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Alle Artikel kategorisiert unter »Franz Lehar«

Torte ohne Schlacht – Barrie Koskys szenischer Liederabend „Ich wollt, ich wär’ ein Huhn“

07.03.20 (Peter P. Pachl) -
„Ein Berlin-Abend“ untertitelt die Komische Oper das bereits vor zwei Spielzeiten angekündigte, dann aber verschobene und nun endlich realisierte Kammerstück mit Liedern aus den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Dabei sind es nicht nur populäre Nummern verfemter Komponisten, sondern auch solcher, die sich mit dem NS-Regime arrangiert haben, durch Brecht-Lieder von Hanns Eisler konterkariert oder zu „dadaistisch-eskapistische(n) Nummern“ hochstilisiert, etwa im Bemühen, aus den Texten von Bruno Balz als dem von der Gestapo verfolgten homosexuellen Dichter der Lieder für Zarah Leander, versteckte politische Aussagen zu entlocken.

Go East – Das Philharmonische Orchester Altenburg Gera in Rumänien

06.11.19 (Joachim Lange) -
Das Philharmonische Orchester Altenburg Gera ist nicht nur auf Gastspielreise in Temeswar und Bukarest, sondern auch als Kulturbotschafter unterwegs. Joachim Lange hat die Gastspielreise begleitet und berichtet von Synergien zwischen den Kooperationspartnern, von der Musik- und Weltgeschichte im allgemeinen und der Idee einer „Zukunftsmusik ostwärts“ im besonderen.

Von der Traumfabrik zur Realität – Frankfurts Oper bietet eine ganz besondere „Lustige Witwe“

15.05.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Im operettig schön-schiefen Bild: Nicht einmal die Fledermaus kann der lustigen Witwe das Wasser reichen – was Verfilmungen angeht. Nach dem sensationellen Erfolg auf allen Bühnen der Theaterwelt okkupierte das neue Medium den Stoff in einem ersten Stummfilm: 1918 drehte ein Ungar „A Vig özvegy“ – und machte als Michael Curtiz mit „Casablanca“ später Filmgeschichte. Inzwischen hatten Stroheim und Lubitsch sehr unterschiedlich lustige „Witwen“-Filme gedreht, es häuften sich die Zitate in Filmen… und genau da setzte das Frankfurter Team um Regisseur Claus Guth an.

Millionen im Irgendwo – Nürnbergs Staatstheater zeigt Lehárs „Lustige Witwe“ nahe am Heute

07.11.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Die Menschheit verblödet zusehends… Es ist festgesetzt worden, dass, wenn die Welt untergeht, noch einmal ‚Dummer, dummer Reitersmann‘ gespielt wird“ stellte Karl Kraus schon 1908 fest. Da sich Kraus’ erster Satz über hundert Jahre später zunehmend bewahrheitet, trat nun Bayerns 4. Staatstheater in Konkurrenz zur Münchner „Witwe“ am Gärtnerplatz.

Eros thanatos um eine Witwe – Lehárs Erfolgsoperette zum 152-jährigen Jubiläum des Münchner Gärtnerplatztheaters

04.11.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Als sich um neun Uhr die Türen endlich auftaten, drängte die Masse mit so vehementer Kraft vorwärts, dass es der Schutzmannschaft nur unter Aufbietung aller Energie gelang, größeres Unheil zu verhüten. Kinder, die in Gefahr schwebten, erdrückt zu werden, mussten über die Köpfe hinweggezogen werden und mancher zerrissene Anzug, manch’ ruiniertes Kleid zeugten von dem Kampf um Billets, der am Gärtnerplatz getobt.“ Derartige Zeitungsmeldungen wie anlässlich der 150.Vorstellung von Lehárs „Lustiger Witwe“ am 15.April 1907 gibt es nun am 4.November 2017 nicht.

Gärtnerplatz-Spielbetrieb startet mit Lehars «Lustiger Witwe»

19.10.17 (dpa) -
München - Mit einer Neuinszenierung von Franz Lehars Operette «Die Lustige Witwe» beginnt am Donnerstag (19.30 Uhr) im renovierten Münchner Gärtnerplatztheater der reguläre Spielbetrieb. Inszeniert wird das Erfolgsstück, eine der bekanntesten und meist gespielten Operetten überhaupt, von Gärtnerplatz-Intendant Josef E. Köpplinger.

Traurige Schmonzette als zähe Revue – „Das Land des Lächelns“ am Opernhaus Zürich

22.06.17 (Georg Rudiger) -
Der schwarze Bühnenvorhang mit schmalen, goldenen Bordüren ist noch geschlossen, da wird im Orchestergraben der Züricher Oper die Musik angeknipst. Fabio Luisi geht mit der Philharmonia Zürich in die Vollen und fordert von Beginn an bei Franz Lehárs Operette „Das Land des Lächelns“ einen opulenten Sound, der das Melos betont und Streicherschmelz mit Blechglanz kombiniert. Und wenn die Melodie des Operettenschlagers „Dein ist mein ganzes Herz“ im Orchester erklingt, dann ist man schon mitten in der traurigen Schmonzette angekommen.

Zwischen Kitsch und Emphase moussierendes Werk

23.11.15 (Roland H. Dippel) -
„Der Zarewitsch“ am Theater Nordhausen: Soviel Routine verdient dort niemand!, meint Roland H. Dippel.

Zum Tee bei einer alten Bekannten – Die Lustige Witwe an der Musikalischen Komödie in Leipzig

27.03.14 (Joachim Lange) -
In welches „Maxim“ Johannes Heesters jetzt geht, wissen wir nicht. Aber auf Erden ist der gefühlt ewige Graf Danilo vom Dienst immer noch irgendwie dabei, wenn das Publikum in einer Neuauflage von Franz Lehárs „Lustiger Witwe“ darauf wartet, dass „sein Hit“ endlich kommt.

Träume aus Glas. Hundert Jahre nach der Uraufführung erfährt Franz Lehárs Operette „Eva“ am Staatstheater Mainz eine eindrucksvolle Wiederentdeckung

22.11.11 (Andreas Hauff) -
Knapp 100 Jahre nach der Wiener Uraufführung hat das Staatstheater Mainz Franz Lehárs Operette „Eva“ wieder ausgegraben – und beweist, dass es bei Lehár jenseits von „Lustiger Witwe“ und „Land des Lächelns“ noch etwas zu entdecken gibt. Der Eindruck eines erschrockenen Uraufführungsrezensenten, hier werde dem Publikum „die soziale Frage im Dreivierteltakt vorgesetzt“, lässt sich allerdings kaum nachvollziehen. Viel eher zeigt „Eva“ in Cordula Däupers Inszenierung, wie ein Operetten-Traum funktioniert
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