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Alle Artikel kategorisiert unter »Walter Zimmermann«

Um nicht in Systemen gefangen zu sein

13.07.20 (Dirk Wieschollek) -
Es kommt sicher nicht allzu häufig vor, dass der Rückblick auf ein kompositorisches Lebenswerk einer Entdeckungsreise in ein kaum bekanntes ästhetisches Terrain gleichkommt. Walter Zimmermann muss jedoch zu den bekanntesten Unbekannten der zeitgenössischen Kompositionsszene gezählt werden. Das mag daran liegen, dass seine Musik in einer konsequenten und möglicherweise auch karrierefeindlichen Unabhängigkeit von den wechselnden Strömungen und Moden der „Neuen Musik“ entstand. Abhilfe schafft nun „Ursache und Vorwitz“ und macht, das sei vorweggenommen, große Lust, dieses weitestgehend unterrezipierte Werk (neu) zu entdecken.

Skulpturales Erbe

23.03.20 (Dirk Wieschollek) -
Neue Musik von und mit: Walter Zimmermann, Evan Johnson, Ensemble Musikfabrik, Carola Bauckholt, Sampo Haapamäki, Martin Smolka.

Reise durch Räume und Zeiten

09.04.17 (Max Nyffeler) -
Aufnahmen von und mit: Sirocco Saxophone Quartet, Isang Yun, Tom Sora, Hermann Kretzschmar, Dieter Schnebel, Frederic Rzewski, Hans Zender, Walter Zimmermann, Wilfried Jentzsch …

Donaueschinger Musiktage 2013

Wie immer - nach unseren tägliche Blogvideos - nun ein zusammenfassendes Feature über das Festival: Die musikalische Großform stand im Zentrum der diesjährigen Donaueschinger Musiktage. Es kommen zu Wort: Festivalmacher Armin Köhler, die Komponisten und Klangkünstler Walter Zimmermann, Enno Poppe, Raphael Cendo, Georges Aphergis, Georg Nussbaumer und Philippe Manoury. Außerdem: viel Musik und Eindrücke von den Musiktagen.

Wollust mit Frust, Jazz mit Garküche

13.11.13 (Gerhard R. Koch) -
In der Wirtshausszene von Büchner-Bergs „Woyzeck“/„Wozzeck“ sinniert der betrunkene Erste Handwerksbursche: „Jedoch wenn ein Wanderer, der gelehnt steht an dem Strom der Zeit…“ – und drückt in diesem prächtig paradoxen Bild ein Zentralproblem der Musik aus. Denn diese ist Zeit-Kunst par excellence, entspricht in ihrer ungreifbar ungegenständlichen Immaterialität Heraklits Grundfomel „Alles fließt“; während zum (sich) Anlehnen ein stabiles, dreidimensionales Widerlager – eine Wand, ein Geländer, ein Körper – gehört. Das tönende ätherische Fluidum, gar das Säuseln der „Äolsharfe“, ist, zumindest im Sinne eurozentrischer Kunstmusik, an historisch vermittelte Formen gebunden. Doch schon das abschätzige Wort „formlos“ führt als Negativ-Bestimmung ins Dilemma: Was heißt „Form“, was gar „formvollendet“?

Avantgardistischer Marathon – Orchestergruppen und Großformen dominierten die Donaueschinger Musiktage 2013

21.10.13 (Anna Schürmer) -
Im letzten Jahr sorgte Johannes Kreidler für einen Eklat beim Eröffnungskonzert der Donaueschinger Musiktage, als er – gegen die Fusion der SWR-Sinfonieorchester protestierend – eine Geige und ein Cello zusammenband, zerstörte und befand: ein solches fusioniertes Instrument sei nicht spielbar. Im Festivaljahrgang 2013 ging die Kritik gegen die kulturpolitischen Sparzwänge etwas weniger destruktiv weiter: Mit knallgelben Solidaritäts-Buttons und einem Protestmarsch konnten sich geneigte Festivalbesucher aktionistisch mit den existenzbedrohten Musikern des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg verbünden, während die Solidarität im Museum Biedermann eher symbolisch bekundet wurde: Ein prächtig gedeihendes Beet aus Klee hatte man dort gehegt und gepflegt, nun ließ man es ausdörren. In einer weiteren Installation wurde jede baden-württembergische Musikhochschule mit einer Stimmgabel versehen, an der sich Besucher mit einer Feile zu schaffen machen konnten. Am ärgsten angekratzt war die Trossinger Gabel, der kaum mehr ein Ton zu entlocken war.

Donaueschinger Musiktage 2013 - Videoblog: Donnerstag

Die diesjährigen Donaueschinger Musiktage stellen die musikalische Großform ins Zentrum. Am Tag vor dem Festivalbeginn probt das SWR-Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg „Suave Mari Magno - Clinamen I-VI” für sechs Orchestergruppen von Walter Zimmermann und Bernhard Langs „Monadologie XIII” für zwei Orchester im Vierteltonabstand.

Orchestergewalt, Flötenzauber, Obertontänze

05.09.13 (Max Nyffeler) -
Neue Musik von und mit Samuel Zyman, Walter Zimmermann, Carin Levine und Hugues Dufourt

Neue Musik, ruhig, sanft und hoch im Himmel gesungen

04.06.12 (Gerhard Rohde) -
In den Köpfen vieler Politiker, Kulturmanager und sogar Rundfunkintendanten breitet sich mit wachsender Geschwindigkeit ein Virus aus, der den Namen „Kulturabbau“ trägt. In Duisburg will der Kulturreferent die Opernehe mit Düsseldorf aufkündigen, im Südwesten sollen die zwei profiliertesten Radiosinfonieorchester der ARD zur Unkenntlichkeit zwangsfusioniert werden. Die Versteppung der Theater-und Musiklandschaft in Mecklenburg-Vorpommern schreitet rasch voran, in Frankfurt am Main lehnt es die Stadt ab, für ihr Theater die gerade beschlossene Tariferhöhung im öffentlichen Dienst, wie bisher praktiziert, zu übernehmen. Für die überaus erfolgreiche Frankfurter Oper würde das bedeuten: Rund sechs Millionen Euro mehr für die Bediensteten des Hauses müssten dem künstlerischen Etat entnommen werden, dessen Planungen bereits für die nächsten drei, vier Jahre festgelegt sind. Allein die Auszahlungen an Solisten, Regisseure, Bühnenbildner dürften rasch Hunderttausende, wenn nicht sogar Millionen kosten, abgesehen davon, dass man mit einer Streichung von drei und mehr Neuproduktionen das Angebot drastisch verringert, wodurch wiederum weniger (neugierige) Musikfreunde die Oper besuchen würden – ein weiterer Einnahmeausfall.
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