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Alle Artikel kategorisiert unter »Gaetano Donizetti«

Leise schwebende Töne am Rand der Hörbarkeit – Diana Damrau als Anna Bolena im Opernhaus Zürich

07.12.21 (Georg Rudiger) -
Ganz am Ende nach der langen Wahnsinns-Szene steht Diana Damrau bei ihrem Rollendebüt als Anna Bolena nochmals allein auf der Bühne. Der erste Vorhang im Opernhaus Zürich gehört der deutschen Sopranistin, die den stürmischen Applaus berührt entgegennimmt. Zu Beginn des Abends war eine andere Sängerin im Mittelpunkt: Edita Gruberova, die vor wenigen Wochen verstorbene Königin des Belcanto.

Koloraturen, Komik und Klamauk – Belcanto-Ulk mit Donizettis „Viva la Mamma!“ in Lübeck

12.10.21 (Arndt Voss) -
Aller guten Dinge sind Drei, im Norden jedenfalls, denn alle Opernhäuser bedienten dort fast zeitgleich ihr Publikum mit dem buffonesken Genre. Kiel tat es vor drei Wochen mit Prokofjews „Liebe zu den drei Orangen“, märchenhaft und eher grotesk vermummt. Schwerin folgte vor zwei Wochen mit Ligetis weltumfassendem „Le Grand Macabre“ und wollte deftig und abstrus schocken. Die Lübecker Komikvariante mit Gaetano Donizettis „Viva la Mamma!“ beschloss nun den Reigen (9. Oktober 2021), leicht serviert und mit Lust zum Schrägen.

Unübersehbar #43 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 12.3. bis zum 18.3.2021

11.03.21 (Dirk Wieschollek) -
„I Do Not Want What I Haven’t Got“: Gutes Motto. Passt immer. Gerade besonders. Unter anderem mit einer kaleidoskopisch betrachteten Sinéad O’Connor, der wunderbaren Joana Mallwitz und Algorithmen aus Basel geht’s in die neue Streamwoche. Und dann ist da natürlich noch der große Astor. Nothing Compares 2U. [jmk]

Digitales Belcanto-Glück vom Gärtnerplatz: Donizettis „Anna Bolena“

06.12.20 (Roland H. Dippel) -
Die bald 50 Jahre alte Inszenierung von Humperdincks „Hänsel und Gretel“ machte den Anfang, am 4. Dezember folgte Donizettis „Anna Bolena“ und am 17. Dezember gibt es im Staatstheater am Gärtnerplatz die Premiere von Eduard Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“. Alles digital. Die beiden Münchner Musiktheater-Intendanten beißen die Zähne zusammen – mit (Video-on-Demand)-Aufführungen. Die Online-Premiere von „Anna Bolena“ erwies sich als ernstzunehmende Meisterung der anspruchsvollen Oper.

Unübersehbar #30 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 4.12. bis zum 10.12.2020

04.12.20 (Dirk Wieschollek) -
Opernopulenz und musiktheatrale Transformationen, Verbeugungen vor Helmut Lachenmann und Matthias Kaul, 40 Gratulationen für das Ensemble Modern und eine Dresdner Schattensuche. Mit dieser Auswahl machen wir unübersehbar die 30 voll. Wir hoffen, Sie fühlen sich beschenkt. [jmk]

Antifeministisches Belcanto-Glück: „Rita“ im Leipziger Westen

20.07.20 (Roland H. Dippel) -
Nach „Rheingold“ auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Berlin und dem Prunkstimmen-Paradox eines „Don Carlo“ im Pocket-Format an der Semperoper folgte mit Donizettis vollständiger Opéra comique „Rita“ die rundum gekonnt-liebenswerte, weil unexaltierte Einstudierung mit Künstler*innen der Oper Leipzig. Eine freiwillige Fleißarbeit, bei der sich von den musikstädtischen Kulturkadern kaum jemand blicken ließ. Belcanto meets Industriekultur! In der Manier von Visconti, ohne Fellinis Drastik und dafür einem Dario Fos Beziehungskomödien abgeschauten Witz. Feines Musiktheater auch für kritische Ohren – und mit einer Italianità, wie man sie im Opernhaus am Augustusplatz seit einer gefühlten Ewigkeit vermisst.

Wahnsinn im Lichtdesign – Kiels „Lucia die Lammermoor“

17.12.19 (Arndt Voß) -
Man könnte die Kieler Inszenierung von Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ (Premiere: 7. Dezember 2019) als eine attraktiv beleuchtete konzertante Aufführung beschreiben, wäre auch das Orchester optisch präsent gewesen. Das aber blieb im Graben, wie immer geheimnisvoll verborgen. Es sollte wohl doch eine Oper sein. Das Publikum wenigstens zeigte sich angetan, auch wenn es in der zweiten Aufführung, die für diesen Bericht Quelle ist, nur recht kurz applaudierte.

Null Chance für Musik in Rolando Villazóns Leipziger „Liebestrank“

15.09.19 (Roland H. Dippel) -
Zum brachial-komödiantischen Appetizer für Wagner wird an der Oper Leipzig Donizettis „L'elisir d'amore“ drei Wochen vor der „Tristan und Isolde“-Premiere. Die in Erl als Nachtigall in Braunfels‘ „Vögel“ sensationelle Bianca Tognocchi fuchtelt bei ihrer Cavatina vom „L'elisir della Regina Isotta“ an einem Album mit historischen Fotografien dieses Liebesmysteriums herum. Auch sonst verlässt sich All-round-Star Rolando Villazón im rundum aufgefrischten Remake der Inszenierung im Festspielhaus Baden-Baden ganz auf seine unverwechselbaren Mittel. Der Applaus an der Oper Leipzig feiert eine plärrige, poesiefreie, protzige Clownerie. Zu diesem Ergebnis kommt unser Kritiker Roland H. Dippel.

„Spiel so lange, bis dir die Rolle passt!“ – Donizettis „Don Pasquale“ in Augsburg

26.05.19 (Roland H. Dippel) -
Don Pasquale ist in Augsburg gutaussehend, sympathisch und trotzdem ein Lo(o)ser. Herausragender Pluspunkt der Premiere in der Staatstheater-Ersatzspielstätte martini-Park sind die Augsburger Philharmoniker mit schwungvoller und zum Glück nicht allzu fein gezwirbelter Italianità. Corinna von Rad versetzt Gaetano Donizettis späte und dekadente Commedia dell'arte-Figuren in das Ambiente einer Show, wo man mit normgerechten Lebensmaximen viel gewinnt. Fun first. Roland H. Dippel berichtet.

Doofer Alter und dummer Diener – „Don Pasquale“ in Chemnitz

14.05.18 (Michael Ernst) -
Vor gut einem Jahr durfte das Publikum abstimmen: Welches Regieteam sollte im Chemnitzer Opernhaus „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti inszenieren? Mehrheitlich fielen die Stimmen auf Regisseur Nils Braun und Ausstatter Oliver Burkhardt. Beide hatten sich am „Ring-Award“ Graz beteiligt und ihr bereits erarbeitetes Konzept dieser Oper zur Diskussion gestellt.
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