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Alle Artikel kategorisiert unter »Gaetano Donizetti«

Wahnsinn im Lichtdesign – Kiels „Lucia die Lammermoor“

17.12.19 (Arndt Voß) -
Man könnte die Kieler Inszenierung von Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ (Premiere: 7. Dezember 2019) als eine attraktiv beleuchtete konzertante Aufführung beschreiben, wäre auch das Orchester optisch präsent gewesen. Das aber blieb im Graben, wie immer geheimnisvoll verborgen. Es sollte wohl doch eine Oper sein. Das Publikum wenigstens zeigte sich angetan, auch wenn es in der zweiten Aufführung, die für diesen Bericht Quelle ist, nur recht kurz applaudierte.

Null Chance für Musik in Rolando Villazóns Leipziger „Liebestrank“

15.09.19 (Roland H. Dippel) -
Zum brachial-komödiantischen Appetizer für Wagner wird an der Oper Leipzig Donizettis „L'elisir d'amore“ drei Wochen vor der „Tristan und Isolde“-Premiere. Die in Erl als Nachtigall in Braunfels‘ „Vögel“ sensationelle Bianca Tognocchi fuchtelt bei ihrer Cavatina vom „L'elisir della Regina Isotta“ an einem Album mit historischen Fotografien dieses Liebesmysteriums herum. Auch sonst verlässt sich All-round-Star Rolando Villazón im rundum aufgefrischten Remake der Inszenierung im Festspielhaus Baden-Baden ganz auf seine unverwechselbaren Mittel. Der Applaus an der Oper Leipzig feiert eine plärrige, poesiefreie, protzige Clownerie. Zu diesem Ergebnis kommt unser Kritiker Roland H. Dippel.

„Spiel so lange, bis dir die Rolle passt!“ – Donizettis „Don Pasquale“ in Augsburg

26.05.19 (Roland H. Dippel) -
Don Pasquale ist in Augsburg gutaussehend, sympathisch und trotzdem ein Lo(o)ser. Herausragender Pluspunkt der Premiere in der Staatstheater-Ersatzspielstätte martini-Park sind die Augsburger Philharmoniker mit schwungvoller und zum Glück nicht allzu fein gezwirbelter Italianità. Corinna von Rad versetzt Gaetano Donizettis späte und dekadente Commedia dell'arte-Figuren in das Ambiente einer Show, wo man mit normgerechten Lebensmaximen viel gewinnt. Fun first. Roland H. Dippel berichtet.

Doofer Alter und dummer Diener – „Don Pasquale“ in Chemnitz

14.05.18 (Michael Ernst) -
Vor gut einem Jahr durfte das Publikum abstimmen: Welches Regieteam sollte im Chemnitzer Opernhaus „Don Pasquale“ von Gaetano Donizetti inszenieren? Mehrheitlich fielen die Stimmen auf Regisseur Nils Braun und Ausstatter Oliver Burkhardt. Beide hatten sich am „Ring-Award“ Graz beteiligt und ihr bereits erarbeitetes Konzept dieser Oper zur Diskussion gestellt.

Kalte, hitzige und blutige Frauenmacht – Szenische Erstaufführung von Donizettis „Maria Stuarda“ im Münchner Gärtnerplatztheater

23.03.18 (Wolf-Dieter Peter) -
„Power tends to corrupt“ hat der englische Diplomat Lord Acton einzigartig prägnant formuliert. Nahezu alle Spielarten dieser bis heute realen Entsetzlichkeit wurden am Fall des Machtkampfes zwischen Maria Stuart und Elisabeth Tudor, zwischen Katholizismus und Anglikanismus, zwischen Schottland und England schon auskomponiert: über 50 Vertonungen lassen sich finden. Die berühmteste, die von Gaetano Donizetti gab es bislang in der Opernstadt München nur einmal konzertant. Doch das Staatstheater am Gärtnerplatz hat da eine herausragende Sängerin, die wohl nur im Ensemble zu halten ist, wenn sie pro Spielzeit einmal als Belcanto-Spezialistin brillieren darf: Szene frei für „Maria Stuarda“.

Die Seele auf dem Ton – Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ am Theater Bremen

31.01.18 (Ute Schalz-Laurenze) -
Seit dreißig Jahren gab es in Bremen Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ (1835) nicht mehr. Dabei ist das „Dramma tragico“ die berühmteste „Bel Canto“-Oper überhaupt, gehört also irgendwo in jeden ambitionierten Spielplan. Das geht aber nur, wenn man die drei Hauptrollen wirklich besetzen kann, wie es jetzt in Bremen fabelhaft gelungen ist. Mit Nerita Pokvytyté als Lucia, Birger Radde als Enrico und Hyojong Kim als Edgardo singen im Bremer Ensemble herausragende Bel Canto-Stimmen. Bel Canto: die italienische Gesangstechnik, die heute wieder das A und O aller Gesangkunst ist, verlangt, dass die Seele auf dem Ton liegt.

Premiere: Theater verlegt Opernhandlung in Künstlerheim in Italien

18.01.18 (dpa) -
Neustrelitz - Ein Seniorenheim für ehemalige Künstler in Italien ist Schauplatz der ersten Premiere 2018 am Theater in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte). Regisseurin Magdalena Fuchsberger hat die Handlung der komischen Oper «Don Pasquale» an diesen Ort verlegt, wie Theatersprecherin Wenke Dreffien sagte.

Wahn, überall Wahn – Donizettis „Lucia di Lammermoor“ an der Semperoper Dresden

20.11.17 (Joachim Lange) -
„Mors certa hora incerta" also „Der Tod ist gewiss, die Stunde nicht“ – so ist an der Rampe in der Dresdner Semperoper zu lesen. Ein passendes Motto für „Lucia di Lammermoor“. Obwohl sich die Todfeinde im Stück, hier schon mal ziemlich konkret die Stunde ankündigen, an der sie zuschlagen wollen. Musikalisch und mit seinem Plot ist das, was Gaetano Donizetti 1835 rausgehauen hat, ein Belcanto-Kracher mit allem Drum und Dran. Mit einer Wahnsinnsarie für die Titelheldin als Schmankerl. Und das im doppelten Wortsinn – es geht um den Inhalt und um die Herausforderung für die Sängerin. Mit der die ganze Oper steht oder fällt. In Dresden steht sie. Und wie!

Chemnitzer Publikum darf Inszenierungsteam für Oper wählen [update]

24.02.17 (dpa) -
Chemnitz - Die Theater Chemnitz gehen für die Aufführung der Oper «Don Pasquale» von Gaetano Donizetti ungewöhnliche Wege: Das Publikum soll bestimmen, wer das Werk inszenieren wird. Wie die Theater am Donnerstag mitteilten, stellen sich am 4. März im Opernhaus drei junge Regieteams zur Wahl.

Von wilden Männern in kurzen Röcken – Die Oper Leipzig mit Donizettis „Lucia di Lammermoor“

29.11.16 (Michael Ernst) -
Gutes Musiktheater steckt bekanntlich voller Überraschungen. Da gibt es Männer, die eigentlich Frauen sind (und umgekehrt), da gibt es Intrigen, Tragöden, Verwechselungskomödien und mancherlei Art von doppeltem Boden, beinahe nie geht eine Oper so aus, wie es am Anfang noch scheinen mochte.
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