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Alle Artikel kategorisiert unter »Filmmusik«

Die Tonspur als dritte Ebene

18.06.20 (Klaus Kalchschmid) -
Bis vor Kurzem waren weite Teile dieses bemerkenswerten Stummfilms von 1924 verschollen, der heute sowohl wie eine Vorahnung der Geschehnisse in Nazi-Deutschland nach 1933 als auch wie ein Kommentar dazu wirkt. 1991 entdeckte man zwar in Amsterdam eine unvollständige Fassung, die in Teilen rekonstruiert werden musste, aber erst 2015 wurde ein Sammler auf einem Pariser Flohmarkt mit der vollständigen Fassung des Films fündig, der nun im Auftrag von Arte restauriert und viragiert wurde. So konnten die einzelnen Passagen, unterschieden in Innen- und Außen-, sowie Tag- und Nachtaufnahmen farbig gefasst werden. Am 17. Juli erscheint bei absolut Medien diese Version auf DVD mit der aufregend vielschichtigen, ebenso kühnen wie effektvollen Musik der genuinen Musikdramatikerin Olga Neuwirth („Bählamms Fest“, „Lost Highway – A Video Opera“, „American Lulu“, „Orlando“).

Asturien-Preis für Komponisten Morricone und Williams

07.06.20 (dpa) -
Oviedo - Der italienische Filmmusik-Komponist Ennio Morricone und sein US-Kollege John Williams erhalten dieses Jahr den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Künste. Beide sind mit der Musik für berühmte Filme weltweit bekannt geworden.

Von der Faszination des Immateriellen erzählen

25.05.20 (Marco Frei) -
Er liebt „individuelle, persönlichkeitsgetränkte Musik“, von Johannes Ockeghem bis Alfred Schnittke. Oder auch „Archaisch-Rituelles“. Bei Stücken aus seiner Jugendzeit werde er schwach: „egal ob Schumanns Klaviermusik oder La Paloma“. Das hat Enjott Schneider vor elf Jahren in einem Fragebogen dieser Zeitung verraten. Es beschreibt ziemlich gut, wofür der Komponist schöpferisch steht. Seine Musik integriert unterschiedlichste Stile, Arbeitsweisen. Das schließt auch serielle Techniken oder Rockmusik ein.

Rückblende: Vor 100 Jahren

23.05.20 (H. Platzbecker) -
Vor 100 Jahren beschrieb in der Neuen Musik-Zeitung Autor Prof. H. Platzbecker ein Konzert, bei dem ein Orchester nach einem abgefilmten Dirigat spielte. Er fragt sich unter anderem: „Was hat die Staatskapelle bewogen, alle Pietät hintanzusetzen und dieses Filmkonzert zu veranstalten?“ und endet mahnend: „Niemals dürfen aber solche Vorführungen sensationslüsternen Laien zugänglich gemacht werden, wie im Dresdener Opernhause.“

Filmkomponist Peter Thomas im Alter von 94 Jahren gestorben

19.05.20 (dpa) -
Lugano - Der Filmkomponist Peter Thomas ist im Alter von 94 Jahren in Lugano in der Schweiz gestorben. Das teilte sein Sohn Philip Thomas am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Zu Thomas' bekanntesten Werken gehört die Titelmelodie der Science-Fiction-Serie «Raumpatrouille Orion» (1966).

Neues von Demy, Varda & Co.

12.05.20 (Viktor Rotthaler) -
Im vergangenen Jahr starben zwei Künstler, die das filmische Universum des Jacques Demy entscheidend geprägt haben: der kongeniale Filmkomponist Michel Legrand und seine Witwe, die Filmemacherin Agnés Varda. Jetzt sind fast gleichzeitig zwei unabhängig konzipierte Produkte erschienen, die sich wunderbar ergänzen:

Lost in the Stars

29.04.20 (Viktor Rotthaler) -
Er war seit Anfang der 80er der „Kurator“ des musikalischen Unterbewusstseins des 20. Jahrhunderts – zwischen Film, Bühne und Jazzclub: Hal Willner.

King-Vidor-Retro in Berlin & München

23.03.20 (Viktor Rotthaler) -
Es war das große Ereignis für Filmhis­toriker und solche, die es werden wollen: die King-Vidor-Retrospektive der Berlinale. Und wer dieses Event versäumt hat, kann es vom 10. März bis 21. Juni im Filmmuseum München gewissermaßen nachholen.

Soundtrack 2020/02

23.02.20 (Viktor Rotthaler) -
Endlich wurde die Filmmusik zu einem der wichtigsten Filme über den Holocaust neu eingespielt: Hanns Eislers Score zu Alain Resnais’ „Nuit et brouillard“ („Nacht und Nebel“) – für die zweite Ausgabe einer Reihe von Eisler-Soundtracks. Benannt hat Capriccio diesen zweiten Teil: „Funeral Pieces/Nuit et broulliard“ (sic).

Schätze von Tenorgiganten der 60er-Jahre

23.02.20 (Marcus A. Woelfle) -
Oft werden bislang unveröffentlichte Aufnahmen großer Musiker als „Heiliger Gral“, als „Stein der Weisen“ veröffentlicht und doch nicht immer ist es berechtigt. Hier ist jedoch der Jubel begründet! „Grits, Beans and Greens. The Lost Fontana Studio Session 1969“ ist nicht nur ein würdiges Tes­tament der Kunst des britischen Tenorsaxophonisten Tubby Hayes, es ist ein Meisterwerk des europäischen Jazz, das mit 50 Jahren das Licht der Welt erblickt.
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