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Alle Artikel kategorisiert unter »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«

Allzu billige Gegenwart: „Mahagonny“ an den Landesbühnen Sachsen

12.12.19 (Roland H. Dippel) -
Vor der neoliberalistischen Realität versagt sogar das Instrumentarium des post-realistischen Musiktheaters der guten alten DDR-Schule. Mit „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ haben die Landesbühnen Sachsen neben großen Verdiensten wie zuletzt mit „Katja Kabanova“, „Der Besuch der alten Dame“ und „Sunday in the Park with George“ kein großes Glück.

Die höheren Künste des Recyclings – Das Festival in Aix-en-Provence 2019

08.07.19 (Frieder Reininghaus) -
Die erste Stunde gehörte einem seltenen Gast im sommerlichen Aix-en-Provence: Madame La Pluie ließ die Veranstalter und die vor den Absperrgittern wartenden zahlenden Gäste lange im Ungewissen. Doch dann wurden die Barockgeigen des Orchesters Pygmalion aus Bordeaux ausgepackt. Sie und die vielen prächtigen Kostüme, die unter kundiger Assistenz von Elisabeth de Sauverzac geschneidert worden waren, setzten sich dem Witterungs-Restrisiko aus. Gegen 23 Uhr begann eine Solostimme den zum Auditorium umgewidmeten Hof der Arvchevêché zu erfüllen. Sie intonierte, bald unterstützt vom Chor, ein mittelalterliches Graduale – als Einstimmung auf das Requiem von Wolfgang A. Mozart.

Märtyrer mit Kettensäge: Roland Schwab inszeniert Weills „Mahagonny“ in Gera

05.03.17 (Roland H. Dippel) -
Parallel zum Kurz-Weill-Fest 2017 in Sachsen-Anhalt bringt das Theater Altenburg-Gera im Jugendstil-Theater Gera „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. Die Frage nach dem stimmigen Weill-Stil stellt sich hier: Der Autor plädiert – wie bei Ernst Krenek – für Pluralität von Romantizismen bis Bänkelton und Parodie. Denn ganz auf opernhafte Opulenz wollten ja weder Weill noch Brecht radikal verzichten („Tristan“ in „Street Scene“) - und bei den von letzterem so geliebten Zigarren kommen in Roland Schwabs Inszenierung möglicherweise noch andere Gedanken…

Von niederschmetternder Tragik – Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ an der Berliner Staatsoper

07.06.14 (Peter P. Pachl) -
Kurt Weills dreiaktige Oper auf ein Libretto von Bertolt Brecht, „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" wird bei Inszenierungen häufig dem Genre Musical angenähert. In der Staatsoper im Schillertheater hingegen wurde das innovativ Opernhafte der ungekürzten Urfassung herausgearbeitet, die die 1930 uraufgeführte, von frühen NS-Protesten begleitete Partitur tragisch und breit ausgelotet.

Wir sind die Menschen von Mahagonny: Eine aufsehenerregende Weill-Inszenierung von Benedikt von Peter am Theater Bremen

08.10.12 (Ute Schalz-Laurenze) -
Ob wir – das Publikum - nicht Geld haben, um dem armen Jim Mahoney aus der Klemme zu helfen? Denn wer in Mahagonny kein Geld hat, den ereilt die Todesstrafe. Die neue aufsehenerregende Inszenierung Benedikt von Peters von Kurt Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahgonny“ spielt nicht auf der Bühne – dort sitzt das Orchester –, sondern im Zuschauerraum, zuvor sogar in allen Räumen des Theaters.

Wiedergutmachung sieht anders aus: Brecht/Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ in Leipzig

02.05.12 (Michael Ernst) -
Leipzig als Kulturstadt, Leipzig als Stadt eines selbstbewussten und kunstsinnigen Bürgertums, Leipzig auch als politische Stadt hätte Grund mehr als genug für jede Form der Wiedergutmachung am „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“. Diese Oper von Bertolt Brecht und Kurt Weill ist 1930 unter skandalösen Bedingungen am Neuen Theater uraufgeführt worden, es gab sie 1967 ein weiteres Mal in der Regie des damaligen Operndirektors Joachim Herz am Kleinen Haus und es gibt seit wenigen Tagen eine Neuinszenierung, die binnen dreier Wochen erarbeitet worden sein soll.

Die Stadt, das Geld und der Traum: Der „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Brecht und Weill an der Staatsoper Wien

25.01.12 (Frieder Reininghaus) -
Die Wiener Staatsoper ist ein Gehäuse, in dem sich Goldmarks „Die Königin von Saba“ zuhause fühlen durfte und in das die „Salome“ immer wieder gern einkehrt, in dem sich einst aber auch „Das Heimchen am Herd“ breit machte und „Es war einmal …“. Ein Haus für Brecht und Weill wurde der Prachtbau an der Ringstraße weder in der Zeit zwischen den Kriegen noch in den 67 Jahren der zweiten Republik (sowohl die Zusammensetzung der Geschmacksträgerschicht wie die Dimension der Halle empfehlen diese weder für die „Dreigroschenoper“ noch für die „Sieben Todsünden“).

Der Affe blieb ungekreuzigt: „Mahagonny“ und „Die Maßnahme“ beim Brecht-Festival in Augsburg

03.03.11 (Andreas Hauff) -
Bertolt Brecht, dem „Stückeschreiber“, widmete sich das Augsburger Brecht-Festival diesmal unter dem Schwerpunkt-Thema Brecht und die Musik. Dabei standen immerhin zwei Werke auf dem Programm, in denen Musik eine große Rolle spielt: Die Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ mit Musik von Kurt Weill und das umstrittene Lehrstück „Die Maßnahme“ mit Musik von Hanns Eisler.
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