Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Ruhrgebiet«

Zwischenzeiten bringen nicht nur Ungeheuer hervor

31.10.18 (Georg Beck) -
Bochum, im August/September. – Wo fängt die Kunst an? Mit einem Blick auf die Welt, auf den aktuellen Zustand der Gesellschaft; da genau beginnt sie, dort muss sie beginnen, sagt Stefanie Carp. Es ist das Zeitdiagnostische, das für die neuberufene, damit erste Intendantin der Ruhrtriennale wie für ihren Musikkurator Matthias Osterwold am Anfang stehen. „Eine Zwischenzeit ist angebrochen, laut, lärmend, lähmend und stag-nierend zugleich – eine diffuse Zeit.“ 33 Projekte, 120 Aufführungen, ein „Festival der Künste“, das Gegenwärtigkeit, das Wachheit, Wachsamkeit reklamiert – dies der Anspruch ihrer gemeinsamen, auf drei Jahre angelegten Programmplanung.

Verwässert statt verbessert

31.05.17 (Andreas Rossmann) -
„Jedem Kind ein Instrument“, dieser Titel formuliert ein Programm und mehr: Ein Grundrecht. Dass Kinder in der Schule das Spielen eines Musikinstruments genauso selbstverständlich lernen können wie Lesen und Schreiben, ist ein Angebot, das dem chronisch vernachlässigten musischen Unterricht eine neue, breite Offensive verschafft.

Das politische Festival als moralische Veranstaltung

28.10.16 (Georg Beck) -
Von den drei großen Musiktheaterproduktionen dieser Ruhrtriennale hat Intendant Johan Simons zwei selbst in Szene gesetzt: Christoph Willibald Glucks „Alceste“-Oper sowie die Theateradaption nach dem Buch „Der Fall Meursault – eine Gegendar­stellung“ von Kamel Daoud, genannt „Die Fremden“. Die dritte Musiktheaterproduktion „Earth Diver“ brachte mit den „Chorszenen für ein Musiktheater“ von Nikolaus Brass die einzige musikalische Uraufführung – eine, die Johan Simons komplett als Geschenk in den Schoß fiel.

Von der Schwierigkeit zu gefallen, ohne gefällig zu sein

27.09.15 (Georg Beck) -
Natürlich gab es sie auch, die wirklich bezaubernden Momente in dieser ersten, von Johan Simons besorgten RT-Ausgabe. Süße Pflicht, gerade sie sich näher anzuschauen, zu fragen, was da wie warum so glücklich zueinander ging und vor allem wo. Womit wir, nicht zum ersten Mal an dieser Stelle, an ein vergleichsweise offenes Geheim­nis der Ruhrtriennale rühren.

Ruhrtriennale: Intendant Simons «glücklich» über erste Saison

24.09.15 (dpa) -
Bochum - Die Macher der Ruhrtriennale können sich in dieser Saison über eine Auslastung der Veranstaltungen von mehr als 90 Prozent freuen. Im Kartenvorverkauf sei das beste Ergebnis seit Gründung des Festivals erreicht worden, teilten die Organisatoren am Mittwoch in Bochum kurz vor dem Ende der Spielzeit (am 26. September) mit. «Ich bin sehr glücklich», sagte Intendant Johan Simons über seine erste Saison.

Schweiß

10.09.15 (Gordon Kampe) -
Es wird Herbst. Und mit ihm kommt die Triennale in den Pott. Ein riesiges Festival, das den Ruhrgebietsleuten zeigt, was es in der weiten Welt alles für dolle Kunst gibt. Manchmal machen sogar Einheimische mit – vorzugsweise Schafe und Schüler, aber immerhin! Beschworen wird die einmalige Atmosphäre der umfunktionierten Industriebauten, die noch nach dem Schweiß unserer Hände harter Arbeit riechen. Wir haben Schalke, Currywurst und das Herz auf dem rechten Fleck! Watt schön!

Ruhrbühnen wollen enger zusammenarbeiten

21.05.15 (dpa) -
Essen - Elf Bühnen im Ruhrgebiet wollen sich nach dem Vorbild der Kunstmuseen zu einem Netzwerk zusammenschließen. Mit dabei sind die großen Bühnen in Essen, Bochum, Dortmund und die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Ziel ist ein besserer Service für Besucher. Abonnenten könnten zum Beispiel mehrere Bühnen besuchen.

Das kleine Chorwunder von der Ruhr

15.05.15 (Georg Beck) -
Werk klingt nach Arbeit, was zumal im Ruhrgebiet (Strukturwandel hin oder her) immer noch gern mit Maloche verdolmetscht wird, ganz und gar ungeachtet der Tatsache, dass das schweißtreibende Untertagewerken nun längstens der Vergangenheit angehört. Doch auch wenn der Himmel mittlerweile blau geworden ist über der Großagglomeration von Ruhr und Emscher, die alten Namen Revier und Pott (gern auch mit den Präfixen Kohlen- und Ruhr-) verhalten sich wie die Etiketten längst geleerter Flaschen, sie verschwinden nicht so schnell.

Nicht vergessen, worin die Stärke besteht

30.10.14 (Geor Beck) -
Bilder hat Heiner Goebbels in seinen drei Ruhrtrien­nale-Spielzeiten reichlich geliefert. Jedes für sich ein Balanceakt. Als ob er sagen wollte: Nur die Grenz­linie kann meine Ideallinie sein. Wer gewartet hatte auf das eine Bild, das die Botschaft dieser Inten­danz ausdrückt, musste sich gedulden. Als es dann mit „Surrogate Cities Ruhr“ kam, war es wie ein nachgeholtes Versprechen. Das Einfache, das offenbar (auch dies hat uns diese Intendanz gezeigt) so schwer zu machen ist: dass nämlich das Orchester das Zentrum ist, um das alles kreisen muss.

Die fröhliche Theaterwissenschaft des Heiner Goebbels

02.10.12 (Georg Beck) -
Bochum, Duisburg, Essen im September – wahrscheinlich sind wir ganz nah bei Heiner Goebbels, wenn wir uns seine (erste) Ruhrtriennale als Ring­beschleuniger vorstellen. Man kennt diese Technik, die mit Riesen­aufwand Riesenrennbahnen für Elementar­teilchen in der Erde versenkt – möglichst fern von störenden Umwelt­einflüssen. Ist alles am Platz, treten erwar­tungsfroh gestimmte Ingenieure auf den Plan, die den Schalter umlegen, um ihre Teilchen (oder was sie dafür halten) auf Kollisionskurs zu schicken. Und dann – Peng!
Inhalt abgleichen