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Alle Artikel kategorisiert unter »Salzburg«

Muti und die Musik, die Macht und andere Metaphern – Aida in Salzburg

13.08.17 (Frieder Reininghaus) -
Giuseppe Verdis „Aida“ gehört zum kernigsten Kern-Repertoire des Opernbetriebs. Manches Sommerspektakel in vormals antiken Arenen oder anderen touristisch erschlossenen Steinbrüchen täte sich weit schwerer, wenn es dieses Werk von 1870/71 nicht gäbe. Auch die Salzburger Festspiele wollen an der großen musikalischen und ökonomischen Zugkraft der „Aida“ teilhaben. Sie machen daher der Arena di Verona und künstlerisch vergleichbar wertvollen Institutionen Konkurrenz. Intendant Hinterhäuser sorgte für maximale Attraktion im Großen Vorderhaus, indem er mit Riccardo Muti einen der renommiertesten Verdi-Dirigenten verpflichtete, dazu top-teures Sänger-Personal und mit Shirin Nashat eine in der interkulturellen FotografInnen- und -FilmerInnen-Szene absolut angesagte Regisseurin. Der Erfolg gibt ihm recht.

Salzburger Festspiele: Die göttliche Anna brilliert in altbackener „Aida“

09.08.17 (dpa) -
Ein bisschen kam man sich vor wie in der Arena von Verona. Die Trompeten schmetterten beim allbekannten Triumphmarsch, dass es eine Freude war, die Menschenmassen wallten hin und her, und die Sänger verausgabten sich an der Rampe. Fehlten nur noch die Elefanten.

Kerem Hasan siegt bei Dirigentenwettbewerb der Salzburger Festspiele

07.08.17 (dpa) -
Salzburg - Der 25-jährige Dirigent Kerem Hasan ist diesjähriger Gewinner des Young Conductors Award der Salzburger Festspiele. Der Künstler aus Großbritannien konnte am Sonntag eine internationale Jury von sich überzeugen, wie die Festspiele mitteilten. Hasan setzte sich in der letzten Runde gegen zwei Mitbewerber durch. Insgesamt bewarben sich 68 Dirigenten für den Nachwuchspreis. Die Auszeichnung, die in diesem Jahr zum achten Mal verliehen wurde, ist mit 15 000 Euro dotiert.

Gediegener Sozialrealismus mit einer guten Dosis Theaterhumor – „Lady Macbeth“ bei den Salzburger Festspielen

03.08.17 (Frieder Reininghaus) -
Lange sah man im 20. Jahrhundert Katerina Ismailowa, die tragische Heldin Dmitri Schostakowitschs, eingesargt in das ländlich-rückständige Russland. Dem entstammt die Figur – einer Novelle von Nikolai Leskow aus dem Jahr 1864. Die Bühnenbilder, wenn sie nicht weitgehend abstrahierten, griffen in der Regel optische Elemente der Landarmut auf, illustrierende Motive einer patriarchalischen Kaufmannsgesellschaft am Rande der Zivilisation, der Folklore und Usancen des Zaristischen Polizeivollzugs bzw. Deportationssystems, die mit satirischer Lust überzeichnet wurden. Das funktioniert allemal, da die Sicherheits- und Ordnungskräfte fast überall nicht nur beliebt sind.

Endlich der erhoffte Coup - Willkommenskultur bei den Salzburger Festspielen

28.07.17 (dpa, Georg Etscheit) -
Salzburg - Nachdem sich landauf, landab die Stadt- und Staatstheater an der Flüchtlingskrise abgearbeitet haben, gab es nun jetzt auch bei den Salzburger Festspielen eine Lektion in Sachen Willkommenskultur. Alles schon mal da gewesen, könnte man meinen. Doch dank zweier visionärer Künstler, dem US-Starregisseur Peter Sellars und dem griechischen Ausnahmedirigenten Teodor Currentzis präsentierte sich diese Auseinandersetzung mit den brennend aktuellen Themen Migration und Terrorismus im Gewand der selten gespielten Mozart-Oper «La Clemenza di Tito» («Die Milde des Titus») auf hohem Niveau.

Salzburger Festspiele: Schirach warnt vor Tyrannei der Stärkeren

27.07.17 (dpa) -
Salzburg - Der deutsche Jurist und Bestseller-Autor Ferdinand von Schirach hat sich als Festredner bei den Salzburger Festspielen mit großem Nachdruck gegen Volksentscheide ausgesprochen. «Der Volkszorn ist unberechenbar. Er kann jederzeit aufgestachelt werden», sagte er vor illustren Gästen aus Kunst, Politik und Wirtschaft am Donnerstag in der Felsenreitschule.

Elisabeth Gutjahr zur Rektorin der Universität Mozarteum Salzburg gewählt

24.07.17 (PM) -
Der Universitätsrat hat in seiner heutigen Sitzung das Verfahren zur Wahl eines Rektors/einer Rektorin für die Universität Mozarteum Salzburg fortgesetzt, nachdem der designierte Rektor Prof. Reiner Schuhenn am 10. Juli 2017 von seinem Wahlamt zurückgetreten war.

Salzburger Festspielchef Markus Hinterhäuser: Auftragsopern sind verzichtbar

20.07.17 (dpa, Georg Etscheit) -
Selten war eine Intendanz so mit Erwartungen überfrachtet wie die von Markus Hinterhäuser. Der neue Chef des weltgrößten Musik- und Theaterfestivals über Erwartungen sowie seine Abneigung gegen Statistiken und Quotensysteme.

Opernsänger Villazón neuer Intendant der Salzburger Mozartwoche

27.06.17 (dpa) -
Salzburg - Star-Tenor Rolando Villazón wird neuer Intendant der Mozartwoche in Salzburg. Ab 1. Juli übernimmt er die künstlerische Leitung der renommierten Konzertreihe, wie die Stiftung Mozarteum am Montag mitteilte. Der Vertrag laufe zunächst bis 2023. Villazón

Der Ritter von der angehaltenen Zeit – Eine Händeloper der Extraklasse zu Pfingsten in Salzburg

04.06.17 (Joachim Lange) -
Die Salzburger Pfingstfestspiele sind immer auch eine Cecilia-Bartoli-Show. Seit sie dort (programmatisch) das Sagen und vor allem das Singen hat. Seit sechs Jahren steht sie für eine gut durchdachte Programmpolitik. Und funkelt selbst als Koloratur-Brillant und Erzkomödiantin unter lauter vokalen Edelsteinen und leuchtendem Klanggeschmeide. In diesem Jahr als der Ritter Ariodante in Georg Friedrich Händels gleichnamiger Oper aus dem Jahre 1735. In der jagt nicht nur ein Bravourstück das nächste. Hier ist sogar die Handlung für barocke Libretto-Verhältnisse vergleichsweise gradlinig und durchschaubar. Die Prinzessin Ginevra und der Ritter und Vasall ihres Vaters, Ariodante, steuern auf ihr Eheglück und das schottische Thronerbe zu.
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