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Alle Artikel kategorisiert unter »Leoš Janácek«

Ein Abgesang auf die Liebe? Das 7. Janáček-Festival in Brno eröffnet mit „Osud“

30.09.20 (Michael Ernst) -
Was im Sommer zu den Salzburger Festspielen möglich gewesen ist, soll nun auch in der Tschechischen Republik funktionieren, in Brno, wo am 28. September, dem Tag des heiligen Wenzel, das 7. Janáček-Festival eröffnet worden ist. Mit einer Oper von Leoš Janáček, die einen geradezu symbolischen Titel trägt: „Osud“, zu deutsch „Schicksal“.

unüberhörbar 2020/07

23.07.20 (Christoph Schlüren) -
Hans Gál: Complete Recordings for Flauto and Piano. Sabrina Frey, Blockflöte; Bernhard Parz, Klavier. TYXart +++ Hugo Alfvén: Klaviermusik. Stefan Lindgren, Klavier. Opus 3 Records +++ Frederick Septimus Kelly: Piano Music. Alex Wilson, Klavier. Toccata Classics +++ Béla Bartók: Violinsonate Nr. 2; Roland Leistner-Mayer: Violasonate op. 156; Leos Janácek: Violinsonate. Burkhard Maiss, Violine/Viola; Ji-Yeoun You, Klavier. TYXart +++ Felix Mendelssohn Bartholdy: Oktett Es-Dur op. 20; George Enescu: Oktett C-Dur op. 7. Gringolts Quartett/Meta4. BIS

Unvollständiges Universum

12.05.20 (Juan Martin Koch) -
Barbara Hannigan geht den nächsten Schritt. Nach umjubelten Auftritten als singende Dirigentin hat sie mit Strawinskys „The Rake’s Progress“ nun auch ihre erste komplette Oper geleitet.

„Die Sache Makropulos“ in Dessau: Triumph für Iordanka Derilova

04.02.20 (Roland H. Dippel) -
Es besagt viel über gegenseitiges Vertrauen, wenn sich ein Haus mit Gastspielbetrieb wie das Theater Schweinfurt aus dem Angebot eines langjährigen Partners, des Anhaltischen Theaters Dessau, gezielt Leoš Janáčeks intensive, aber vom breiten Publikum ungeliebte Oper „Die Sache Makropulos“ heraussucht: Dieses Vertrauen in Qualität, Leistung, Überzeugungskraft und Publikumsbindung ist vollauf berechtigt. Die zweite Vorstellung der Neuproduktion im sträflich leeren Dessauer Theater am Friedensplatz wurde zu einem Triumph des Ensembles des Anhaltischen Theaters und vor allem der Sopranistin Iordanka Derilova.

Der Kleinbürger überlebt: Janaceks „Das schlaue Füchslein“ im Theater Liberec (CZ)

22.12.19 (Roland H. Dippel) -
Langer Applaus am Ende und viel festlich gekleidetes Publikum bei der Premiere A von Leoš Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ (Příhody lišky Bystroušky) im Divadlo Františka Xavera Šaldy in Liberec. Der 1883 und damit nur zwei Jahre nach dem Nationaltheater Prag eröffnete Bau der Architekten Fellner & Helmer tendiert im überwiegend von den beiden Rängen bedeckten Parkett zu einer sehr offenen Akustik. Man spielt das große italienische, slawische und französische Repertoire überwiegend mit eigenem Ensemble. Durch die Regisseurin Linda Keprtová kommt etwas Bewegung in den bislang eher traditionellen Sichtweisen verpflichteten Inszenierungsstil des nordböhmischen Mehrspartentheaters. Die Neuproduktion überzeugte durch eine musikalisch und szenisch handfeste, dabei intensive Lesart der Oper über tierische Eigenschaften von Zwei- und Vierbeinern.

Theatergeburtstag in Gelsenkirchen mit Janaceks „Die Sache Makropulos“

Das Gelsenkirchener „Musiktheater im Revier“ feiert Jubiläum. Vor sechzig Jahren wurde das Haus am Kennedyplatz eröffnet und zog dank seiner außergewöhnlichen Gestaltung nicht weniger Aufmerksamkeit auf sich als der drei Jahre zuvor in Münster fertiggestellte erste Theaterneubau in der Nachkriegszeit. Das im Wesentlichen auf das Konzept des Architekten Werner Ruhnau zurückgehende Gelsenkirchener Haus lebt von seinem offenen, gläsernen Foyer und damit einer direkten Sichtachse zur Stadt. Legendär sind auch die Foyers mit ihren tiefblauen Schwämmen aus Gips, die von Yves Klein gestaltet wurden.

Leos Janaceks „Katja Kabanowa“ wird in Radebeul zur Sternstunde

01.06.19 (Roland H. Dippel) -
Sonderlich häufig kommt „Katja Kabanowa“ in Mitteldeutschland nicht zur Aufführung. Das ist unverständlich, denn neben seinen „Abenteuern der Füchsin Bystrouchka“ und „Die Sache Makropulos“ ist auch dieses Spätwerk Leos Janaceks eine der packendsten Opern des frühen 20. Jahrhunderts. Die Landesbühnen Sachsen befinden sich offenbar im Zenit einer Glückssträhne: Nach Previns „Endstation Sehnsucht“, Vollmers „Tschick“ und von Einems „Der Besuch der alten Dame“ wird jetzt „Katja Kabanowa“ in Radebeul zum kleinen Opernwunder, dessen Gelingen auch der Fähigkeit zur Einschätzung eigener Ressourcen und Möglichkeiten zu verdanken ist. Unser Kritiker Roland H. Dippel ist begeistert.

Link-Tipps 2019/02

18.02.19 (Martin Hufner) -
Der kulturpolitische Reporter +++ Lernen Sie Herrn Janácek kennen

Janáčeks Episoden „aus einem toten Haus“ an der Oper Brüssel

09.11.18 (Frieder Reininghaus) -
Wie geht es zu in den Strafgefangenenlagern? Wie weit entfernt vom Herzen Europas und der Hauptstadt Brüssel liegt Sibirien? Das sind Fragen, die sich mit einer Inszenierung von Leoš Janáčeks letztem Bühnenwerk unvermeidlich stellen, wenn es am Théâtre de la Monnaie auf den Spielplan gesetzt wird. Der Regisseur Krzysztof Warlikowski und der Dirigent Michael Boder haben deutliche, aber nicht ganz zusammenpassende Antworten gefunden: …

Zwischen Militärkapelle und Viola d’amore

17.07.18 (Juan Martin Koch) -
Leoš Janácek: Sinfonietta für Orchester (1926). Studienpartitur, hrsg. von Jiri Zahradka. Universal Editon UE 36 503. +++ Bedrich Smetana: Šárka. Partitur, hrsg. von Hugh Macdonald. Bärenreiter BA 11532 +++ Josef Suk: Symphonie c-Moll, „Asrael“, op. 27. Partitur, hrsg. von Jonáš Hájek. Bärenreiter BA 9532 +++ Antonín Dvorák: Symphonie Nr. 8, G-Dur, op. 88. Partitur, hrsg. von Jonathan Del Mar. Bärenreiter 10418
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