Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Wittener Tage für neue Kammermusik«

Musik und Kunst in sozialer Distanz

12.06.21 (Anna Schürmer) -
Dies ist kein klassischer Festivalbericht der Wittener Tage für Neue Kammermusik 2021. Vielmehr fahndet der Text nach Diskursen, welche „Witten21“ aufspannt zwischen „Musik und Medien“: So heißt der Lehrstuhl, den Golo Föllmer (gf) mit Anna Schürmer (as) und zwei weiteren Mitarbeitern seit kurzem an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg interdisziplinär zwischen Musik- und Medienwissenschaft etabliert. Im Dialog über „Witten21“ treten Motive zum Zusammenspiel von technischer Innovation und künstlerischen Strategien in Zeiten sozialer Distanzierung zutage (#1), gefolgt von konzeptionellen Überlegungen zu zwei Hauptwerken des Festivaljahrgangs 2021: „Vertigo / Infinite Screen“ von Brice Pauset und dem Künstlerduo Arotin & Serghei verschmilzt „Sound & Vision“ zu einem hybriden Gesamtkunstwerk (#2) während Mauro Lanzas Streichquartett-Zyklus „Aether is a haunted place“ nostalgische Referenzen aus gespenstischen Dimensionen sendet. (#3).

Muss selbst den Weg mir weisen

Folgt man Luis Buñuel, dem Liebhaber von Wagner, von de Sade, von Heringen in Öl, von Klöstern, Bars, Alkohol, Tabak und dergleichen Rauschdrogen mehr – folgt man diesem genialen Neuschöpfer, Wiederbeginner, habe sein und Dalís surrealistischer Skandalfilm „Un chien andalou“ gleich zwei Mal zu Fehlgeburten geführt. Kann man glauben, muss man nicht glauben. Was aber klar ist: Es gehörte Mut dazu, Traumbilder in Filmbilder übersetzen zu wollen. Buñuel träumte: eine Wolke durchschneidet den Mond, eine Rasierklinge ein Auge. Ameisen krabbeln über meine Hand! ergänzte Dalí. Das war neu – im Jahr 1929.

Vom Versuch, unsichere Räume zu bewohnen

16.06.20 (Dirk Wieschollek) -
Während in Pandemie-Zeiten allerorten das Virus jegliche Veranstaltungsaktivitäten in die Knie zwingt, präsentierte sich Witten 2020 als gallisches Dorf in der Lockdown-geplagten Fes­tivallandschaft – und fand statt. Wobei „stattfinden“ in diesen Tagen natürlich ein dehnbarer Begriff ist. Dass die Verantwortlichen alles daran setzten, die verbliebenen Möglichkeiten bis an die Grenzen des technisch und ästhetisch Sinnvollen auszuloten, darf man Harry Vogt und dem WDR-Team jedoch hoch anrechnen.

Unübersehbar #4 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 22.5. bis zum 28.5.2020

22.05.20 (Dirk Wieschollek) -
Mit unsere Autoren-Tipps in der Ausgabe Nummer 4 empfehlen wir Ihnen Online-Angebote aus dem Brüsseler Opernhaus „La Monnaie“, von den Wittener Tage für neue Kammermusik 2020, György Kurtágs „Fin de Partie“, Domenico Cimarosas „Il matrimonio segreto“ aus Turin und Musik und Kunst mit dem ensemble recherche.

Wittener Tage für neue Kammermusik 2020 als exklusives Radiofestival

24.04.20 (PM - WDR) -
Erstmals in der Geschichte der Wittener Tage für neue Kammermusik richtet WDR 3 das renommierteste Premierenfestival als exklusives Radio- und Streaming-Erlebnis aus. Die Aufnahmen der bislang unveröffentlichten Werke sendet der WDR exklusiv am Festivalwochenende von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. April – und im Videostream!

Buch-Tipps 2019/06

18.06.19 (Michael Wackerbauer) -
Arnold Schönberg: Der musikalische Gedanke, hg. v. H. Krones (Sämtliche Schriften. Kritische Gesamtausgabe, Abt. II, Bd. 6: Fragment gebliebene Lehrwerke I), Universal Edition +++ Querschnitt. 111 Werke aus 50 Jahren Wittener Tage für neue Kammermusik, hg. v. H. Vogt/R. Peters, Wolke +++ Aktives Musikhören. Praxisbuch zur Rezeptionsdidaktik im Musikunterricht, hg. v. G. Biegholdt, Helbling

Mit Verve, ohne Plattitüden

06.06.19 (Torsten Möller) -
Nicht nur im Konzertsaal spielt die Musik. Mal ging es bei den Wittener Tagen – ganz à la Festival Rümlingen – mit einer Klangwanderung in die Natur, mal spielten Stücke auf einer Fähre oder in einer Straßenbahn, mal gab es Klanginstallationen in Kellergewölben.

Ränder, Fehler, Flüstertöne

07.06.18 (Georg Beck) -
Die erste Frage, die diesem Festival-Jahrgang galt, war außermusikalischer Natur: Was eigentlich wird genau gefeiert? – Die Presse- und Öffentlichkeitsabteilung des (haupt)veranstaltenden Westdeutschen Rundfunks war sich sicher: „50 Jahre Wittener Tage für neue Kammermusik“. Was eine ziemlich selbstbewusste Überschrift war zu einer Vorankündigung, die dann lus-tigerweise so weiterging: „Fehler im System, folgenschwere Tippfehler und Versehen, die Veränderung bringen – bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik geht es im Jubiläumsjahr um ‚produktive Fehler‘.“

Rituale ohne Dogmen: Die 50. Wittener Tage für Neue Kammermusik

01.05.18 (Stefan Pieper) -
„In Räumen sein, wo noch nie jemand war“, so formulierte der Klarinettist Jörg Widmann jenen Idealzustand der ästhetischen Belebung, welche bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik seit nunmehr fünf Jahrzehnten Programm ist. So etwas wollen regelmäßig die angereisten Protagonisten herbeiführen und dafür reist eine internationale Zuhörerschaft an. Im Jahr 1969 wurde das Wittener Festival in seiner heutigen Form geboren. Einen verlässlichen Rahmen liefert hier der Westdeutsche Rundfunk, der sich in einer Zeit einklinkte, in der die Sicherstellung öffentlicher Bildungsaufträge auch für „Minderheiten“ noch ein Kerngeschäft war. In Witten lebt so etwas fort. Also wurde auch am Festivalwochenende 2018 abendfüllend Neue Musik in den Äther gestrahlt.

Flüstergalerie und neue Musik - Wittener Kammermusik-Tage werden 50

09.04.18 (dpa) -
Witten - Das Werk des französischen Komponisten Mark Andre steht im Mittelpunkt des diesjährigen 50. Jubiläums der Wittener Tage für neue Kammermusik. Das Festival dauere vom 27. bis zum 29. April, teilte der WDR am Freitag mit. Das von dem Rundfunksender und der Stadt Witten veranstaltete Festival für zeitgenössische Musik bietet demnach 20 Uraufführungen.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: