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Alle Artikel kategorisiert unter »Leoš Janácek«

Janáčeks Episoden „aus einem toten Haus“ an der Oper Brüssel

09.11.18 (Frieder Reininghaus) -
Wie geht es zu in den Strafgefangenenlagern? Wie weit entfernt vom Herzen Europas und der Hauptstadt Brüssel liegt Sibirien? Das sind Fragen, die sich mit einer Inszenierung von Leoš Janáčeks letztem Bühnenwerk unvermeidlich stellen, wenn es am Théâtre de la Monnaie auf den Spielplan gesetzt wird. Der Regisseur Krzysztof Warlikowski und der Dirigent Michael Boder haben deutliche, aber nicht ganz zusammenpassende Antworten gefunden: …

Zwischen Militärkapelle und Viola d’amore

17.07.18 (Juan Martin Koch) -
Leoš Janácek: Sinfonietta für Orchester (1926). Studienpartitur, hrsg. von Jiri Zahradka. Universal Editon UE 36 503. +++ Bedrich Smetana: Šárka. Partitur, hrsg. von Hugh Macdonald. Bärenreiter BA 11532 +++ Josef Suk: Symphonie c-Moll, „Asrael“, op. 27. Partitur, hrsg. von Jonáš Hájek. Bärenreiter BA 9532 +++ Antonín Dvorák: Symphonie Nr. 8, G-Dur, op. 88. Partitur, hrsg. von Jonathan Del Mar. Bärenreiter 10418

Frank Castorf scheitert in Münchens Nationaltheater an Janáčeks „Aus einem Totenhaus“

23.05.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Es gibt Musiktheaterwerke, die aus dem gängigen Repertoire fast wie Monolithen aufragen, weil sie fern aller Belcanto-Freuden den Mühseligen und Beladenen ein künstlerisches Mahnmal errichten – so Alban Bergs „Wozzeck“ und „Lulu“, so Bernd Alois Zimmermanns „Soldaten“. Dazu zählt auch Leoš Janáćeks „Aus einem Totenhaus“. In seinem letzten Bühnenwerk legt der 74jährige in einem sibirischen Lager die Schicksale von Gewalttätern und Mördern offen, zeigt kleine Reste von Humanität und schreibt über die Partitur „In jeder Kreatur ein Funke Gottes“.

Märchenbilder und andere Bearbeitungen

17.05.18 (Gabriele Sebald) -
César Franck: Sonate arrangée pour piano et flûte. Bärenreiter +++ Carl Philipp Emanuel Bach: Flötenkonzert d-Moll (Klavierauszug), Urtext. G. Henle Verlag +++ Gabriel Fauré: Fantaisie Opus 79 und Morceau de lecture für Flöte und Klavier, Urtext. G. Henle Verlag +++ Leos Janácek: Marsch der Blaukehlchen für Piccoloflöte und Klavier, Urtext. G. Henle Verlag Baroque Flute Anthology 2, 25 Werke für Querflöte mit Klavierbegleitung, hg. von Annabel Knight. Schott +++ Gustav Mahler: Wer hat dies Liedel er-dacht? Fünf ausgewählte Lieder für Flöte und Klavier. Universal Edition +++ Charles-Marie Widor: Suite florentine (1919). Universal Edition +++ Robert Schumann: Märchenbilder op. 113. Vier Stücke für Klavier und Flöte. Universal Edition

Janáček verunklärt – „Aus einem Totenhaus“ an der Oper Frankfurt

02.04.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Uraufführungen schmücken ein Opernhaus, aber auch Interpretationsmaßstäbe setzende Inszenierungen. Die Oper Frankfurt kommt da immer wieder mit der „Neuenfels-Gielen-Aida“ und dem „Berghaus-Gielen-Ring“ ins Gespräch. Für ein bildlich „quer im Repertoire“ stehendes Werk wie Leoš Janáčeks „Aus einem Totenhaus“ gilt das auch: 1994 ließ Frankfurts damaliger GMD Sylvain Cambreling eine schon legendäre Brüsseler Produktion neu einstudieren: die bis ins Detail geformte psychische Deformationsstudie des medizinisch vorgebildeten Peter Mussbach für rund 30 Sängerdarsteller – eine unvergessliche „Wegemarke“.

Peter Sellars’ animalische Inszenierung von Janáčeks „Füchsin Schlaukopf“ in der Berliner Philharmonie

13.10.17 (Peter P. Pachl) -
Einmal in Janáčeks 1924 komponierter Oper „Příhody lišky Bystroušky“ steht die vom Förster gefangene, sich dann befreiende Füchsin im Mondlicht plötzlich als ein junges Mädchen da, verwandelt sich dann aber zurück. Der amerikanische Regisseur Peter Sellars sieht die Begeisterung des Försters für die junge Füchsin von Anfang an als eine Metapher für die Liebe des alternden Mannes zu einem jungen Mädchen – so wie der Komponist sich durch seine leidenschaftliche Beziehung zu Kamila Stösslová zu dieser Oper inspirieren ließ.

„Die mutierte Füchsin Schlitzohr“ – Janacek-Apokalypse an der HfM Dresden

24.05.17 (Roland H. Dippel) -
Diese Koproduktion der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, der Hochschule für Bildende Künste und des Staatsschauspiels Dresden schien verheißungsvoll: Die ambitionierte Kammerfassung des britischen Komponisten Jonathan Dove nach der anspruchsvollen Partitur Leos Janaceks zu „Das schlaue Füchslein“ hat ihre Eignung für spannende szenische Lesarten durch begabte Debütanten schon mehrfach bewiesen.

Wie ein Uhrwerk – Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ am Freiburger Theater

27.11.16 (Georg Rudiger) -
Der Zeiger auf dem großen Zifferblatt steht still. Die Zeit ist angehalten für die Operndiva Emilia Marty, die, weil sie als Kind von ihrem Vater ein Lebenselixier zu trinken bekam, inzwischen 337 Jahre zählt. In Leos Janáceks Oper „Die Sache Makropulos“ am Freiburger Theater verkörpert die tschechische Mezzosopranistin Katerina Hebelková die Primadonna. Und macht aus der geheimnisvollen Figur eine sinnliche, selbstbewusste, von den Männern begehrte Frau, die ihr zerbrechliches Inneres mit dem Glanz des Erfolgs schützt.

Musiktheater in enger Nachbarschaft

02.06.16 () -
Was sich schon lange bewährt hat, hat nun einen Namen gefunden: OPERA heißt das Label, mit dem in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule für Musik Saar und anderen Kooperationspartnern im Bereich Musiktheater bezeichnet wird.

Absage an den Hymnus auf die Natur –Janáčeks „Schlaues Füchslein“ an der Oper Frankfurt

26.04.16 (Wolf-Dieter Peter) -
„Im Wald fängt das Leben immer neu an“ – diese finale Textzeile Leoš Janáčeks geht doch nicht mehr in Zeiten von stetiger Wüstenausdehnung, enormer Regenwaldvernichtung, allumfassender Luftverschmutzung und immer neuen Umweltsünden der wachstumsfixierten Führungs- und Funktionseliten weltweit.
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