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Alle Artikel kategorisiert unter »Die Soldaten«

Singen heißt mich das Herz

31.05.18 (Georg Beck) -
Die Zeit vergeht. Wie sie das tut, das hat die jüngste Ausgabe von „Acht Brücken. Musik für Köln“ vorgeführt. Und zwar mit wünschenswerter Klarheit. Dabei hat es die Festival-Dramaturgie verstanden, einerseits Kern und Botschaft des Stücks für alle sichtbar hinzustellen und zugleich ins Überzeitliche zu heben. Man kann das weise, wahlweise geschickt nennen: Geschichte aufarbeiten, ohne Schuldfragen wälzen zu müssen, einfach einen neuen Stand der Dinge verkünden.

Die Soldaten sind wir alle: Zum Kölner Acht-Brücken-Festival

07.05.18 (Stefan Pieper) -
Bei der Kölner Uraufführung von Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“ im Jahr 1969 hatte der damalige Dirigent Michael Gielen mit starken Widerständen seitens des Orchesters zu kämpfen. Zu nachhaltig sprengte diese vielschichtige und in ihrer Aussage radikale Oper alle Traditionen und Gewohnheiten im Nachkriegs-Konzertbetrieb. Beim Kölner „Acht Brücken Festival“ im Jahr 2018 stehen heute umso mehr Musiker und Ensembles bereit, sich mutig in alle Klangabenteuer zu stürzen – und für die liefern Bernd Alois Zimmermanns Kompositionen nach wie vor unverbrauchtes Notenmaterial.

Zimmermann-Oper „Die Soldaten“ an den Uraufführungsort Köln zurückgekehrt

03.05.18 (Georg Beck) -
Man fieberte mit. Wofür man noch nicht einmal Kölner sein musste. Schadete freilich auch nicht, wenn es so war. Man freute sich einfach, dass diese gebeutelte Stadt, in der so vieles versinkt – das Stadtarchiv im bröseligen U-Bahn-Untergrund, die Oper in einer etatlöcherreißenden Permanent-Baustelle, jüngst der 1. Fußball-Club in der Zweitklassigkeit –, man freute sich, dass diese Stadt, offenbar doch noch groß denken, groß handeln kann. Freute sich mit und für den „Leitungsstab“ der Oper Köln, spürte den erhöhten Pulsschlag ihres Dramaturgen Georg Kehren, wenn dieser, nicht ohne Stolz, vorrechnete: „Nach 53 Jahren wieder zurück am Ausgangspunkt!“

Im Schlagzeuggewitter: Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ am Staatstheater Nürnberg

18.03.18 (Juan Martin Koch) -
Pünktlich zum 100. Geburtstag Bernd Alois Zimmermanns hat das Staatstheater Nürnberg sein Hauptwerk, die Oper „Die Soldaten“, herausgebracht. Peter Konwitschny wählte einen zunächst reduziert-aktualisierenden Zugriff, hatte für den vierten Akt dann aber eine eigenwillige Lösungsidee. Juan Martin Koch war mittendrin:

Rückblende 2017/06 (Vor 100 und vor 50 Jahren)

31.05.17 (Eckardt Rohlfs) -
Vor 100 Jahren: Notwendigkeit einer Opernreform: Denn die moderne Opernallerweltstechnik hat keinen Stil. +++ Vor 50 Jahren: Der Komponist Bernd Alois Zimmermann nennt seine 1965 in Köln uraufgeführte „Soldaten“ recht unproblematisch „Oper“, aber mit dem traditionellen Begriff der Oper hat sein Werk nicht sehr viel zu tun. Wie sieht er den Weg des Musiktheaters in der Zukunft, gibt er der Oper noch eine Chance?

Musikalische Grundfarben und die Rückkehr der Gespenster

08.05.16 (Andreas Hauff) -
Die Wiesbadener Maifestspiele eröffnen mit Bernd Alois Zimmermanns „Soldaten“. Andreas Hauff findet Zimmermanns Oper als „tatsächlich in die Jahre gekommen“, aber er ist keineswegs enttäuscht.

Wiesbadener Maifestspiele mit Oper «Die Soldaten» eröffnet

02.05.16 (dpa) -
Wiesbaden - Die Internationalen Maifestspiele des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden sind am Samstag mit der Eröffnungspremiere der Oper «Die Soldaten» gestartet. Bei der Inszenierung sitzt der größte Teil des Publikums auf der Bühne, ein Zeppelin schwebt unter der Decke. Literarische Vorlage der expressionistischen Antikriegsoper des Komponisten Bernd Alois Zimmermann ist das Stück des Sturm-und-Drang-Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz (1751-1792).

Misstrauen gegen alles Militärische

10.07.14 (Albrecht Dümling) -
Nachher ist man immer klüger. Im August 1914 zogen die deutschen Soldaten noch begeistert in die Schlacht, von der sie einen schnellen Sieg erhofften. Je länger der Krieg aber dauerte und je mehr Tote und Verletzte er kostete, je mehr auch die Zivilbevölkerung leiden musste, umso mehr wich die Begeisterung der Ernüchterung. Bei Kriegsende füllten bettelnde Krüppel die Straßen.

Das Orchester ist die Militaria – Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ an der Komischen Oper Berlin

16.06.14 (Peter P. Pachl) -
Für den katalanischen Regisseur Calixto Bieito ist die aggressive Klangmaschinerie in Bernd Alois Zimmermanns an Radikalität bislang unüberbotener Partitur aus dem Jahre 1965 identisch mit dem Apparat der titelgebenden Soldaten. In Uniformen und mit militärischen Kopfbedeckungen spielen die 120 Orchestermitglieder auf sieben Ebenen eines Stahlgerüsts, mitten auf der Bühne, untermischt mit kinetischen, sich horizontal und vertikal verfahrbaren Elementen für Schlagwerk, sowie Aufzüge von Sängerdarstellern und Komparserie.

Das Verstörungspotenzial eines Klassikers: Kirill Petrenko und Andreas Kriegenburg triumphieren mit Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ an der Bayerischen Staatsoper

26.05.14 (Juan Martin Koch) -
Kaum ist die Musiktheater-Biennale vorbei, bringt die Bayerische Staatsoper quasi als Kommentar zu all den dort mit eher mäßiger Strahlkraft über die Bühne gegangenen Uraufführungen Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ heraus – jenes Referenzwerk also, das meist als allererstes genannt wird, wenn es um die Möglichkeit geht, nach 1945 gültiges Musiktheater zu schaffen.
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