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Alle Artikel kategorisiert unter »Filmmusik«

DVD-Tipp 2020/09

11.09.20 (Viktor Rotthaler) -
In den Ruinen von Berlin spielt ein Hollywoodfilm, der im frühen Nachkriegsdeutschland erst gar nicht ins Kino kam: Billy Wilders „A Foreign Affair“ von 1948. Auch später in den achtziger Jahren wurde der Film nicht synchronisiert. Und das ist in diesem Fall ein Glück. Die Idee zu dieser Komödie kam dem Exilanten Wilder, als er 1945 als Mitglied der Siegermächte wieder nach Berlin zurückgekehrt war.

Il Maestro

27.08.20 (Viktor Rotthaler) -
Er war neben Bernard Herrmann der Kinomusiker par excellence: Ennio Morricone. Innerhalb von sechs Jahrzehnten hat er rund 500 Filme orchestriert. Sein Name ist verbunden mit den großen Regisseuren des italienischen Kinos, von Leone über Argento und Petri bis zu Pasolini. Nachdem ihn 1985 der Jazzer John Zorn mit „The Big Gundown“ für sich entdeckt hatte, wurde der experimentelle Filmmusiker – lange vor Tarantino! – auch von der Popszene entdeckt. Und dabei war es sein Werk jenseits von „Spiel mir das Lied vom Tod“, das nun plötzlich auch in Diskotheken erklang. Stücke, die manchmal der „Neuen Musik“ näher standen als dem Pop.

Unübersehbar #15 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 7.8. bis zum 20.8.2020

07.08.20 (Dirk Wieschollek) -
Urlaubsbedingt wechseln wir mit unseren Stream-Hinweisen vorübergehend in einen zweiwöchigen Rhythmus. Genügend Zeit, das nun ausgeweitete Bayreuther Wagner-Programm, Berliner Jazz- und Radiokunst, Mainzer Beethoven-Reflexionen, Salzburger Mozarteum-Produktionen und das öffentlich-rechtliche Wim-Wenders-Füllhorn zu goutieren. Wohl bekomm‘s!

Deutsches Filmmuseum zeigt «The Sound of Disney»

06.08.20 (dpa) -
Frankfurt - «Probier's mal mit Gemütlichkeit»: Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt beschäftigt sich in einer neuen Ausstellung mit der Klangwelt der Disney-Klassiker. «Untersucht wird der Einsatz von Musik, Geräuschen und Dialogen in den Originalfilmen sowie in vielen Synchronfassungen», wie das Museum mitteilte.

Italienischer Komponist Ennio Morricone gestorben

06.07.20 (dpa) -
Rom - Ob die schwermütige Mundharmonika aus «Spiel mir das Lied vom Tod» oder die sanfte Melodie aus «The Mission»: Die von Ennio Morricone erdachten Filmmusiken gehören zu den Klassikern der Kinogeschichte. Jetzt starb der Italiener in Rom.

Die Tonspur als dritte Ebene

18.06.20 (Klaus Kalchschmid) -
Bis vor Kurzem waren weite Teile dieses bemerkenswerten Stummfilms von 1924 verschollen, der heute sowohl wie eine Vorahnung der Geschehnisse in Nazi-Deutschland nach 1933 als auch wie ein Kommentar dazu wirkt. 1991 entdeckte man zwar in Amsterdam eine unvollständige Fassung, die in Teilen rekonstruiert werden musste, aber erst 2015 wurde ein Sammler auf einem Pariser Flohmarkt mit der vollständigen Fassung des Films fündig, der nun im Auftrag von Arte restauriert und viragiert wurde. So konnten die einzelnen Passagen, unterschieden in Innen- und Außen-, sowie Tag- und Nachtaufnahmen farbig gefasst werden. Am 17. Juli erscheint bei absolut Medien diese Version auf DVD mit der aufregend vielschichtigen, ebenso kühnen wie effektvollen Musik der genuinen Musikdramatikerin Olga Neuwirth („Bählamms Fest“, „Lost Highway – A Video Opera“, „American Lulu“, „Orlando“).

Asturien-Preis für Komponisten Morricone und Williams

07.06.20 (dpa) -
Oviedo - Der italienische Filmmusik-Komponist Ennio Morricone und sein US-Kollege John Williams erhalten dieses Jahr den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Künste. Beide sind mit der Musik für berühmte Filme weltweit bekannt geworden.

Von der Faszination des Immateriellen erzählen

25.05.20 (Marco Frei) -
Er liebt „individuelle, persönlichkeitsgetränkte Musik“, von Johannes Ockeghem bis Alfred Schnittke. Oder auch „Archaisch-Rituelles“. Bei Stücken aus seiner Jugendzeit werde er schwach: „egal ob Schumanns Klaviermusik oder La Paloma“. Das hat Enjott Schneider vor elf Jahren in einem Fragebogen dieser Zeitung verraten. Es beschreibt ziemlich gut, wofür der Komponist schöpferisch steht. Seine Musik integriert unterschiedlichste Stile, Arbeitsweisen. Das schließt auch serielle Techniken oder Rockmusik ein.

Rückblende: Vor 100 Jahren

23.05.20 (H. Platzbecker) -
Vor 100 Jahren beschrieb in der Neuen Musik-Zeitung Autor Prof. H. Platzbecker ein Konzert, bei dem ein Orchester nach einem abgefilmten Dirigat spielte. Er fragt sich unter anderem: „Was hat die Staatskapelle bewogen, alle Pietät hintanzusetzen und dieses Filmkonzert zu veranstalten?“ und endet mahnend: „Niemals dürfen aber solche Vorführungen sensationslüsternen Laien zugänglich gemacht werden, wie im Dresdener Opernhause.“

Filmkomponist Peter Thomas im Alter von 94 Jahren gestorben

19.05.20 (dpa) -
Lugano - Der Filmkomponist Peter Thomas ist im Alter von 94 Jahren in Lugano in der Schweiz gestorben. Das teilte sein Sohn Philip Thomas am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Zu Thomas' bekanntesten Werken gehört die Titelmelodie der Science-Fiction-Serie «Raumpatrouille Orion» (1966).
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