugen Onegin und Mazeppa von Peter Tschaikowsky, Grand Macabre von György Ligeti, Simplicius Simplicissimus von Karl Amadeus Hartmann.

Ernstgenommen: Tatjana Gürbaca inszeniert in Essen einen düsteren „Freischütz“

11.12.18 (Joachim Lange) -
Carl Maria von Webers „Freischütz“, die vermeintlich deutsche Nationaloper ist populär. Was ein genereller Vorzug, aber auch eine Herausforderung für Regisseure ist. Märchen oder Satire, psychoanalytisches Gründeln in den Tiefen kollektiver Ängste oder Polittheater. Man kann da schnell mit vermeintlicher Werktreue scheitern.

Tatjana Gürbaca inszeniert Georg Friedrich Händels „Alcina“ im Theater an der Wien

26.09.18 (Joachim Lange) -
Händel-Erfahrungen hat Tatjana Gürbaca. In Halle hatte sie vor zwei Jahren mit einer packenden Bühnenversion des Oratoriums „Jephta“ die dortigen Händefestspiele eröffnet. Das „Theater an der Wien“ ist ihr – nicht zuletzt durch ihren auf drei Teile komprimierten Nibelungen-Ring – vertraut, den man wohl – wenn nicht alles täuscht – getrost als Fingerübung für größere Aufgaben in Bayreuth ansehen darf.

Die destruktiven Helden Richard Wagners – Eine „Ring-Trilogie“ von Tatjana Gürbaca im Theater an der Wien

05.12.17 (Frieder Reininghaus) -
Es sei, sagte Roland Geyer, der Intendant des Hauses, das „größte Unterfangen seit der Wiedereröffnung des Theaters an der Wien im Jahr 2006“. Allen Beteiligten war klar, dass sie mit diesem großformatigen Projekt ziemlich viel riskierten: Es setzte das Seziermesser an die Partituren, die der nach wie vor zahlenmäßig großen, im Opernbetrieb einflussreichen und gut organisierten Wagner-Gemeinde als sakrosankt gelten.

Leben und Glauben am Rande des Abgrunds – Händelfestspiele in der Oper Halle mit „Jephta“

28.05.17 (Joachim Lange) -
„Jephta“ ist in Händels Lebenswerk so etwas ähnliches wie der „Parsifal“ in dem von Wagner. Es ist das letzte neu komponierte und 1752 im Royal Theater Covent Garden uraufgeführte Oratorium. Ein Alterswerk, bei dem ihm all sein Können zu Gebote steht. Eins, in dem es obendrein um Gott und die Welt und um Leben und Tod geht. Auch um das eigene Leben und dessen Ende. Dass Händel während der Arbeit an seinem „Jephta“ erblindete, meint man zu hören.

Kleinste Nuancen – Richard Wagner „Lohengrin“ im Aalto-Theater Essen

Die Opern von Richard Strauss, Giacomo Puccini und vor allem Richard Wagner gehörten und gehören noch immer zum Kernrepertoire sowohl der Essener Philharmoniker als auch des Spielplans des Essener Aalto-Theaters – Stefan Soltesz hat dieses Repertoire während seiner langen Amtszeit als Generalmusikdirektor und Opernintendant in Personalunion von 1997 bis 2013 intensiv gepflegt. Die Philharmoniker wissen also sehr genau, wie Wagner „geht“. Aktuell zu erleben im „Lohengrin“, der am Wochenende Premiere feierte.

Tatjana Gürbaca macht aus dem Fliegenden Holländer in Antwerpen ein Psychogramm des Wahnsinns

23.10.16 (Joachim Lange) -
Es sind letztlich die Geister, die entscheiden wie eindrucksvoll uns Richard Wagners „Fliegender Holländer“ heute auf die Pelle zu rücken vermag. Wenn die Mannschaft des Geister-Schiffes auf die Rufe der Norweger endlich antwortet, in die geordnete Welt der braven Seeleute einbricht und jede Gewissheit über die Grenze zwischen dem Dies- und dem Jenseits aus den Angeln hebt.

„Capriccio“ von Richard Strauss im Theater an der Wien

20.04.16 (Frieder Reininghaus) -
Ein Ausflug in die Welt von gestern mit einigen Abstechern. Frieder Reininghaus war bei der Premiere dieses von Tatjana Gürbaca in Szene gesetzten eigenartigen Stoffs. Gürbacas Inszenierung verknüpfe „das werkimmanente Konflikt-Potential mit dem einen oder anderen Fingerzeig auf die militaristischen und gewalttätigen Kontexte im Entstehungszeitraum des Werks (bis hin zur Andeutung von Bücherverbrennung).“

Machtmissbrauch und bunter Kinderbilderbogen – Kölner Erstaufführung von Walter Braunfels’ „Jeanne d'Arc“

16.02.16 (Peter P. Pachl) -
In der Messehalle Staatenhaus, wo sich die Oper derzeit interimistisch eingerichtet hat, erfolgte die späte Kölner Erstaufführung jenes Komponisten, der hier kurz vor der Machtergreifung der Nazis und im Nachkriegsdeutschland die Hochschule für Musik geleitet hat. Der von Hitler geschätzte, für eine NS-Hymne vorgesehene jüdische Walter Braunfels (1882-1954) überlebte bei Überlingen am Bodensee den Terror in der inneren Emigration. Hier komponierte er seine letzte Oper „Jeanne d’Arc – Szenen aus dem Leben der heiligen Johanna“. Ohne Aussicht darauf, sie irgendwann noch hören oder auf der Bühne erleben zu können, versuchte der Komponist mit seinem mystisch-katholischen Bekenntniswerk Wagners „Parsifal“ zu überbieten.
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